Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga hat sich die TSU SCRIMO Wartberg/Aist schneller und souveräner in der neuen Umgebung zurechtgefunden, als es bei einem Ligawechsel oft der Fall ist. Die Mannschaft von Trainer Dominik Grössling liegt zur Saisonhalbzeit in der 1. Klasse Nord-Ost mit 25 Punkten auf Rang vier und damit genau in jenem Tabellenbereich, den man im Verein vor Saisonbeginn angepeilt hatte. Vor allem defensiv präsentierten sich die Wartberger einmal mehr extrem gefestigt: Nur zwölf Gegentore sprechen eine klare Sprache. Offensiv gibt es hingegen noch Luft nach oben. Bester Torschütze im Herbst war Alexander Lindmeir mit acht Treffern.
Sektionsleiter David Schimpl zieht insgesamt ein positives Fazit. Die Mannschaft habe sich rasch an die Anforderungen der 1. Klasse angepasst und früh Stabilität gefunden. „Genau in dem Bereich, wie wir es uns vorgestellt haben – sehr solide und schnell an die Liga gewöhnt“, beschreibt Schimpl den bisherigen Saisonverlauf. Gerade nach einem Abstieg sei das keineswegs selbstverständlich.
Dass offensiv nicht immer die letzte Durchschlagskraft vorhanden war, sieht man im Verein realistisch. Wartberg verfüge über keinen klassischen Torjäger, der Jahr für Jahr 20 Treffer garantiere. Umso erfreulicher sei der Herbst von Alexander Lindmeir verlaufen. „Positiv zu erwähnen ist, dass Alexander Lindmeir achtmal getroffen hat. Er hatte einen Lauf – und war zu Saisonbeginn eigentlich noch in der Verteidigung“, so Schimpl.
Die große Stärke der Wartberger ist – wie schon in den vergangenen Jahren – die Defensive. Die lediglich zwölf Gegentore überraschen die Verantwortlichen daher kaum. „Das ist traditionell unsere Stärke. Wir waren auch in der Bezirksliga schon sehr kompakt“, erklärt Schimpl. Diese defensive Konstanz habe es ermöglicht, auch enge Spiele auf die eigene Seite zu ziehen oder zumindest nicht zu verlieren.
Gleichzeitig räumt man ein, dass bei manchen Partien durchaus noch mehr möglich gewesen wäre. Schimpl verweist beispielhaft auf die Spiele gegen Rainbach oder Lasberg, in denen Kleinigkeiten entscheidend waren. „Wenn da einmal ein Tor mehr fällt, hätten wir sicher noch ein paar Punkte mehr“, meint er, betont aber im gleichen Atemzug: „Prinzipiell sind wir sehr zufrieden.“
Für das Frühjahr gibt es bei Wartberg klare, aber bewusst bodenständige Zielsetzungen. Man wolle sich weiterhin im aktuellen Tabellenbereich bewegen, möglichst lange vorne dranbleiben und gleichzeitig die Entwicklung im Blick behalten. Ein Angriff auf die Spitze um jeden Preis sei nicht vorgesehen. „Es ist nicht das Ziel, dass wir ganz vorne mitspielen. Wir wollen vorne dabei bleiben, Junge integrieren und ihnen Spielminuten geben“, so Schimpl.
Auch in der Winterübertrittszeit setzt Wartberg/Aist auf Konstanz. Es wird weder Zugänge noch Abgänge geben. „Wir bleiben komplett gleich“, stellt Schimpl klar. Der vorhandene Kader genieße das volle Vertrauen von Trainerteam und Vereinsführung. Der Trainingsbetrieb läuft bereits seit dem 19. Jänner. Ein erstes Testspiel gegen Katsdorf diente vor allem der Bewegung und Durchmischung – gespielt wurde mit zwei Blöcken, inklusive vieler Reservespieler. Das Ergebnis (0:3) stand dabei im Hintergrund.
In den Semesterferien steht für die TSU noch ein Trainingslager in der Slowakei auf dem Programm. Dabei reist der komplette Kader inklusive Reserve an. Neben sportlichen Inhalten soll auch der Teamgedanke weiter gestärkt werden. „Das ist natürlich auch fürs Teambuilding wichtig“, so Schimpl.