Nach einem intensiven Duell zwischen Union Pflasterbau Stern Rainbach und dem ASV Hagenberg ordnete Eric Rössl die Partie als eng und zweikampfbetont ein. Der Trainer sprach von einem chancenarmen Spiel, in dem sein Team am Ende das bessere Ende für sich hatte. In seiner Rückschau sah er ein leichtes Plus an Ballbesitz für Hagenberg, während die Begegnung über weite Strecken von robusten Zweikämpfen geprägt war. Den Unterschied machten Standardsituationen: Der Siegtreffer zum 2:1 resultierte spät aus einer Ecke und einem unglücklichen Eigentor von Lukas Affenzeller, während auch Rainbachs ruhende Bälle immer wieder Gefahr ausstrahlten. In der 1. Klasse Nord-Ost blieb es insgesamt eine enge Angelegenheit, in der kleine Details den Ausschlag gaben – und der knappe Erfolg nun Selbstvertrauen für die nächste Aufgabe liefert.

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Rössl betonte die Balance der Begegnung und die geringe Zahl zwingender Möglichkeiten: „Es war ein sehr chancenarmes Spiel auf beiden Seiten.“ Seine Gesamteinschätzung bleibt positiv, weil Hagenberg die knappe Partie für sich entschied: „Wir waren am Ende des Tages der glücklichere Sieger.“ Auch beim Thema Spielkontrolle sieht er Vorteile, ohne sie zur dominanten Erzählung zu machen: „Ballbesitz war vielleicht 60 Prozent Hagenberg, 40 Prozent Rainbach.“ Zur Pause stand es 0:0, klare Chancen blieben Mangelware.
Entscheidende Akzente setzten die Standards. Rössl schilderte die Szene zum Sieg: „Das 2:1 für Hagenberg war ein Eckball, aus dem ein Eigentor entstanden ist. Der Eckball war sehr gut geschlagen. Auch die Standardsituationen von Rainbach waren immer wieder gefährlich.“ In einer Partie, die von Intensität und Disziplin lebte, waren es genau solche Momente, die das Pendel ausschlagen ließen – spät und zugunsten der Hagenberger.
Die Grundintensität war hoch: „Das Spiel war sehr kämpferisch, körperbetont und mit vielen Zweikämpfen.“ Taktisch reagierte das Team von Rössl zur Halbzeit: „Wir haben in der Halbzeit etwas umgestellt, wollten früher attackieren und den Gegner unter Druck setzen – das hat grundsätzlich gut funktioniert.“ Für Gesprächsstoff sorgte zudem eine Szene im Strafraum: „Es gab eine Situation, in der wir meiner Meinung nach einen Elfmeter hätten bekommen können. Der Schiedsrichter hat anders entschieden. So ist Fußball.“ In der 78. Minute gab es Gelb-Rot für Thomas Haider von Union Pflasterbau Stern Rainbach. Den Blick richtet Rössl bereits voraus: „Das nächste Spiel in Wartberg ist ein Derby. Das wird hart werden. Ich erwarte von der Mannschaft, dass wir uns noch einmal steigern, den Sieg als Selbstvertrauen mitnehmen und ein gutes Spiel gegen unseren Nachbarn abliefern.“