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„Im letzten Drittel können wir besser sein“ – SPG Wilhering/Mühlbach nimmt zum Auftakt einen Punkt mit

Union Leonding
Wilhering/Mühlbach

In der 1. Klasse Mitte ist die SPG Wilhering/Mühlbach mit einem 0:0-Remis bei der Union Leonding gestartet. Trainer Alexander Oppolzer sah vor allem vor der Pause Vorteile für seine junge Mannschaft, am Ende sprach er aber von einem gerechten Remis. Ausschlaggebend war aus seiner Sicht, dass seine Elf im letzten Drittel zu ungenau blieb und aus guten Ansätzen zu wenig machte.

Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Viel Intensität, wenig Spielfluss zum Start

Zum Auftakt war schnell zu sehen, dass an diesem Nachmittag kein feiner Fußball zu erwarten war. Oppolzer schilderte die Rahmenbedingungen sehr offen: "Es war von Anfang an ein sehr intensives Spiel, sicher nicht das schönste Spiel. Das Spielfeld bei der Union Leonding war leider in einem sehr schlechten Zustand." Gerade deshalb hätten beide Mannschaften oft den direkten Weg gesucht und viele hohe Bälle gespielt. "Dann kommt einfach auch nicht wirklich ein schönes Spiel heraus", sagte der Trainer. Für die SPG Wilhering/Mühlbach war das in der Anfangsphase eine Umstellung, doch nach kurzer Anlaufzeit fand seine Mannschaft besser hinein. "Wir haben am Anfang ein bisschen gebraucht, sind dann aber richtig gut ins Spiel gekommen", erklärte Oppolzer. Damit war die Richtung dieser Partie früh vorgegeben: viel Kampf, viel Intensität und wenig klare Aktionen im letzten Drittel.

Vor der Pause mit den besseren Möglichkeiten

Gerade in der ersten Halbzeit sah Oppolzer seine Mannschaft sogar leicht vorne. "Wir haben richtig gut dagegengehalten. Wir waren meiner Meinung nach die bessere Mannschaft", sagte er und führte das auch auf die Arbeit im Mittelfeld zurück. Seine Elf habe dort viele Bälle erobert und im Umschalten ordentliche Ansätze gehabt. Daraus entstanden auch die zwei Möglichkeiten, die für den Trainer die besten Szenen vor der Pause waren. Zunächst kam die SPG Wilhering/Mühlbach nach einer Standardsituation zu einer "sehr, sehr guten Kopfballchance", ließ die Führung aber aus. Kurz darauf folgte wieder nach einem ruhenden Ball die nächste Gelegenheit, als ein Abschluss stark abgewehrt wurde. Oppolzer sprach zudem die Szene von Jan Wintersberger an, der im Strafraum eine gute Möglichkeit hatte, sich aber "leider falsch entschieden" habe. Weil die Partie insgesamt nur wenige Torchancen bot, war das 0:0 zur Halbzeit aus Sicht der Gäste zwar folgerichtig, trotzdem blieb das Gefühl, dass hier mehr drin gewesen wäre.

Nach dem Seitenwechsel wird Leonding gefährlicher

Nach der Pause verschob sich das Bild etwas, auch wenn die Partie weiterhin eng und umkämpft blieb. Oppolzer meinte: "In der zweiten Halbzeit war die Union Leonding vielleicht ein bisschen gefährlicher." Gemeint waren vor allem zwei gute Möglichkeiten der Gastgeber. Einmal wurde im Sechzehner über das Tor geschossen, einmal reagierte der Tormann der SPG Wilhering/Mühlbach "sehr, sehr gut". Viel mehr ließ die Gäste-Defensive aber nicht zu, und genau deshalb blieb das Spiel bis zum Ende offen. "Das waren eigentlich die Highlights dieses Spiels", sagte Oppolzer rückblickend. Seine Einordnung fiel deshalb klar aus: Vor der Pause habe seine Mannschaft Vorteile gehabt, nach dem Seitenwechsel sei Union Leonding etwas gefährlicher gewesen. In Summe sprach für ihn deshalb vieles dafür, dass das 0:0 ein "wahrscheinlich gerechtes Unentschieden" war. Den Gegner beschrieb er als robuste und erfahrene Mannschaft, die unter diesen Platzverhältnissen ebenfalls nicht ihr gewohntes Spiel aufziehen konnte.

Defensive stimmt, vorne sieht der Trainer noch Arbeit

Besonders zufrieden war Oppolzer mit der Arbeit gegen den Ball. "Sehr gut funktioniert hat die Defensive, mit der war ich sehr zufrieden", sagte der Trainer und verteilte das Lob bewusst an die ganze Mannschaft. Gerade weil seine Elf im Vergleich zur Union Leonding sehr jung sei, wertete er es hoch, wie konsequent die Wege nach hinten gemacht wurden. "Wir haben auch die Wege gemacht, die wehtun nach hinten, gerade bei den Temperaturen, bei dem Wetter. Das haben wir sehr, sehr gut gemacht", sagte Oppolzer. Gleichzeitig benannte er aber auch klar die Baustelle für die nächsten Wochen. "Im letzten Drittel haben wir den letzten und vorletzten Pass nicht immer sauber gespielt", erklärte er. Genau daran habe es aus seiner Sicht gelegen, dass aus guten Ballgewinnen und ordentlichen Umschaltsituationen zu wenige zwingende Torchancen entstanden. Der Punkt zum Auftakt wird bei der SPG Wilhering/Mühlbach deshalb nicht schlecht eingeordnet, aber auch nicht überbewertet. "Es ist die erste Runde, es folgen noch viele weitere", sagte Oppolzer. Ein Kompliment gab es zum Schluss auch noch für den Unparteiischen: "Schiedsrichter Kugler hat das sehr, sehr gut geleitet." Unterm Strich nimmt die SPG damit ein torloses Remis, ein sauberes Defensivspiel und eine klare Trainingsaufgabe mit aus Leonding.