Heißer Abend in der 1. Klasse Mitte: Der ASK St. Valentin 1b ringt die SPG Wilhering/Mühlbach mit 2:1 nieder. Zur Pause lagen die Hausherren noch 0:1 hinten, glichen kurz nach dem Wechsel aus und holten sich den Sieg in Minute 90+3. Besonders bemerkenswert: Nach einer Roten Karte in der 89. Minute spielten die Valentiner die Schlussphase in Unterzahl – und setzten trotzdem den späten Stachel. Trainer Andreas Umhaller sprach von einem „spannenden, kampfbetonten Spiel auf beiden Seiten“ und lobte die Moral seiner Truppe.

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St. Valentin 1b brauchte etwas, um ins Spiel zu kommen, und geriet nach gut einer halben Stunde in Rückstand. In Minute 32 köpfte Daniel Knezevic zum 0:1 ein – eine Szene, die der Trainer so einordnete: „Das 0:1 ist durch eine Flanke gefallen, die wir nicht klären konnten. Wir bekommen das Kopftor.“ Mit dem 0:1 ging es in die Kabinen, aber die Antwort der Heimischen folgte prompt. Nur vier Minuten nach Wiederbeginn, in der 49., stellte Valentin Cancic auf 1:1. Umhaller sprach von einer starken Phase: „Kurz nach der Pause haben wir in unserer Druckphase durch eine Standardsituation den Ausgleich erzielt: ein Fernschuss aus 16 Metern, der aufgekommen ist und den Valentin Cancic verlängert hat.“ Danach entwickelte sich genau das, was der Trainer später einen „offenen Schlagabtausch“ nannte – beide Seiten suchten den Weg nach vorne, Chancen gab es auf beiden Seiten.
Was St. Valentin 1b an diesem Abend auszeichnete, war laut Coach vor allem der Wille. „Wir haben nie aufgegeben. Auch nach dem Rückstand haben wir weitergekämpft, spielerische Akzente gesetzt und viele Torchancen herausgearbeitet“, erklärte Umhaller und fügte an: „Es war nur eine Frage der Zeit, dass wir den Ausgleich machen – und am Schluss auch das Siegestor.“ Ein besonderer Baustein war die Arbeit gegen den Ball. „Wir sind in der Abwehr sehr gut gestanden“, so der Trainer, der zudem seinen Keeper hervorhob: „Wir hatten einen überragenden Torwart, der eigentlich alles rausgefischt hat und die langen Bälle gut mitgespielt hat.“ Auch den Gegner schätzte er hoch ein: „Wilhering ist stark aufgetreten, eine kompakte Mannschaft. Sie hat uns alles abverlangt und bis zum Schluss gekämpft. Das Spiel hätte auch unentschieden ausgehen können.“ Diese Einschätzung passt zu den engen Phasen nach dem 1:1, in denen beide Teams auf die Entscheidung drängten.
Die Schlussminuten hatten es in sich. In der 89. Minute sah St. Valentins Stefan Jorgic Rot, doch selbst die Unterzahl bremste den Mut der Heimischen nicht. Nur wenige Augenblicke später sollte der Abend die entscheidende Wendung nehmen: In der Nachspielzeit, 90+3, traf Christoph Guselbauer zum 2:1 ins Netz. Umhaller sprach von einem Moment, in dem sich Einsatz bezahlt machte: „Es war bis zum Schluss offen – am Ende hatten wir die glücklichere Seite für uns. Das 2:1 durch Christoph Guselbauer war sehr sehenswert.“ Mit dem Schiedsrichter gab es für ihn nichts zu hadern: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut. In der ersten Halbzeit hat er viel laufen lassen, in der zweiten alles im Griff gehabt. Die Rote Karte war berechtigt. Topleistung.“ Nach dem Abpfiff überwog die Erleichterung. „Nach einem Sieg ist es immer eine tolle Stimmung. Es war der zweite Sieg, das gibt der Mannschaft immer mehr Selbstvertrauen. Die Geschlossenheit ist top“, so der Coach, der zum Schluss die Breite des Kaders betonte: „Ich möchte die komplette Mannschaft herausheben, auch die Ersatzspieler, die Woche für Woche Topleistungen bringen.“ Aus dieser Haltung spricht Zuversicht – der ASK St. Valentin 1b will genau diesen Schwung in die nächsten Aufgaben mitnehmen.