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„Für mich ist das Spiel nach dem Elfmeter gekippt“ – ASKÖ Dionysen/Traun verliert in Wels trotz früher Führung 3:7

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Blaue Elf Wels
Dionysen/Traun

In der 1. Klasse Mitte hat die ASKÖ Dionysen/Traun am Samstagnachmittag beim ASK Blaue Elf Wels mit 3:7 verloren. Dabei startete der Tabellenvorletzte nach Einschätzung von Co-Trainer Harun Feraget stark in die Partie und ging früh in Führung. Dass es am Ende trotzdem so deutlich wurde, machte er vor allem an der Phase nach dem 1:3 fest. "Für mich ist das Spiel nach dem Elfmeter gekippt", sagte Feraget unmittelbar nach dem Schlusspfiff.

Zweikampf zwischen Spielern in Rot und Weiß-Blau - Ball in der Luft

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Starker Start der Gäste, Wels dreht Spiel noch vor der Pause

Der Beginn sprach tatsächlich zunächst für Dionysen/Traun. Nikolaus Dabo brachte die Gäste in der 10. Minute mit 1:0 in Front, und genau diese Anfangsphase hob Feraget auch hervor. "Wir haben sehr gut begonnen und sind unserem Plan nachgegangen", sagte der Co-Trainer. Lange hielt die Führung aber nicht. Emanuil Metodiev glich nach 22 Minuten für die Blaue Elf aus, kurz vor der Pause drehte Ivan Zeko die Partie auf 2:1. Feraget ärgerte dabei weniger die nackte Zahl auf der Anzeigetafel als die Entstehung der Gegentore. "Danach bekommen wir leider zwei lange Bälle nicht in den Griff und bekommen zwei Gegentore", sagte er. So ging es aus Sicht der Gäste trotz ordentlichem Start mit einem Rückstand in die Kabine.

3:1 als Knackpunkt aus Sicht von Co-Trainer Feraget

Nach Wiederbeginn fiel dann früh das 3:1, wieder durch Zeko in der 53. Minute, und genau daran rieb sich Feraget besonders. Er sprach von einer sehr emotionalen Partie mit vielen Entscheidungen und machte klar, wie sehr ihn diese Szene beschäftigte. "Für mich hat der Schiedsrichter entscheidend ins Spiel eingegriffen durch einen Elfmeter, der meiner Meinung nach überhaupt keiner war", sagte er. Fakt ist: Mit dem dritten Welser Tor wuchs der Rückstand, und die Partie lief immer mehr in Richtung Gastgeber. Zeko legte in der 67. Minute das 4:1 nach. Dionysen/Traun kam durch Dabo in der 73. Minute noch einmal auf 2:4 heran, und Feraget meinte sogar, seine Mannschaft sei in dieser Phase wieder besser ins Spiel gekommen. Umso bitterer war für ihn, dass die Antwort der Welser fast sofort kam.


Rote Karte, weitere Gegentore und viel Ärger in Schlussphase

Diese Antwort lieferte Emanuil Metodiev mit dem 5:2 in der 77. Minute. Eine Minute später sah Marcel Zellner die Rote Karte, womit Dionysen/Traun die Schlussphase nur noch zu zehnt bestreiten konnte. Auch dazu hatte Feraget eine klare Sicht. Vor der Aktion an Zellner habe es aus seiner Sicht ein Foul an seinem Spieler geben müssen, sagte er, danach habe Zellner "leider die Sicherungen verloren". Überhaupt war der Co-Trainer mit der Linie des Unparteiischen im zweiten Durchgang unzufrieden. Der Schiedsrichter habe die ersten 15 bis 20 Minuten noch "richtig gut" geleitet, danach habe er die Partie laut Feraget nicht mehr unter Kontrolle gehabt. In Unterzahl wurde es dann richtig schwer. Zeko erhöhte in der 80. Minute auf 6:2 und traf in der Nachspielzeit noch einmal zum 7:2. Feraget sprach zudem von "vielen strittigen Entscheidungen" und von weiteren Toren, die für ihn "sehr, sehr stark abseitsverdächtig" gewesen seien. Den letzten Treffer des Tages setzte dennoch Dionysen/Traun: Mladen Covic verkürzte in der 93. Minute noch auf 3:7.

Drei Tore als kleiner Lichtblick, im Zentrum fehlte letzte Konsequenz

Trotz der sieben Gegentreffer wollte Feraget die eigene Leistung nicht nur schlechtreden. "Positiv ist, dass wir trotzdem drei Tore geschossen haben", sagte er und legte nach: "Wir waren von Anfang an klar die bessere Mannschaft und eigentlich immer im Spiel drinnen." Dass das aus seiner Sicht zu einem Punkt hätte reichen können, sagte er ebenso deutlich, auch wenn der Endstand etwas anderes erzählt. In der Analyse wurde der Co-Trainer dann konkreter. Gefehlt hätten "die letzten fünf oder zehn Prozent Zweikampfstärke", außerdem hätte seine Mannschaft im Mittelfeld enger stehen und nach vorne entschlossener sein müssen. Genau dort lag für ihn ein weiterer Schlüssel an diesem Nachmittag: zu offene Räume, zu viele Löcher im Zentrum und ein Gegner, der "seine Chancen genutzt" und "schnell nach vorne gespielt" habe. Für die ASKÖ Dionysen/Traun bleibt nach dem 3:7 damit viel aufzuarbeiten, ehe es am nächsten Sonntag gegen die SC Marchtrenk Juniors weitergeht.

1. Klasse Mitte: B.Elf Wels : Dionysen/Traun - 7:3 (2:1)

  • 93
    Mladen Covic 7:3
  • 91
    Ivan Zeko 7:2
  • 80
    Ivan Zeko 6:2
  • 77
    Emanuil Metodiev 5:2
  • 73
    Nikolaus Dabo 4:2
  • 67
    Ivan Zeko 4:1
  • 53
    Ivan Zeko 3:1
  • 39
    Ivan Zeko 2:1
  • 22
    Emanuil Metodiev 1:1
  • 10
    Nikolaus Dabo 0:1