In der 1. Klasse Mitte hat der SV Franckviertel Linz gegen die Union BS-PrintStore Pucking mit 0:6 verloren. Das Ergebnis fiel am Ende deutlich aus, doch Adis Ferhatovic sah zunächst eine engere Partie. Der Trainer sprach nach dem Auswärtssieg von einem "Befreiungsschlag" durch das 0:1 und hob vor allem hervor, wie konsequent seine Mannschaft nach der Führung ihren Matchplan umzusetzen begann.

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Ferhatovic machte gleich klar, dass der klare Endstand die ersten Minuten nicht vollständig widerspiegelt. "Die Anfangsphase war ziemlich ausgeglichen", sagte er, und genau so beschrieb er auch den Start in Linz. SV Franckviertel Linz kam nach seinen Worten vor allem über Konter zu gefährlichen Situationen und nutzte dabei Fehler im Puckinger Spielaufbau. "Die haben zwei, drei Kontersituationen gehabt, wo sicher einmal ein Tor sitzen kann", meinte der Trainer. Gleichzeitig hatte aber auch Union BS-PrintStore Pucking eigene Möglichkeiten und ging dann früh in Führung. Jürgen Spielbichler traf in der 11. Minute zum 0:1, das für Ferhatovic der Schlüsselmoment war. "Das erste Tor war natürlich das wichtigste Tor", sagte er. Mit dem 0:2 durch Osman Altay in der 37. Minute legten die Gäste noch vor der Pause nach und gingen mit einem klaren Vorteil in die Kabine.
Ganz entschieden war die Partie aus Sicht des Puckinger Trainers zur Pause aber noch nicht. Er betonte, dass SV Franckviertel Linz bis zum zweiten Gegentor immer wieder gefährlich blieb und einzelne Umschaltmomente hatte. "Bis zum 2:0 hat Franckviertel eigentlich vereinzelt immer wieder gefährliche Kontersituationen gehabt", sagte Ferhatovic und verwies dabei noch einmal auf die Unsauberkeiten im eigenen Aufbau. Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel dann aber endgültig. Zunächst erhöhte ein Eigentor von Dominik Huemer in der 54. Minute auf 0:3, noch in derselben Minute stellte Jürgen Spielbichler mit seinem zweiten Treffer auf 0:4. Genau da sah Ferhatovic die Partie geklärt. "Spätestens in der zweiten Halbzeit nach dem 3:0 war eigentlich der Deckel drauf", erklärte er. Danach sei sein Team weiter am Drücker geblieben, habe das Geschehen kontrolliert und das Spiel sei "doch ein wenig einseitiger geworden".
Dass die Partie nach der Pause so deutlich wurde, führte Ferhatovic vor allem auf die Disziplin seiner Mannschaft zurück. "Wir haben den Matchplan wirklich super umgesetzt", sagte der Trainer, der seine Elf ausdrücklich lobte. Die Spieler würden die Trainingsinhalte "von Woche zu Woche immer besser" umsetzen, die Prinzipien kennen und genau wissen, was verlangt wird. Für ihn war auch wichtig, dass nicht nur die Ordnung stimmte, sondern der Auftritt insgesamt passte. "Heute hat wirklich jeder Gas gegeben. Alle elf auf dem Feld waren motiviert, wollten Fußball spielen und haben auch richtig viel Spaß am Fußball gehabt." Das schlug sich auch im Ergebnis nieder: Daniel Kovarik erhöhte in der 74. Minute auf 0:5, Oguz Tarakci setzte in der 88. Minute den Schlusspunkt zum 0:6. Trotz des klaren Erfolgs sprach Ferhatovic aber auch einen Punkt an, an dem weiter gearbeitet werden müsse. Gerade in den ersten 15 bis 20 Minuten habe es Fehler im Spielaufbau gegeben. "Der Rasen war ziemlich hoch, die Bälle sind immer langsamer geworden. Damit haben wir am Anfang nicht ganz umgehen können", sagte er. Den Gegner stufte er trotzdem hoch ein: "Spielerisch waren sie eigentlich top." Auch mit dem Unparteiischen war er sehr zufrieden. "Es hat keine Aufreger gegeben. Das war top", meinte Ferhatovic. Entsprechend positiv fiel auch sein Schlusswort aus: "Ich bin mega stolz auf die Mannschaft." Die Union Pucking hält damit nach zwei Runden bei sechs Punkten und steht in der Tabelle ganz vorne.