Spielberichte

„Gleich am Anfang hat es eingeschlagen“: Szabolcs Szegletes (ASKÖ Mauthausen) nach 1:5 in Tragwein/Kamig

SC Tragwein-Kamig
ASKÖ Mauthausen

Ein früher Nackenschlag prägte die Analyse von Szabolcs Szegletes, Trainer von ASKÖ Mauthausen, nach der 1:5-Niederlage bei SC BT-Bau Tragwein/Kamig in der 1. Klasse Nord-Ost. Gleich zu Beginn habe sein Team den Gegentreffer (Torschütze: Pascal Hochetlinger) kassiert, schilderte der Coach, wodurch die Partie früh in eine schwierige Richtung kippte. Danach seien die Köpfe nach unten gegangen – ein Eindruck, den Szegletes mehrfach betonte. Trotz des klaren Resultats hob er Phasen der eigenen Spielkontrolle sowie vergebene Großchancen hervor. Unzufrieden zeigte er sich mit der Zweikampfführung und der Annahme der physischen Anforderungen. Seine Botschaft war deutlich: Einstellung, Laufbereitschaft und Duellstärke müssen rauf, sonst bleibt es schwer, Spiele eng zu halten.

Torwart in Neongelb spielt den Ball

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Früher Schock und die unmittelbare Reaktion

Der Start lieferte den Hauptaufreger aus Mauthausener Sicht. Szabolcs Szegletes beschrieb die Szene eindringlich: „Gleich am Anfang, ich glaube in der 20. Sekunde, hat es bei uns eingeschlagen.“ Der frühe Treffer verfehlte seine Wirkung nicht: „Wenn du gleich in der Anfangsphase ein Tor kassierst, lässt die Mannschaft schnell die Köpfe hängen.“ Tragwein/Kamig nutzte diese Unsicherheit eiskalt: „Das hat Tragwein gut ausgenutzt.“ Diese Eingangspassage prägt die Lesart des Spiels – ein Rückstand nach Sekunden, der den Plan sprengte und Mauthausen hinterherlaufen ließ.

Zwischen eigener Kontrolle, Aluminiumpech und eiskalten Kontern

Im weiteren Verlauf sah Szegletes durchaus Spielanteile bei seiner Elf: „Aus meiner Sicht hatten wir phasenweise trotzdem Kontrolle, aber Tragwein hat stark auf Konter reagiert.“ Dass es trotz eigener Kontrolle nicht enger wurde, machte er am Chancenwucher fest: „Wir hatten zwei Lattentreffer und einen Stangenschuss, leider ist keiner reingegangen.“ Zugleich hielt er das 1:5 für überzeichnet: „Das Ergebnis ist aus meiner Sicht zu hoch.“ In der Vorbereitung hatte Mauthausen einen gegnerischen Schlüsselspieler besonders auf dem Zettel: „Wir wussten, dass Pascal Hochetlinger ein gefährlicher Spieler ist.“ Der angesprochene Offensivmann setzte immer wieder Nadelstiche, während Mauthausen seine Möglichkeiten ungenutzt ließ.

Zweikampf, Standards und der klare Arbeitsauftrag

Im physischen Bereich sah der Coach die größten Defizite: „Deutlich: Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Solange wir unser Zweikampfverhalten nicht verbessern, werden wir kein Spiel gewinnen oder auch nur eng halten.“ Tragwein habe hier Vorteile gehabt: „Tragwein war in den Duellen und bei den zweiten Bällen schneller und robuster.“ Standards spielten aus seiner Sicht keine Rolle: „Nein, eigentlich nicht. Nein.“ Für die nächsten Wochen ist der Arbeitsauftrag klar umrissen: „Wir schauen in erster Linie auf uns. Wir haben noch einiges zu arbeiten – Laufbereitschaft, Siegeswille und Zweikampfstärke müssen wir verbessern. In der 1. Klasse ist jedes Spiel kampfbetont, und das müssen wir annehmen.“ Insgesamt dominieren Selbstkritik, klare Prioritäten und der Wille, über Einsatz und Duellstärke wieder in die Spur zu kommen.

1. Klasse Nord-Ost: SC Tragwein-Kamig : Mauthausen - 5:1 (2:0)

  • 80
    Philipp Andreas Friedinger 5:1
  • 68
    Pascal Hochetlinger 4:1
  • 64
    Alexandru-Ioan Adam-Suciu 3:1
  • 53
    Pascal Hochetlinger 3:0
  • 22
    Pascal Hochetlinger 2:0
  • 1
    Pascal Hochetlinger 1:0