Nach dem Klassenerhalt in der 1. Klasse Nord-Ost richtet sich der Blick bei Union Bad Zell schon wieder nach vorne. Trainer Kevin Buchberger zieht nach Platz elf und 24 Punkten eine positive Bilanz, macht aber auch klar, dass es in mehreren Bereichen noch Luft nach oben gibt. Große personelle Veränderungen sind im Sommer nicht geplant, stattdessen soll das bestehende Gerüst den nächsten Schritt machen.

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Der elfte Tabellenplatz zeigt recht gut, wie die Saison von Bad Zell verlaufen ist. Die Mannschaft bewegte sich über weite Strecken im unteren Mittelfeld, stand nach der ersten Runde auf Rang zwölf, arbeitete sich zwischenzeitlich bis auf Platz acht vor und beendete die Spielzeit schließlich auf Rang elf. Auch in den letzten fünf Partien war noch einmal einiges dabei: ein 3:2 gegen Schenkenfelden/Leonfelden 1c, ein 1:0 bei Union Rainbach i.M., ein 0:0 gegen St. Pantaleon/Erla und zum Abschluss Niederlagen gegen ASV Hagenberg und TSU Wartberg/Aist. Für Buchberger bleibt der Grundton trotzdem klar positiv. „Zuerst einmal bin ich stolz auf die Mannschaft. Wir hatten Höhen und Tiefen, aber die Mannschaft hat nie aufgegeben und Charakter gezeigt. Wir haben den Klassenerhalt geschafft und auch die Reservemannschaft entwickelt sich in die richtige Richtung“, sagt der Trainer. Dass er trotz mancher Rückschläge nicht nur auf nackte Ergebnisse schaut, wird in dieser Einschätzung deutlich. Für ihn zählt, dass das große Ziel erreicht wurde und sich zugleich im Verein etwas entwickelt.
Während bei vielen Vereinen die Sommerpause oft von Zu- und Abgängen bestimmt wird, bleibt es in Bad Zell ruhig. Buchberger kündigt keine größeren Veränderungen an und legt den Schwerpunkt klar auf den vorhandenen Kader. „Der Kader wird gleich bleiben. Wir setzen auf unser Kollektiv und unsere Jugend, um dies weiterzuentwickeln“, sagt er. Auch bei möglichen Neuzugängen bleibt die Linie eindeutig. „Nein, wir setzen auf uns, auf unsere Leute.“ Dazu passt, dass es laut Buchberger auch im Trainerteam und auf Funktionärsebene „keine konkreten Wechsel gibt. Dazu freut es mich, dass Franz Gangl weiterhin an unserer Seite ist". Bad Zell setzt also nicht auf einen Neustart, sondern auf einen Weg, der sich aus der vergangenen Saison ableitet. Diese Haltung zieht sich auch durch seine Aussagen über die Mannschaft selbst. Einzelne Spieler stellt der Trainer bewusst nicht in den Vordergrund. „Es gibt einige Spieler, die sich in den Blickpunkt gespielt haben, aber ich sehe nie den Einzelnen, sondern die Mannschaft als Ganzes“, sagt Buchberger.
Ein Punkt, den Buchberger im Rückblick ausdrücklich anspricht, ist die personelle Situation während der Saison. „Wir haben über die Saison hinweg viele angeschlagene Spieler gehabt, wichtige Spieler, die unter der Saison auch mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Ich hoffe, dass sie in der neuen Saison voll durchstarten können“, sagt er. Auch daraus leitet sich ab, warum Bad Zell im Sommer nicht alles umkrempeln will. Wenn die angeschlagenen Kräfte wieder voll da sind, traut man dem bestehenden Kader offenbar mehr zu. Einen Blick auf die Liga wirft der Trainer ebenfalls. „Wir konzentrieren uns auf uns und schauen, dass wir besser in die nächste Saison starten.“ Genau darum wird es nun gehen: den Klassenerhalt nicht nur als Endpunkt der letzten Spielzeit zu sehen, sondern als Basis für einen besseren Anlauf. Zum Schluss richtet Buchberger noch einen klaren Dank an das Umfeld. „Ich möchte mich bei den Fans für die Unterstützung auswärts sowie zu Hause bedanken. Sie haben uns durch die Saison getragen und uns immer großartig unterstützt. Ich freue mich auf die neue Saison.“ Viel deutlicher kann man die Richtung kaum vorgeben: Bad Zell bleibt bei sich, vertraut dem eigenen Kollektiv und will mit mehr Konstanz in die kommende Spielzeit gehen.