In der 1. Klasse Mitte hat sich der SC St. Pantaleon-Erla gegen den ASK Blaue Elf Wels ein wildes 3:4 geliefert. Der Aufsteiger führte zur Pause 2:0 und legte nach dem Seitenwechsel sogar das 3:0 nach, mussten am Ende aber noch einmal richtig zittern. Für Sektionsleiter Michael Schrempf lag der Unterschied vor allem darin, dass seine Mannschaft die Fehler des Gegners konsequenter nutzte.

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Schrempf erlebte die Partie aus Sicht der Gäste nicht als einseitige Angelegenheit, sondern als ein Spiel, das lange auf Augenhöhe lief. „Es war eine spannende, ausgeglichene Partie, in die St. Pantaleon sehr gut gestartet ist“, sagte der Sektionsleiter. Gerade deshalb bewertete er die erste Halbzeit für seine Mannschaft als umso wichtiger, weil Wels in dieser Phase vor dem Tor entschlossener war. „Wir haben unsere Chancen in der ersten Halbzeit einfach reingekriegt und sind dann eigentlich verdient vorne gewesen“, so Schrempf. Auf der Anzeigetafel schlug sich das in zwei Treffern nieder: Ivan Zeko brachte die Blaue Elf in der 22. Minute mit 1:0 in Führung, Emanuil Metodiev legte in der 36. Minute das 2:0 nach. Aus einer zunächst offenen Begegnung machten die Welser damit eine Partie, in der sie zur Pause den klareren Ertrag auf ihrer Seite hatten.
Direkt nach dem Seitenwechsel schien Wels endgültig auf der Siegerstraße zu sein. Wieder war es Ivan Zeko, der in der 50. Minute traf und auf 3:0 stellte. Doch genau ab diesem Punkt bekam das Spiel noch einmal eine ganz andere Wendung. „Wir haben sie nach ihren Fehlern bestraft, haben es durch unsere eigenen Fehler dann aber selber noch einmal spannend gemacht“, fasste Schrempf die zweite Hälfte zusammen. Tomislav Konta verkürzte in der 56. Minute auf 1:3 und brachte die Gastgeber damit wieder näher heran. Zwar antwortete die Blaue Elf noch einmal stark, als Emanuil Metodiev in der 67. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 4:1 stellte, ganz erledigt war die Partie aber trotzdem nicht. Moritz Riedl machte in der 80. Minute das 2:4, nur zwei Minuten später sorgte Julian Mayr mit dem 3:4 für eine Schlussphase, in der der komfortable Vorsprung der Welser plötzlich nur noch hauchdünn war. Mehr Tore fielen nicht mehr, aber der Spielverlauf zeigte deutlich, warum Schrempf trotz vier erzielter Tore nicht restlos zufrieden war.
Dass die Blaue Elf am Ende trotzdem mit drei Punkten heimfuhr, führte Schrempf nicht nur auf die vier Tore zurück, sondern vor allem auf die Art, wie seine Mannschaft in vielen Duellen auftrat. „Ganz klar unsere Bissigkeit, unsere Aggressivität, dass wir den Gegner zu Fehlern gezwungen haben“, sagte er über das, was aus seiner Sicht gut funktionierte. Gleichzeitig sprach er aber auch sehr offen an, was ihm weniger gefallen hat. „Was wir ganz stark verbessern müssen, sind unsere Fehler da hinten. So haben wir den SC Pantaleon fast noch einmal ins Spiel kommen lassen. Das darf nicht passieren.“ Einen entscheidenden Anteil am Sieg maß er außerdem dem Doppelpack von Emanuil Metodiev bei. „Dass Metodiev zwei Tore geschossen hat, war ganz, ganz wichtig“, sagte Schrempf. Zum Gegner hielt er sich kurz und meinte: „Der Gegner war sehr fair.“ Auch mit dem Unparteiischen war er einverstanden, den er „sehr souverän“ nannte. Für die Welser stehen damit nach sieben Runden 13 Punkte und Rang zwei zu Buche, auch wenn dieses 4:3 zugleich ein klarer Hinweis darauf war, dass vorne vieles gepasst hat, hinten aber noch einiges sauberer werden muss.