In der 25. Runde der 1. Klasse Mitte setzte sich die DSG Union Pichling gegen die SPG Wilhering/Mühlbach mit 1:0 durch. Nach einer ausgeglichenen, chancenarmen ersten Hälfte fiel die Entscheidung spät: Simon Zenger traf in Minute 85, ehe die Gäste in der 90. noch eine Rote Karte sahen. Wilhering-Trainer Alexander Oppolzer sprach von einem „umkämpften Spiel“ und haderte mit der verpassten Großchance: „Ein Unentschieden wäre verdient gewesen, aber Pichling war an dem Tag die glücklichere Mannschaft.“

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Über weite Strecken nahm das Spiel den Charakter an, den viele erwartet hatten: intensiv, zweikampfbetont, aber mit wenigen klaren Abschlüssen. „Es war ein sehr umkämpftes Spiel, sehr viel ist zwischen den Strafräumen passiert, mit nicht allzu vielen Torchancen auf beiden Seiten“, fasste Alexander Oppolzer zusammen. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Pichling legte im Finish einen Gang zu, während Wilhering/Mühlbach defensiv lange stabil stand. In Minute 85 war es dann so weit: Torschütze Simon Zenger besorgte das 1:0 für die Hausherren. Oppolzer schilderte die Szene aus seiner Sicht: „Über die linke Seite kam der Stanglpass, ein Pichlinger war frei und hat kurz vor Schluss getroffen.“ In Minute 90 kam noch die Rote Karte gegen Sefik Dzebic hinzu, am Resultat änderte das nichts mehr.
Den Knackpunkt sah der Wilhering-Coach klar vorne. „Nicht so gut funktioniert hat wieder einmal das Spiel im letzten Drittel“, sagte Oppolzer. Die Gäste hatten die große Chance auf die Führung, nutzten sie aber nicht. „Wir hatten Mitte der ersten Halbzeit eine Eins-gegen-eins-Situation. Das beschäftigt uns die letzten Runden schon: Wir nutzen unsere Chancen nicht.“ Genau dieses Versäumnis wurde am Ende teuer. „Es wäre sicher einfacher, einmal mit einer Führung zu spielen“, erklärte Oppolzer und ergänzte mit Blick auf den knappen Ausgang: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, wo das eine Tor entschieden hat. Pichling war vielleicht ein bisschen die glücklichere Mannschaft.“ Auch sein nüchternes Fazit zur Unterschiedsfrage blieb eindeutig: „Sie haben ein Tor geschossen, wir nicht.“
Zum Unparteiischen blieb Oppolzer sachlich: „Ich möchte gar nicht zu viel sagen. Er hatte vielleicht nicht seinen besten Tag, aber daran ist es nicht gelegen, es gab keine spielentscheidenden Situationen.“ Selbst die Rote Karte gegen Sefik Dzebic in Minute 90 bewertete er moderat: „Da hätte vielleicht Gelb auch getan, aber er hat so entschieden. Alles okay.“ Inhaltlich passte das Ergebnis zu den letzten Minuten: Pichling erhöhte gegen Ende den Druck – „man hat gemerkt, dass das für sie ein sehr wichtiges Spiel war“, wie Oppolzer betonte – und nutzte die späte Gelegenheit durch Zenger. Für Wilhering/Mühlbach bleibt die Lehre klar: Im letzten Drittel ankommen und konsequent abschließen. Oder wie es der Trainer zusammenfasste: „Woche für Woche ist es im Moment das gleiche Thema – wir müssen unsere wenigen Chancen nützen.“