In der 1. Klasse Mitte hat die ASKÖ Fußballschule Linz gegen den SK Kornspitz Asten einen 1:2-Pausenrückstand noch in einen 4:2-Heimsieg gedreht. Für Obmann-Stellvertreter Semih Mehmedi lag der Knackpunkt klar in der Pause: „Die Mannschaft ist mit einem frischen Wind aus der Kabine gekommen.“ Nach zwei Gegentoren vor der Pause legte der Aufsteiger nach dem Seitenwechsel deutlich zu und belohnte sich noch.

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Mehmedi sah zunächst keinen schlechten Beginn seiner Mannschaft. „In der ersten Halbzeit haben wir eigentlich gut gestartet“, sagte der Obmann Stv. nach dem Spiel. Trotzdem geriet die Fußballschule in der 15. Minute in Rückstand, als Farid Musah das 0:1 für den Bezirksliga-Absteiger erzielte. Danach sei sein Team, wie Mehmedi offen einräumte, „nicht so richtig ins Spiel gekommen“. Dass die Partie trotzdem rasch wieder offen war, lag an Stevo Rozic, der nur drei Minuten später zum 1:1 traf. Mehmedi sprach dabei von einem „Traumtor“ aus rund 25 Metern. Ruhe brachte dieser Ausgleich den Gastgebern aber nicht dauerhaft. Asten blieb effektiv, Michael Ebalukhe stellte in der 34. Minute auf 1:2, und mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen.
Gerade die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel waren für Mehmedi der wichtigste Abschnitt des ganzen Nachmittags. „Am Anfang der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft einfach eine Reaktion gezeigt und Vollgas gegeben“, sagte er. Für ihn war das die Phase, in der seine Mannschaft Charakter bewies und zeigte, „was die Mannschaft wirklich spielen kann, wie sie zusammenhält und gemeinsam spielt“. Der Ausgleich durch Hidayet Bulut in der 52. Minute passte genau in dieses Bild, weil Linz damit den Druck sofort in Zählbares umwandelte. Nur acht Minuten später legte Bulut noch einmal nach und drehte die Partie mit dem 3:2 endgültig. Mehmedi fasste diese Phase deutlich zusammen: „Die zweiten 45 Minuten haben wir das Spiel dominiert.“ Nach seiner Einschätzung ließ seine Mannschaft Asten in dieser Zeit fast zu keiner richtigen Chance mehr kommen.
Obwohl am Ende vier Treffer auf dem Spielbericht standen, war Mehmedi mit der Chancenverwertung nur teilweise zufrieden. „Wir waren vor dem Tor effizienter, aber wir haben zu viele Chancen nicht verwertet“, sagte er. Besonders Hidayet Bulut hob er dabei hervor. Der Doppeltorschütze habe „zwei Tore gemacht, hätte aber drei oder vier machen können“. Auch Stevo Rozic sei nach seinem Ausgleichstreffer immer wieder gefährlich gewesen. Mehmedi meinte dazu: „Stevo hat auch ein Tor gemacht, hätte aber noch ein oder zwei drauflegen können.“ Das entscheidende 4:2 fiel erst in der Nachspielzeit durch David Dukanovic, genau gesagt in der 90.+4. Minute. Aus Sicht des Obmanns Stv. hätte seine Mannschaft die Partie aber schon vorher entscheiden müssen: „Wir hätten das Spiel früher entscheiden können.“
Neben dem Ergebnis nahm Mehmedi vor allem mit, wie seine Mannschaft auf den Rückstand geantwortet hat. „In der zweiten Halbzeit haben wir gut verteidigt und nicht zu viele Chancen zugelassen“, sagte er. Den Gegner sah er dabei durchaus nicht schwach. „Der Gegner war nicht schlecht“, meinte Mehmedi, verwies aber auch darauf, dass der SK Asten die eigenen Möglichkeiten vor der Pause sehr konsequent genutzt habe. Diskussionen rund um den Unparteiischen wollte er keine aufmachen: „Im Großen und Ganzen war alles fair.“ Stattdessen richtete er den Blick auf die Entwicklung seiner Mannschaft. „Das Trainerteam macht eine gute Arbeit, die Mannschaft wird Woche zu Woche besser“, sagte Mehmedi. Mit sieben Punkten aus den ersten drei Runden steht die Fußballschule Linz damit auf Platz vier und hat nach dem 4:2 vor allem eines mitgenommen: das Gefühl, ein Spiel auch nach einem Rückstand noch klar drehen zu können.