In der 1. Klasse Mitte hat die SPG Wilhering/Mühlbach am Sonntagnachmittag gegen den SC St. Pantaleon-Erla einen 1:0-Heimsieg eingefahren. Trainer Alexander Oppolzer sah über weite Strecken genau das Spiel, das er erwartet hatte: viel Ballbesitz, eine kontrollierte Leistung und einen verdienten Erfolg. Zufrieden war er mit dem Auftritt, auch wenn seine Mannschaft das Spiel aus seiner Sicht schon deutlich früher hätte zumachen müssen.

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Alexander Oppolzer musste nach diesem knappen 1:0 nicht lange überlegen, wie er die 90 Minuten einordnet. „Über neunzig Minuten waren wir eigentlich klar die bessere Mannschaft, haben viel mehr Ballbesitz gehabt und waren von der ersten Minute an die Mannschaft, die gezeigt hat, dass sie das Spiel gewinnen will“, sagte der Trainer. Genau so beschrieb er auch den Grundton dieser Partie. Während der Gegner laut Oppolzer eher abwartend und sehr defensiv auftrat, übernahm seine Mannschaft früh die Kontrolle. Er sagte auch klar, dass das Spiel für ihn schon von Anfang an in die richtige Richtung lief: „Wir haben von Anfang an das Spiel bestimmt.“ Nur im letzten Drittel, vor allem in der ersten Halbzeit, habe noch die letzte Präzision gefehlt. Trotzdem blieb für ihn das Bild eindeutig, weil seine Mannschaft das Geschehen bestimmte und St. Pantaleon-Erla kaum ins eigene Spiel kommen ließ.
Der einzige Treffer des Nachmittags fiel in der 26. Minute, und auch hier fand Oppolzer eine sehr klare Beschreibung. „Das Tor war herausragend herausgespielt, über die Seite mit sehr wenig Kontakten. Super Abschluss von Jan Wintersberger zum 1:0“, sagte er. Damit bekam die Überlegenheit auch ein Ergebnis, das bis zur Pause Bestand hatte. Gleichzeitig klang beim Trainer schon in diesem Moment mit, dass ihn das Resultat nur bedingt zufriedenstellte. Nach seinem Eindruck hätte seine Mannschaft schon vor dem Seitenwechsel weiter wegziehen können. „Wir haben es verabsäumt, zur Halbzeit schon vielleicht 2:0 oder 3:0 zu führen“, meinte Oppolzer. Gerade darin lag für ihn der Punkt, warum das Spiel trotz klarer Vorteile offen blieb. Die Führung war verdient, aber sie fiel aus seiner Sicht zu knapp aus, gemessen an Ballbesitz, Spielkontrolle und den Möglichkeiten, die sich seine Mannschaft erarbeitet hatte.
Nach der Pause hoffte Oppolzer darauf, dass der Gegner etwas mehr aufmachen würde und dadurch mehr Räume entstehen. „Wir haben ein bisschen darauf gehofft, dass der SC St. Pantaleon-Erla vielleicht ein bisschen mehr ins Spiel findet, damit wir mehr Räume haben“, sagte er. Genau da lag aus seiner Sicht aber auch das Verbesserungspotenzial seiner Mannschaft. Sie blieb zwar kontrolliert, verteidigte die wenigen Ansätze des Gegners über Standards „sehr gut weg“ und brachte den Vorsprung am Ende souverän ins Ziel, doch das zweite Tor fiel nicht. Oppolzer sprach das mehrfach offen an: „Besonders in der zweiten Halbzeit haben wir es verabsäumt, das zweite, dritte Tor zu machen, um das Spiel einfach vorzeitig zu entscheiden.“ Deshalb blieb es bis zum Ende eng, obwohl er den Sieg insgesamt als „absolut souverän“ und „hochverdient“ einstufte. Auch mit der Leistung von Schiedsrichter Luckeneder konnte er leben, sie sei „in Ordnung“ gewesen. Viel wichtiger war ihm nach dem Spiel ohnehin der Blick auf die eigene Entwicklung. „Ich glaube, dass wir auf einem richtig guten Weg sind“, sagte Oppolzer. Vor allem die jungen Spieler würden es „sehr, sehr gut“ machen. Die Aufgabe für die nächsten Wochen ist für ihn trotzdem klar umrissen: Chancen besser ausspielen, mehr Tore machen und solche Spiele schneller entscheiden. Dann, davon ist der Trainer überzeugt, kann die SPG Wilhering/Mühlbach in dieser Saison noch eine „richtig gute Meisterschaft“ spielen.