Spielberichte

Frühe Nackenschläge, späte Rote: St. Martin/Traun verliert bei Blaue Elf Linz 0:4

Blaue Elf Linz
ATSV St. Martin/Traun

In der 1. Klasse Mitte setzte sich ASKÖ Blaue Elf Linz mit 4:0 gegen ATSV VLAD St. Martin/Traun durch. Der Tabellenführer stellte früh die Weichen, der Gast fand an diesem Tag überhaupt nicht in die Partie und kassierte in der Schlussphase noch eine Rote Karte. St.-Martin-Trainer Gerhard Mittermayr sprach von einem „katastrophalen Tag“ und entschuldigte sich bei den Fans. Linz festigte mit dem Heimsieg die Spitze, St. Martin/Traun bleibt trotz des Dämpfers Vierter.

Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Treffer stellen die Richtung

Die Blaue Elf erwischte den perfekten Start und legte die Basis schon in der Anfangsviertelstunde. In Minute 7 traf Mohamad Alsadek Shaheen zum 1:0, nur sieben Minuten später erhöhte Julius Redl auf 2:0. St. Martin/Traun bekam im Mittelfeld keinen Zugriff, kam laut eigenem Trainer über die ganze Distanz zu keiner echten Chance und ging mit dem klaren Rückstand in die Pause. Nach dem Wechsel blieb der Leader zielstrebig: In der 72. Minute stellte Michael Senn auf 3:0. In der 81. Minute sah St.-Martin-Coach Gerhard Mittermayr Rot, kurz darauf besorgte Dominik Neuhold in der 82. Minute den 4:0-Endstand. Der Spitzenreiter spielte die Partie danach sauber zu Ende, während der Gast an diesem Abend keine Mittel fand, den Lauf der Dinge noch zu drehen.

Mittermayr wird deutlich: „Es hat heute gar nichts gepasst“

Gerhard Mittermayr sparte nach dem Schlusspfiff nicht mit klaren Worten. „Die Leistung war an dem Tag katastrophal. Das sieht man an der 0:4-Niederlage, ich war sehr enttäuscht“, sagte der ATSV-Trainer. Er legte nach: „Wir haben über 90 Minuten keine Torchance herausgespielt und im Abwehrverhalten nicht das gezeigt, was uns sonst auszeichnet.“ Die frühen Gegentore ärgerten ihn besonders: „Zwei billige Tore in Minute sieben und vierzehn – im Mittelfeld nicht gedeckt, durchgelaufen, und schon liegst du 0:2 hinten. Das gegen den, wie ich glaube, kommenden Meister dieser Liga aufzuholen, ist sehr schwer.“ Auch generell fand er keine hellen Momente: „Kein Kampfgeist, keine Spieldisziplin, keine Torgefahr, kein Mannschaftsspiel. Das war ein Tag zum Vergessen.“ Zur Roten Karte sagte Mittermayr: „Ich habe reingeschrien und dann hat mir der Schiedsrichter Rot gezeigt. Das war nichts gegen das Schiedsrichterteam, sondern rein gegen meine Mannschaft.“ Er betonte ausdrücklich: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“

Dominanter Leader, enttäuschter Vierter – Einordnung und Ausblick

Aus Sicht des Gastes war der Gegner „sehr dominant“ und „wollte unbedingt die drei Punkte“, wie Mittermayr anerkannte. Die Fakten des Abends stützen das: Linz traf früh und legte im richtigen Moment nach, St. Martin/Traun fand laut Trainer zu keiner Torchance. Mit dem 4:0 untermauert die Blaue Elf Platz eins (54 Punkte) und geht mit zwei Zählern Vorsprung auf Union Pichling in die Schlusskurve. Trotz des bitteren Abends wollte Mittermayr das Saisonbild nicht kippen: „Ich möchte mich bei unseren Zuschauern entschuldigen. Aber ich bedanke mich beim Verein und bei den Spielern – der vierte Platz ist über die Saison gesehen positiv.“ Zum Schluss blickte er nach vorne und zeigte Größe: „Ich gratuliere dem Gegner. Und ich wünsche dem Verein für die Zukunft alles Gute.“ Für St. Martin/Traun bleibt nach dieser klaren Niederlage vor allem eines: im letzten Auftritt wieder ein anderes Gesicht zu zeigen.

1. Klasse Mitte: BE Linz : ATSV St. Martin/Traun - 4:0 (2:0)

  • 82
    Dominik Neuhold 4:0
  • 72
    Michael Peter Senn 3:0
  • 14
    Julius Redl 2:0
  • 7
    Mohamad Alsadek Shaheen 1:0