In der 1. Klasse Mitte trennte sich der ATSV VLAD St. Martin/Traun vom DSG Union Pichling mit 1:1. St. Martin ging früh durch Saikou Colley (3.) in Führung, Alexander Walter glich kurz vor der Pause (39.) aus. Danach stemmten sich die ersatzgeschwächten Gastgeber gegen Pichlings Druck und brachten den Zähler über die Zeit. Trainer Gerhard Mittermayr war zufrieden: "Jeder hat alles gegeben – für uns ist das, so wie die Lage war, ein guter Punkt."

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Der Start hätte für St. Martin kaum besser laufen können. Nach einem frühen Eckball landete der zweite Ball bei Saikou Colley, der aus vollem Lauf trocken abschloss – 1:0 in Minute 3, der perfekte Rahmen für das Vorhaben der stark ersatzgeschwächten Hausherren. "Das war ein Traumtor, ein Volley genau ins Eck", schilderte Gerhard Mittermayr die Szene. Seine Elf blieb im Anschluss mutig und setzte Nadelstiche. In der 14. Minute hatte Alban Kelmendi das 2:0 am Fuß, der Abschluss ging jedoch nicht rein. Kurz vor der Pause dann der Rückschlag: Alexander Walter traf für Pichling zum 1:1 (39.). Mittermayr ordnete den ersten Abschnitt so ein: "Es war in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel von uns – gegen den Zweitplatzierten."
Mit Wiederbeginn übernahm Pichling über weite Strecken das Kommando, schob die Linie nach vorn und hatte mehr vom Spiel. Genau das bestätigte auch der Heimtrainer: "Der Gegner war sehr kompakt, zweikampfstark und hatte sehr viele Spielanteile." St. Martin antwortete mit Kampf, Laufbereitschaft und enger Staffelung. "Der Zweikampf, die Kampfkraft und die Mannschaft – jeder hat alles gegeben", so Mittermayr. Besonders lobte er seine Hintermannschaft und den Mann zwischen den Pfosten: "Ich möchte unserem Tormann gratulieren, der sehr gut gehalten hat." Außerdem hob er den Abwehrverbund hervor: "Unseren Viererkettenspieler, unseren Chef da hinten, möchte ich hervorheben – sehr routiniert." Chancen im Minutentakt ließen die Hausherren nicht zu, verteidigten konsequent und nahmen Pichling nach und nach den Schwung.
Die Ausgangslage war für St. Martin alles andere als einfach. "Es war sehr schwierig, weil wir sehr viele Ausfälle hatten – sechs, sieben Spieler waren nicht dabei, durch Sperren und Verletzungen", erklärte Mittermayr offen. Umso höher bewertet er das Remis gegen den Tabellenzweiten: "Wir haben dagegengehalten und nach 90 Minuten den Punkt ins Trockene gebracht." Ein strittiger Moment blieb ohne Nachwirkung. "Vielleicht hätte er einen Elfer für uns geben können, aber das war nicht spielentscheidend. Der Schiedsrichter hat ordentlich gepfiffen", wollte Mittermayr keine große Debatte aufmachen. Der Fokus liegt nun auf dem Schlussspurt: "In den letzten vier Spielen wollen wir noch ein paar Punkte mitnehmen." Für ein ersatzgeschwächtes Team, das gegen einen starken Gegner bestehen musste, war dieser Abend ein Zeichen von Zusammenhalt und Disziplin – und ein Zähler, der sich verdient anfühlt.