1. Klasse Nord-Ost

Union Ried/Riedmark: Neuer Trainer bringt frischen Wind im Abstiegskampf

Die Hinrunde verlief für die Union Ried/Riedmark in der 1. Klasse Nord-Ost alles andere als nach Wunsch. Mit lediglich sieben Punkten überwintert das Team auf Rang zwölf der Tabelle und musste lange sogar die rote Laterne tragen. Erst ein wichtiger Sieg zum Herbstabschluss in Baumgartenberg brachte etwas Luft im Tabellenkeller. Vor allem defensiv hatte die Mannschaft große Probleme: 46 Gegentore bedeuten den mit Abstand höchsten Wert der Liga. In der Winterpause zog der Verein daher die Reißleine und setzte mit Matthias Lindtner einen neuen Trainer ein, der frischen Schwung in die Mannschaft bringen soll.

Frischer Wind im Trainerteam

Der neue Coach kam von Union Naarn und bildet gemeinsam mit Co-Trainer Niklas Rimser das neue Trainerduo. Sektionsleiter Michael Stegfellner spricht von einer positiven Entwicklung seit dem Trainerwechsel. „Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut mit dem neuen Trainerteam“, erklärt Stegfellner. „Sie bringen frischen Wind rein und arbeiten sehr gut zusammen.“ Das Team sei eine Mischung aus jungen Spielern und erfahrenen Kräften – eine Kombination, die laut Verein durchaus Potenzial hat.

Trainingslager unter idealen Bedingungen

Die Vorbereitung führte die Mannschaft nach Burgau in der Steiermark. Quartier bezog das Team vor Ort, trainiert wurde auf dem Kunstrasen in Stegersbach. Dort absolvierte Ried/Riedmark auch ein Testspiel gegen den burgenländischen Zweitklasseverein Deutsch Schützen, das 2:2 endete. „Das Wetter war ein Traum – jeden Tag sonnig und perfekte Temperaturen“, berichtet Stegfellner. „Besser kann ein Trainingslager eigentlich nicht laufen.“ Verletzungssorgen gab es in der Vorbereitung kaum, sodass das Trainerteam mit nahezu vollständigem Kader arbeiten konnte.

Positive Ergebnisse in der Vorbereitung

Auch die Testspielergebnisse lassen vorsichtig optimistisch in Richtung Frühjahrsstart blicken. Neben Siegen gegen Neuhofen/Krems (2:1), Pichling (3:2) und Luftenberg (6:3) gab es ein Remis gegen Eberstalzell (0:0) sowie knappe Niederlagen gegen Altenberg (1:2) und Perg/Windhaag (1:2). Ein Thema bleibt allerdings die Chancenverwertung. „Wir spielen uns viele Möglichkeiten heraus, aber wir müssen die Chancen auch konsequent nutzen“, betont Stegfellner.

Verstärkung für das Zentrum

Im Winter wurde der Kader gezielt verstärkt. Besonders große Erwartungen ruhen auf Maxim Bogdan, der vom SK Strobl kam. „Er ist auf jeden Fall eine Verstärkung und ein wichtiger Spieler für unser Zentrum“, sagt Stegfellner. „Er kommt aus der Salzburger Landesliga und bringt Qualität mit.“ Auch der junge Felix Haider, der aus Naarn geholt wurde, konnte sich in der Vorbereitung empfehlen. Weitere Neuzugänge sollen vor allem zusätzliche Breite in den Kader bringen.

Wichtige Spiele zum Auftakt

Der Start ins Frühjahr hat es für Ried/Riedmark gleich in sich. Zunächst geht es auswärts nach Schenkenfelden, ehe zuhause Bad Zell wartet – für Stegfellner bereits ein Schlüsselspiel. „Das Heimspiel gegen Bad Zell ist für uns ein Sechspunktespiel. Wenn wir das gewinnen, wäre das ein wichtiger Schritt, um den Anschluss zu halten.“ Beim Auftakt in Schenkenfelden könnte ein Detail sogar zum Vorteil werden: „Wir haben den ganzen Winter viel auf Kunstrasen trainiert und gespielt. Da finde ich es für uns gut, dass wir das Kunstrasenmatch in Schenkenfelden gleich zum Start haben und sich eine Umstellung während der Saison ersparen.“

Hoffnung auf erfolgreiche Aufholjagd

Trotz der schwierigen Ausgangslage herrscht im Verein vorsichtiger Optimismus. Die Vorbereitung verlief positiv, das neue Trainerteam bringt neue Impulse und die Mannschaft wirkt geschlossen. In einer Liga, in der laut Stegfellner „jeder jeden schlagen kann“, hofft die Union Ried/Riedmark nun auf eine erfolgreiche Aufholjagd im Frühjahr – und darauf, den Abstiegskampf möglichst früh hinter sich zu lassen.