In der 1. Klasse Mitte feierte der SC Gartenkomplett Marchtrenk Juniors im Kellerduell gegen den ASKÖ Luftenberg einen wichtigen 2:1-Heimsieg. Irnes Ljubijankic brachte die Juniors früh in Führung (13.), nach der Pause erhöhte Marcel Majer auf 2:0 (57.), ehe Hannes Ausserwöger per Elfmeter in der Nachspielzeit auf 2:1 stellte (90+2). Für Nicolas Töltsch war es ein Arbeitssieg: „Die Kampfleistung und der Wille waren ausschlaggebend. In so einem Spiel haben wir das eine Prozent mehr gewollt.“

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Die Juniors kamen laut Trainer Nicolas Töltsch stark ins Spiel: „Von Beginn an waren wir sehr gut im Spiel. Die ersten zwanzig, dreißig Minuten waren fußballerisch sehr, sehr gut. Wir hatten mehr Ballbesitz, Luftenberg hat uns das Spiel auch überlassen und auf Konter gelauert.“ Nach diesem dominanten Beginn fiel das 1:0: Irnes Ljubijankic traf in Minute 13. Töltsch erklärte die Szene so: „Wir haben den Ball kurz vor unserem Sechzehner erobert und schnell in die Tiefe durchgesteckt. Unser Stürmer lief allein aufs Tor, der Keeper kam heraus, konnte außerhalb des Sechzehners nicht mehr eingreifen – und wir haben eingeschoben.“ Danach, so der Coach, riss der Faden etwas: „Wir waren nervös, haben zu viele hohe Bälle gespielt.“ Luftenberg blieb ohne klare Großchance, wurde aber bei Standards gefährlich – zur Pause stand es 1:0.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offeneres Spiel, doch die Hausherren setzten den nächsten Stich. Marcel Majer stellte in Minute 57 auf 2:0 – ein Treffer, der aus Sicht des Trainers in einem perfekten Moment fiel: „Das 2:0 ist nach einem Freistoß gefallen, der Ball kam auf die zweite Stange. Der Tormann hat den ersten Ball noch gut pariert, der Nachschuss war drinnen. Das hat Luftenberg ein bisschen den Zahn gezogen.“ Ganz aufgegeben hatten die Gäste aber nicht. „Sie haben nie aufgesteckt, wir hatten das Spiel über weite Strecken trotzdem unter Kontrolle“, sagte Töltsch. In der Nachspielzeit wurde es noch einmal hektisch: Hannes Ausserwöger verkürzte per Elfmeter auf 2:1 (90+2). „Das war meiner Meinung nach ein fragwürdiger Pfiff in der Nachspielzeit“, so der Coach, der aber ergänzte: „Eine Minute später war Schluss – und aufgrund unserer kämpferischen Leistung war es ein verdienter Sieg.“
Entscheidend war für Töltsch nicht ein einzelner Geistesblitz, sondern die Herangehensweise seiner Mannschaft. „Der Einsatz, der Wille, das Mannschaftsauftreten – das hat heute den Ausschlag gegeben. Es war fast ein Sechs-Punkte-Spiel, und die Jungs haben es zu hundert Prozent angenommen“, betonte er. Fußballerisch sei nicht alles Gold gewesen, aber der Trend stimme: „Wir waren die letzten Wochen oft knapp dran und haben spät Gegentore bekommen. Jetzt müssen wir lernen, Spiele neunzig Minuten konsequent fertigzuspielen. Wir sind eine sehr junge, zum Teil noch unroutinierte Truppe – aber wir sind auf einem sehr guten Weg. Ich bin stolz auf die Mannschaft.“ Zum Gegner fand er respektvolle Worte: „Luftenberg hat uns bis zur Mittellinie spielen lassen und dann gut gepresst, mit Nadelstichen auf Konter gelauert. Bei Standards sind sie aufgrund ihrer Robustheit immer gefährlich. Für mich ist das eine Mannschaft, die eigentlich nicht zwingend da hinten stehen sollte.“ Auch zum Unparteiischen äußerte er sich sachlich: „Es gibt Tage, an denen der Schiedsrichter nicht den besten Tag hat. Man kann über vieles diskutieren, aber insgesamt war es eine Leistung zum Akzeptieren.“ Mit dem Dreier steht Marchtrenk bei 24 Punkten, Luftenberg bei 20 – im Abstiegskampf bleibt es eng, doch dieser Heimsieg gibt den Juniors Rückenwind für die nächsten Aufgaben.