Im Duell der 1. Klasse Mitte behielt ASKÖ Blaue Elf Linz bei den SC Gartenkomplett Marchtrenk Juniors mit 3:2 die Oberhand. Nach 1:2-Pausenrückstand drehte der Tabellenführer die Partie spät und festigte die Spitze. Trainer Gheorge Cosmin Cibu sprach von einem verdienten Erfolg: "Wir haben es zum Schluss drehen können und aufgrund der zweiten Halbzeit verdient 3:2 gewonnen." Die Schlussphase sorgte für Jubel bei den Gästen.

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Blaue Elf erwischte den besseren Start: Bereits nach wenigen Minuten schlug Youssef Shaheen zu und stellte in Minute 5 auf 0:1. Cibu hob die Entstehung des Premierentreffers hervor: "Das frühe 1:0 ist nach einer schönen Flanke gefallen." Doch statt nachzulegen, verloren die Linzer den Faden. Der Trainer nahm seine Hintermannschaft in die Pflicht: "Wir sind früh in Führung gegangen, haben es danach aber versäumt, das Spiel zu entscheiden. Zwei eklatante Fehler in der Verteidigung haben den Gegner zurückgeholt." Marchtrenk nutzte diese Phase eiskalt. Bozic Mirko traf zunächst in der 34. Minute zum Ausgleich und legte noch vor der Pause in Minute 42 das 2:1 nach. Mit dem 2:1-Halbzeitstand war die Partie komplett gekippt, und die Juniors gingen mit einer ordentlichen Portion Schwung in die Kabinen.
Aus der Pause kam Blaue Elf deutlich aktiver und griff entschlossener an. "In der zweiten Halbzeit haben wir unser Tempo und unsere Aggressivität auf den Platz gebracht. In der ersten Halbzeit eigentlich gar nicht", ordnete Cibu die Wende ein. Der Druck zahlte sich aus: In der 57. Minute erzielte Daniel Kusternig das 2:2 und brachte den Tabellenführer zurück in die Spur. Die Gäste blieben am Drücker. "Mit Fortdauer der Partie hat man gemerkt, dass die junge Mannschaft der Marchtrenker an Kraft verliert. Wir haben noch einmal nachgedrückt", sagte Cibu. Kurz vor Schluss fiel die Entscheidung: In Minute 85 schob Marjan Komarac zum 2:3 ein – und sorgte damit für Jubel bei den Gästen. Die Linzer belohnten sich damit für eine klare Leistungssteigerung im zweiten Durchgang.
Cibu blieb trotz des Auswärtssieges selbstkritisch: "Nicht sehr viel hat funktioniert, muss ich ehrlich sagen. In der zweiten Halbzeit haben wir es geschafft, unser Tempo und unsere Aggressivität einzubringen." Respekt fand er für die Hausherren: "Marchtrenk ist eine sehr junge, hungrige, giftige Mannschaft. Solange sie Kraft hatten, haben sie dagegengehalten. Zum Schluss hat man gemerkt, dass Erfahrung und Kraft fehlen." Zum Unparteiischen gab es lobende Worte: "Der Schiedsrichter hat eine ganz gute Partie geleitet." Was die eigenen Patzer betrifft, bleibt die Aufarbeitung intern: "Die Szenen, die uns betreffen, besprechen wir intern." Sportlich bringt der 3:2-Erfolg wertvolle Zähler: Blaue Elf Linz führt nach Runde 22 mit 48 Punkten vor Union Pichling (43) die Liga an, Marchtrenk hält bei 25 Zählern auf Rang 12. Mit dem Comeback-Sieg untermauern die Linzer ihre Ambitionen, während die tapferen Juniors trotz starker erster Hälfte ohne Punkte dastehen – ein Ergebnis, das aus Sicht von Cibu vor allem die klare Steigerung seiner Mannschaft nach der Pause erklärt.