In der 1. Klasse Mitte meldete sich die SPG Stahl Linz FC / Ebelsberg mit einem 3:1-Heimsieg gegen die ASK St. Valentin 1b zurück. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit legten die Linzer nach der Pause zu und entschieden die Partie mit einem Doppelschlag. Trainer Endrico Schmoll sprach von einem Pflichtsieg nach der Niederlage der Vorwoche und hob die Steigerung im zweiten Durchgang hervor: „Wir haben das Spiel kontrolliert, waren geduldig und vorne effizienter – das war heute der Schlüssel.“

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Ebelsberg ging genau mit dem Plan ins Spiel, den Endrico Schmoll vorab ausgegeben hatte. „Wir wollten von Anfang an Druck machen und schnell das erste Tor erzielen. Das ist uns gut gelungen“, sagte der Trainer. In Minute 12 klingelte es zum ersten Mal: Benjamin Sylemani brachte die Hausherren 1:0 in Front. Der Jubel war aber kaum verklungen, da nutzte St. Valentin die erste echte Gelegenheit eiskalt – Ali Qurbani stellte in der 16. Minute auf 1:1. „Dann hat der Gegner bei der ersten Chance gleich den Ausgleich gemacht“, ärgerte sich Schmoll, ohne lange nachzutreten. Ebelsberg blieb bis zur Pause das aktivere Team, suchte mit viel Druck das 2:1 und öffnete dabei immer wieder Räume. „In der ersten Halbzeit haben wir gedrückt, um das 2:1 zu machen. Der Gegner war mit zwei, drei Kontern gefährlich, weil wir zu offen gespielt haben“, schilderte Schmoll den Zwischenstand, der zur Halbzeit beim 1:1 blieb.
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie klar auf die Seite der Gastgeber. „In der zweiten Halbzeit haben wir klar dominiert, den Ball gehabt und das Spiel kontrolliert“, fasste Schmoll zusammen. Der Lohn folgte zügig: In der 55. Minute brachte Cosmin-Alexandru Saizu Ebelsberg 2:1 in Führung. Wie der Treffer entstand, beschrieb der Coach präzise: „Das 2:1 war eine Flanke von rechts, unser Spieler drückt den Ball aus sechs Metern links ins Netz.“ Mit der Führung im Rücken ließen die Linzer nicht locker und legten nach. In Minute 66 erhöhte Fatijan Murturi mit einem satten Abschluss auf 3:1 – „ein Schuss von Fatijan Murturi aus dem Sechzehner“, so Schmoll. Ebelsberg blieb geduldig und nutzte seine Momente. „Wir waren sehr motiviert und in der zweiten Halbzeit geduldiger. Vorne waren wir dann effizienter als in der ersten Hälfte“, erklärte der Trainer.
Inhaltlich war für Endrico Schmoll vor allem eines entscheidend: die Reaktion auf die Pleite in der Vorwoche. „Wichtig war dieser Sieg. Wir haben gewusst, wir brauchen ihn. Es war ein Pflichtsieg, damit wir für die restlichen vier Spiele Moral haben und weiter nach oben kämpfen“, betonte der Coach. Seine Mannschaft habe den Plan nach der Pause sauber umgesetzt, hinten wenig zugelassen und vorne in den richtigen Momenten zugeschlagen. Gleichzeitig blieb Schmoll fair im Urteil über den Gegner: „In der ersten Halbzeit war St. Valentin bei ein paar Kontern gefährlich, aber dann haben wir das Spiel kontrolliert und den Sieg geschafft.“ Mit nun 39 Punkten steht Ebelsberg nach der 21. Runde auf Rang zwei, während St. Valentin 1b am Tabellenende bleibt. Für die Linzer ist die Marschrichtung klar: die Geduld und Effizienz aus Hälfte zwei mitnehmen, weiter druckvoll auftreten – und die gute Ausgangslage im Saisonfinish nutzen.