In der 1. Klasse Mitte hat sich die SPG Wilhering/Mühlbach in Runde 7 gegen Union Thalheim mit 1:0 durchgesetzt. Lange war es ein offenes und intensives Spiel, ehe Julian Andre Zuser in der 86. Minute den entscheidenden Treffer erzielte. Trainer Alexander Oppolzer sprach danach von einem glücklichen, aber nicht unverdienten Heimsieg und sah vor allem die angenommene Intensität als Schlüssel.

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Oppolzer machte gleich klar, dass er in Wilhering ein Spiel gesehen hat, das für diese Liga viel Tempo und Substanz hatte. "Für ein Erste-Klasse-Spiel war das ein richtig gutes, hochintensives Spiel", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Dass mit Thalheim ein unangenehmer Gegner kam, war ihm schon vor dem Anpfiff bewusst, auch wenn man den Kontrahenten zuvor nicht näher gekannt hatte. Die Gäste bestätigten diesen Eindruck aus seiner Sicht sofort. Sie traten robust auf, brachten aber auch ihre fußballerische Qualität gut auf den Platz. Genau deshalb ging das 0:0 zur Pause laut Oppolzer auch mit leichten Vorteilen für Thalheim in Ordnung, ohne dass seine Mannschaft den Zugriff auf die Partie völlig verloren hätte.
Nach dem Seitenwechsel sah der Heimtrainer dann aber ein anderes Bild. Diesmal war seine Mannschaft die aktivere, und genau dieser Wechsel im Spielverlauf war für ihn ein ganz wesentlicher Punkt. "Der wichtigste Moment war, dass wir die Intensität angenommen haben", sagte Oppolzer. Wilhering/Mühlbach habe gewusst, dass da ein sehr guter Gegner kommt, und wollte gerade in so einem Spiel nicht nachgeben. Besonders wichtig war für den Coach, dass seine Elf auch in jenen Phasen standhielt, in denen Thalheim wieder Druck machte. "Wir haben uns in die Schüsse geworfen und alles versucht, damit wir kein Tor bekommen", erklärte Oppolzer. Dass dabei auch ein- oder zweimal Glück dabei war, verschwieg er nicht. Für ihn überwog aber, dass seine Mannschaft alles auf dem Platz ließ und nie aufgehört hat, an diesen Sieg zu glauben.
Das entscheidende Tor fiel erst in der 86. Minute, und auch diese Szene schilderte Oppolzer ganz konkret. Aus der Innenverteidigung spielte Paul Paireder einen guten Ball hinter die Abwehr von Thalheim. Julian Andre Zuser reagierte richtig und nutzte diese Situation zum 1:0. Mehr brauchte es an diesem Nachmittag nicht. "Wir haben dann einfach das eine Tor mehr gemacht als Thalheim", sagte der Trainer, und genau so lässt sich der Spielausgang aus seiner Sicht auch zusammenfassen. Über weite Strecken blieb die Partie eng, weshalb Oppolzer sogar sagte, ein Unentschieden wäre vielleicht das gerechteste Ergebnis gewesen. Trotzdem ordnete er den Erfolg als "glücklich, aber nicht komplett unverdient" ein, weil seine Mannschaft in der zweiten Hälfte mehr vom Spiel hatte und sich für ihren Aufwand am Ende doch noch belohnte.
Dass dieser knappe Erfolg für Wilhering/Mühlbach mehr war als nur ein weiterer Dreier, machte Oppolzer in seiner Einordnung deutlich. Er sprach von einem "enorm wichtigen Sieg", weil er Thalheim als richtig gute Mannschaft einschätzt, die für ihn bis zum Schluss ganz vorne dabei sein wird. Lob gab es deshalb nicht nur für das eigene Team, sondern auch für den Gegner, der in jedem Mannschaftsteil stark besetzt sei. Selbst mit dem Unparteiischen war der Trainer zufrieden und meinte, dieser habe "eine sehr ordentliche Leistung gebracht". Besonders positiv blickte Oppolzer aber auf die Entwicklung seiner eigenen Mannschaft. "Wir schauen im Training, dass die Intensität hoch ist, und die Spieler ziehen richtig gut mit", sagte er. Genau das sei aktuell ein Schlüssel für den Erfolg. Mit 14 Punkten bleibt Wilhering/Mühlbach in der Spitzengruppe, nun wartet mit dem Auswärtsspiel in Asten schon der nächste schwere Gegner.