Ein hartes Stück Arbeit auf Naturrasen, wenig Spielfluss und viele Zweikämpfe prägten den Auswärtsauftritt von Wimberger Sportunion Lasberg bei Union Bad Zell in der 1. Klasse Nord-Ost. Trainer Franz Waldhör schilderte eine intensiv geführte, aber faire Partie mit wenigen klaren Chancen für sein Team. Gegen einen sehr aggressiven Gegner tat sich seine Mannschaft zunächst schwer, ehe direkt nach der Pause das erhoffte schnelle Tor fiel. Eine Verletzung zwang später zu Umstellungen in der Abwehr – es öffneten sich Räume, Bad Zell kam zu sehr guten Möglichkeiten, doch der Lasberger Torhüter erwischte einen „super Tag“. Bei Standards stand Lasberg solide, strittige Szenen gab es aus Waldhörs Sicht nicht. Der Blick richtet sich nun bereits auf St. Pantaleon: Zu Hause will Lasberg den Ball ruhiger laufen lassen, mehr gute Situationen herausspielen und die eigene Spielstärke besser ausspielen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Waldhör ordnete die Anfangsphase so ein: „Es war das erwartete, schwere Spiel – unser erstes auf Naturrasen in dieser Saison. Wir haben teilweise mit den Platzbedingungen gehadert und sind auf einen sehr aggressiven Gegner gestoßen, der die Zweikämpfe nicht scheut. Dadurch haben wir uns am Anfang schwergetan.“ Zum Ballbesitz sagte er: „Es gab sehr viele hohe Bälle, wenig Spielfluss – das Ballverhältnis ist daher schwer einzuschätzen.“ Trotz der Härte blieb es aus seiner Sicht fair: „Es war körperlich anstrengend, aber absolut nicht unfair und auch nicht übermäßig hart – einfach körperbetont.“
Den Knackpunkt sah Waldhör in einer personellen Zwangsmaßnahme: „Nach dem verletzungsbedingten Wechsel mussten wir in der Abwehr umstellen. Dadurch haben wir dem Gegner phasenweise zu viele Räume gelassen, er kam zu sehr guten Torchancen – die einerseits ungenutzt blieben, andererseits aber von unserem Torhüter, der einen super Tag hatte, vereitelt wurden.“ Bei ruhenden Bällen fühlte sich Lasberg gefestigt: „Offensiv haben wir es gut gemacht. Defensiv wussten wir, dass sie ein, zwei sehr große, körperlich starke Spieler haben – das haben wir ordentlich wegverteidigt.“ Auf die Frage nach strittigen Szenen hielt Waldhör fest: „Nein.“
Aus der Kabine kam Lasberg mit klarer Marschroute: „Wir sind in die zweite Halbzeit gegangen wie in die erste: immer auf der Hut, ein schnelles Tor im Kopf. Das ist uns zum Glück gelungen. Danach wollten wir Ruhe reinbringen, was aber wegen des verletzungsbedingten Wechsels und der notwendigen Umstellungen in der Abwehr nicht durchgehend gelungen ist – so öffneten sich erneut Räume für den Gegner.“ Prägend für den Nachmittag: Michael Hackl erzielte beide Treffer für Lasberg – erst zum 1:0 in Minute 11, dann zum 2:0 vier Minuten nach Wiederbeginn. Zur nächsten Aufgabe sagte Waldhör: „Das Spiel gegen St. Pantaleon wird ähnlich – wieder körperbetont. Weil es ein Heimspiel ist, erwarte ich, dass wir unsere Spielstärke besser ausspielen, zu mehr guten Situationen kommen, den Spielaufbau ruhiger gestalten und den Ball noch besser in den eigenen Reihen halten.“ Sein positives Fazit zum Rahmen: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut. Das möchte ich betonen – und ich freue mich auf die nächste Runde.“