Spielberichte

1:8-Debakel in Pichling: „Wir waren weit weg vom Gegner und haben schlecht gegen den Ball gearbeitet“

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Union Pichling
Franckviertel Linz

In der 1. Klasse Mitte hat die DSG Union Pichling den SV Franckviertel Linz mit 8:1 klar besiegt. Schon zur Pause lagen die Gäste 0:3 zurück, nach Seitenwechsel wurde es noch deutlicher. Neo-Trainer Murat Aplak machte nach dem Spiel vor allem das schwache Verhalten gegen den Ball, fehlende Fitness und einen insgesamt gebrauchten Samstagnachmittag seiner Mannschaft für die deutliche Niederlage verantwortlich.

Nahaufnahme: Spieler holt zum Eckball aus. Weiß-grüner Ball, grüne Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früh in Rückstand, nach der Pause endgültig überrollt

Dass Franckviertel an diesem Nachmittag nie in die Partie fand, zeigte sich schon früh am Spielstand. Benjamin Temidayo Junior Joseph brachte Pichling in der 10. Minute in Führung und legte damit den Grundstein für einen klaren Heimsieg. Danach blieb die Partie aus Sicht der Gäste weiter schwierig. Julian Henebichler erhöhte in der 23. Minute auf 2:0 und sorgte in der 33. Minute auch für den dritten Treffer. Nach dem Seitenwechsel legte Simon Zenger das 4:0 nach, ehe Joseph mit seinem zweiten Treffer und Henebichler mit dem 6:0 die Partie endgültig entschieden. Franckviertel kam durch Muhanad Zendaki noch zum Ehrentreffer, doch Alexander Walter stellte kurz darauf auf 7:1. Den Schlusspunkt setzte wieder Benjamin Temidayo Junior Joseph mit seinem dritten Tor in der 88. Minute zum 8:1-Endstand.


„Wenn wir das nicht umsetzen, kommen solche Resultate raus“

Aplak sprach nach dem Schlusspfiff sehr offen über den Auftritt seiner Mannschaft und suchte die Ursachen klar bei seinem Team. „Wir haben nie richtig in das Spiel reingefunden. Es war einfach ein schlechter Tag von uns, und wir haben sehr schlecht gegen den Ball gearbeitet“, sagte der Trainer. Gerade darin sah er den größten Unterschied zu den vergangenen Wochen, in denen Franckviertel über Einsatz, Disziplin und Arbeit gegen den Ball zu Resultaten gekommen war. Diesmal sei seine Mannschaft aber „weit weg vom Gegner“ gewesen. Auch das eigene System funktionierte aus seiner Sicht nicht so, wie es nötig gewesen wäre: „Wenn wir das nicht hundertprozentig umsetzen, kommen solche Resultate raus.“ Aplak verwies dabei auch auf die Grundordnung mit Fünferkette und darauf, dass schon vorne zu wenig Druck auf den Gegner entstanden sei. Wenn mehrere Spieler die Wege gegen den Ball nicht mitgehen, dann würden auf einem großen Platz sofort Löcher entstehen. Den Anteil des Gegners sprach er dabei ausdrücklich an: „Der Gegner war fitter. Die haben den Ball gut laufen lassen, sich gut bewegt und die tiefen Läufe gesucht.“

Kein Alibi, sondern Blick auf Reaktion

Bemerkenswert war, dass der neue Coach trotz des klaren Ergebnisses keine Nebenschauplätze aufmachte. Den Unparteiischen nahm er ausdrücklich aus der Diskussion. „Die Leistung von Schiedsrichter Ömer war okay. Er hat alles gut im Griff gehabt und eine gute Partie gepfiffen. Es ist nur an uns gelegen“, stellte Aplak klar. Gleichzeitig sprach er auch einen möglichen Spannungsabfall an. Nach zuletzt vier Siegen habe man den Gegner vielleicht ein wenig unterschätzt, dazu sei schon das Aufwärmen „ein bisschen leise“ gewesen. Den Fitnesszustand nannte er sogar offen den entscheidenden Unterschied, ordnete das aber auch ein: Er selbst sei erst seit vier, fünf Wochen im Amt und habe weder die Sommeraufbauzeit noch die Transfers miterlebt. Trotzdem bleibt er bei seiner Linie. „Die Burschen sind willig“, sagte Aplak, verwies auf die junge Mannschaft und erwartet nun eine Reaktion.

1. Klasse Mitte: Pichling : Franckviertel - 8:1 (3:0)

  • 88
    Benjamin Temidayo Junior Joseph 8:1
  • 71
    Alexander Walter 7:1
  • 68
    Muhanad Zendaki 6:1
  • 59
    Julian Henebichler 6:0
  • 57
    Benjamin Temidayo Junior Joseph 5:0
  • 49
    Simon Zenger 4:0
  • 33
    Julian Henebichler 3:0
  • 23
    Julian Henebichler 2:0
  • 10
    Benjamin Temidayo Junior Joseph 1:0