Spielberichte

„Mit 2:0 in die Pause hätten wir das Spiel nicht verloren“ – SPG Stahl Linz/Ebelsberg lässt Chancen liegen

SPG Stahl Linz FC/Ebelsberg
Union Thalheim

Zum Saisonauftakt der 1. Klasse Mitte musste sich die SPG Stahl Linz/Ebelsberg zuhause der Union Thalheim mit 2:3 geschlagen geben. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit lag die Heimelf trotz 1:0-Führung zur Pause 1:2 zurück und lief danach hinterher. Trainer Endrico Schmoll sah den Knackpunkt klar in der verpassten Chance auf das 2:0 und in den Gegentoren kurz vor dem Seitenwechsel.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

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Aus der Führung wird kurz vor der Pause ein Rückstand

Schmoll schilderte eine Partie, in der sich beide Mannschaften zunächst wenig schenkten. "Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen. Es waren viele Zweikämpfe drinnen und viel Kampf um den Ball", sagte der Trainer. In dieser Phase brachte ein Standard die Hausherren nach vorne: In der 34. Minute traf Durim Ymeri nach einem Eckball zum 1:0. Lange konnte die Heimelf diesen Vorteil aber nicht halten. In den letzten Minuten vor der Pause drehte sich das Spiel. Dario Kajic glich in der 42. Minute für den Bezirksliga-Absteiger aus, ehe ein Eigentor von Anel Dudakovic noch vor dem Halbzeitpfiff das 1:2 brachte. "In den letzten fünf Minuten haben wir dann zwei Tore bekommen", sagte Schmoll, der genau darin einen schweren Schlag für seine Mannschaft sah. Nach dem Seitenwechsel versuchte seine Elf zwar, wieder zurückzukommen, kassierte aber in der 78. Minute durch Pio Pavlovic das 1:3. Mehr als der Anschlusstreffer von Halil Erdem in der 94. Minute zum 2:3 war danach nicht mehr drin.

Coach Schmoll sieht den Knackpunkt in der ausgelassenen Chance

Für den Trainer war die entscheidende Phase nicht erst das späte 1:2, sondern schon die Zeit direkt nach der eigenen Führung. "Nach dem 1:0 hätten wir zwei gute Chancen gehabt, eine sogar eine sehr große. Wir hätten dort das 2:0 machen können", sagte Schmoll. Genau an dieser Stelle sah er die Partie kippen. "Mit 2:0 in die Pause zu gehen, dann hätten wir das Spiel nicht mehr verloren", meinte er sehr deutlich. Stattdessen fiel nach seiner Einschätzung das 1:1 nach einem individuellen Fehler, das zweite Gegentor bezeichnete er nach dem Eckball als unglücklich. Auch nach der Pause war aus seiner Sicht noch etwas möglich, weil die SPG Stahl Linz FC/Ebelsberg weiter auf den Ausgleich ging. Schmoll sprach von "ein paar guten Aktionen" und mehreren Abschlüssen, doch im letzten Drittel fehlte ihm die nötige Genauigkeit. "Wir hatten schon viel Ballbesitz, aber im Abschluss waren wir nicht genau genug", sagte er. Dazu passte auch sein knappes Fazit: "Es hat uns einiges gefehlt, muss man sagen."

Positiv bleibt der Wille, Thalheim überraschte mit langen Bällen

Trotz der Niederlage nahm Schmoll aus dem ersten Saisonspiel auch etwas mit, das ihm für die nächsten Wochen wichtig erscheint. Vor allem die Reaktion seiner Mannschaft gefiel ihm. "Wir haben nie aufgehört", sagte er und hob hervor, dass seine Elf beim 1:2 genauso weiterarbeitete wie später beim 1:3. Dass Halil Erdem in der Nachspielzeit noch auf 2:3 verkürzte, passte zu diesem Eindruck. "Der Wille war da und das ist positiv für die nächsten Spiele", betonte Schmoll. Gleichzeitig zollte er der Union Thalheim Respekt für eine unangenehme und aktive Vorstellung. "Sie waren sehr agil, sehr aggressiv in den Zweikämpfen und kompakt", sagte der Trainer. Vor allem die vielen langen Bälle vom Tormann und das konsequente Nachgehen auf den zweiten Ball hätten seine Mannschaft überrascht. An der Leitung des Spiels hatte er dagegen nichts auszusetzen. Schmoll meinte nur, dass sich beide Teams an die strengere Auslegung bei Abstößen, Einwürfen und Wechseln gewöhnen müssten. Für die SPG Stahl Linz/Ebelsberg bleibt nach dem 2:3 damit ein Auftakt ohne Punkte, aber auch die Erkenntnis, dass das Spiel laut Trainer an wenigen Momenten kippte.

1. Klasse Mitte: Stahl Linz/Ebelsberg : Thalheim - 2:3 (1:2)

  • 94
    Halil Erdem 2:3
  • 78
    Pio Pavlovic 1:3
  • 45
    Eigentor durch Anel Dudakovic 1:2
  • 42
    Dario Kajic 1:1
  • 34
    Durim Ymeri 1:0