Spielberichte

"Das 1:0 war sehr wichtig" – SV Franckviertel Linz trifft nach spätem Ausgleich doch noch zum 2:1

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Franckviertel Linz
ATSV St. Martin/Traun

In der 1. Klasse Mitte hat der SV Franckviertel Linz am Samstagnachmittag einen späten 2:1-Erfolg gegen den ATSV VLAD St. Martin/Traun geholt. Neo-Trainer Murat Aplak sah nach verhaltenem Beginn eine Mannschaft, die sich früh fing, lange stabil blieb und auch nach einem aus seiner Sicht frühen Ausschluss nicht auseinanderfiel. Entscheidend war für ihn, dass Franckviertel schon vor dieser Phase in Führung gegangen war und in der Nachspielzeit noch einmal zuschlug.

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Nach zähem Start kommt Franckviertel auf Kurs

Fünf Minuten brauchte Franckviertel laut Aplak, dann war seine Mannschaft in der Partie. Genau das war für ihn die erste wichtige Erkenntnis eines Abends, der nicht geradlinig verlief. "Wir haben fünf Minuten gebraucht, bis wir im Spiel waren. Danach haben wir gut hineingefunden", sagte der Trainer. In der 16. Minute schlug sich diese Phase auch im Ergebnis nieder. Yordan Todorov Georgiev brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und Aplak schilderte den Treffer als sauber ausgespielten Umschaltmoment über die rechte Seite, abgeschlossen mit einem flachen, platzierten Schuss. Für den Coach war dieser Treffer mehr als nur die Führung. "Das 1:0 vor dem Ausschluss war sehr wichtig", sagte er. Mit diesem Vorsprung ging Franckviertel auch in die Pause.


Lange Führung, später Elfmeter zum 1:1

Der Trainer sprach davon, dass sein Team schon früh personell dezimiert gewesen sei und danach über weite Strecken vor allem gegen den Ball arbeiten musste. Gerade das hob Aplak nach dem Spiel deutlich hervor. "Nach dem Ausschluss hat meine Mannschaft richtig gut gegen den Ball gearbeitet und keine Torchancen zugelassen", sagte er. Auch nach der Pause sei es schwierig gewesen, "wenn du 70, 75 Minuten mit einem Mann weniger spielst", trotzdem habe seine Mannschaft weitergespielt und selbst Wege nach vorne gefunden. Lange hielt die Führung, ehe der Ausgleich in der 85. Minute fiel. Im Liveticker war Elsadat Hasani der Torschütze zum 1:1, Aplak schilderte die Szene als verwandelten Elfmeter. Kurz darauf vermerkte der Liveticker in der 89. Minute zudem eine Rote Karte gegen Hasani.

Standard in der Nachspielzeit bringt drei Punkte

Entscheidend war, dass Franckviertel auf dieses 1:1 noch eine Antwort hatte. In der fünften Minute der Nachspielzeit fiel das 2:1 durch Ahmed Pobric, und auch diesen Treffer ordnete der Trainer klar ein. "Das 2:1 war für uns ein Kopfballtor nach einem Standard", sagte Aplak. Damit belohnte sich die Heimmannschaft doch noch für eine Partie, in der laut ihrem Coach viel Laufarbeit und Disziplin nötig waren. Besonders imponierte ihm, wie seine Elf trotz der schwierigen Umstände weiter dagegenhielt. "Da haben wir teilweise wirklich Sachen dabeigehabt, wo ich mir gesagt habe: Spielen wir jetzt elf gegen elf oder zehn gegen elf?" Für Aplak war das ein Zeichen dafür, wie geschlossen seine Mannschaft an diesem Nachmittag gearbeitet hat. "Das war brutal stark von der ganzen Mannschaft", sagte er.

Coach Aplak lobt seine Elf und wird bei der Spielleitung deutlich

Aplak verlor bei aller Freude über die drei Punkte auch die Begleitumstände nicht aus dem Blick. Er betonte, dass er Gegner in dieser Liga grundsätzlich nicht unterschätze und den ATSV St. Martin trotz nur eines Zählers mit voller Ernsthaftigkeit erwartet habe. "Die wollten heute unbedingt gewinnen", sagte er, verwies aber ebenso auf Ausfälle in seinem Kader und darauf, dass die eingesetzten Spieler "eine super Leistung gezeigt" hätten. Sehr deutlich wurde der neue Coach bei der Bewertung der Spielleitung. Er stellte voran, dass er Schiedsrichter normalerweise eher in Schutz nehme, sagte diesmal aber auch: "Die Leistung von Referee Schausberger war für beide Seiten katastrophal." Wichtig sei ihm vor allem ein respektvoller Umgang. "Ich erwarte mir den gleichen Respekt gegenüber Spielern, Funktionären, Gegnern und Trainern." Trotz der hitzigen Partie wünschte er St. Martin zum Abschluss alles Gute. Mit nun 12 Punkten aus sieben Spielen steht der SV Franckviertel Linz vorerst auf Rang sechs, ab Montag gilt der Blick laut Aplak schon dem Auswärtsspiel gegen Pichling.

1. Klasse Mitte: Franckviertel : ATSV St. Martin/Traun - 2:1 (1:0)

  • 95
    Ahmed Pobric 2:1
  • 85
    Elsadat Hasani 1:1
  • 16
    Yordan Todorov Georgiev 1:0