In der Landesliga West dominierte der SV Gmundner Milch am Freitagabend den SK Bad Wimsbach mit einem eindrucksvollen 4:0-Sieg. Vor heimischem Publikum in der LSP-Arena zeigten die Traunseestädter eine starke Leistung und untermauerten ihre Tabellenführung. Die Gäste aus Bad Wimsbach kämpften tapfer, mussten sich jedoch nach einer frühen roten Karte und dem kraftvollen Spiel der Gmundner geschlagen geben.
Die Partie begann mit einem munteren Auftakt, bei dem beide Teams aggressiv agierten. Bereits in der 11. Minute sah sich Raffael Seyr vom SK Bad Wimsbach nach einer Notbremse gegen Tobias Karrer mit einer roten Karte vom Platz verwiesen. Diese Entscheidung des Schiedsrichters Günther Nebel stellte die Gäste vor eine große Herausforderung. In Unterzahl hielten die Bad Wimsbacher jedoch zunächst stand, und der Ersatztorhüter Simon Oelz zeigte mehrere starke Paraden.
Der SV Gmundner Milch, angeführt von Jakob Obernberger, drängte kontinuierlich auf die Führung. In der 45. Minute erzielte Obernberger nach einem präzisen Zuspiel aus kurzer Distanz das 1:0 für die Gmundner. Dieser Treffer stellte die Weichen für die zweite Hälfte der Partie.
Nach der Halbzeitpause kam der SV Gmunden mit voller Kraft aus der Kabine. Bereits in der 49. Minute erhöhte Amar Hodzic mit einem spektakulären Kopfballtreffer nach einer Flanke von Ermin Durgutovic auf 2:0. Nur vier Minuten später war es erneut Hodzic, der nach einem cleveren Solo den Ball über den herausstürmenden SKW-Goalie hinweg zum 3:0 lupfte.
Die Heimmannschaft dominierte weiterhin das Spielgeschehen. In der 58. Minute setzte Ermin Durgutovic den Schlusspunkt, als er einen abgefälschten Ball gekonnt zum 4:0 einnetzte. Damit war das Schicksal der Gäste besiegelt, die trotz aller Bemühungen nicht mehr ins Spiel zurückfanden.
Der SV Gmundner Milch ließ in der Schlussphase Ball und Gegner geschickt laufen und sicherte sich so einen souveränen Sieg. Die Bad Wimsbacher hatten in der 90. Minute durch Jan Kolnberger noch eine Gelegenheit zum Ehrentreffer, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei.
Mit diesem deutlichen Erfolg festigt der SV Gmundner Milch seine Position an der Tabellenspitze der Landesliga West und zeigt, dass sie weiterhin ein ernstzunehmender Titelanwärter sind. Die Keramikstädter bewiesen nicht nur ihre offensiven Qualitäten, sondern auch, dass sie in der Lage sind, ein Spiel clever zu verwalten. Die Gäste aus Bad Wimsbach müssen hingegen die Niederlage schnell abschütteln und sich auf kommende Aufgaben konzentrieren.
Stimmen zum Spiel:
Martin Plasser (Trainer, SK Schachner Bad Wimsbach):
„Die ersten zehn Minuten waren eine ausgeglichene Partie. Wir hatten auch das Gefühl, dass wir gut in die Begegnung hineingefunden haben und dass es eine offene Partie werden kann. Wir zeichneten uns beispielsweise durch gute Spielaufbauphasen und hohe Ballgewinne aus.Mit der ersten nennenswerten Aktion mussten wir dann eine Rote Karte hinnehmen. Mit einem Mann weniger am Feld ist es gegen Gmunden natürlich sehr schwierig, weil sie sehr ballsicher sind. Im Spiel nach vorne konnten wir sie dadurch nicht mehr so gut unter Druck setzen.Trotzdem haben wir in der ersten Hälfte eigentlich noch relativ souverän verteidigt. Natürlich lässt man die eine oder andere Möglichkeit zu, leider kassierten wir in der 45. Minute noch das Gegentor.
Ich möchte aber positiv hervorheben, dass die Köpfe bei einem Spielstand von 4:0 nicht in den Sand gesteckt wurden. Die Mannschaft hielt trotzdem am hohen Laufpensum fest und versuchte, auch in Unterzahl selbst Chancen zu kreieren. Das ist ein sehr positives Fazit nach der Begegnung, denn die Moral hat absolut gestimmt.“
Christoph Brummayr (Trainer, SV Gmunder Milch):
„Wir waren schon vor dem Gegner gewarnt, weil sie kadertechnisch absolut zu den besten Mannschaften der ganzen Liga gehören. Wir waren allerdings sehr konzentriert und haben gut begonnen. Nach der Roten Karte sind sie sehr tief gestanden und haben die Bälle nur mehr aus der Gefahrenzone hinausbefördert. In der ersten Hälfte haben wir Bad Wimsbach schon ein wenig müde gespielt, da sie sehr viel Laufarbeit verrichten mussten. Schlussendlich war es natürlich ein verdienter Sieg. Der Ausschluss hat uns sicher in die Karten gespielt. Nach dem 4:0 hätten wir aber schon noch ein oder zwei Tore nachlegen können, doch mit diesem komfortablen Endstand sind wir zufrieden.“