Spielberichte

Union Ried in der Riedmark reif in St. Pantaleon: 1:1 – Matthias Lindtner: "Wir haben wenig mit langen Bällen gearbeitet"

St. Pantaleon/Erla
Union Ried/Rmk.

Im Duell der 1. Klasse Nord-Ost zwischen dem SC St. Pantaleon-Erla und Union Ried in der Riedmark stand am Ende ein 1:1. Rieds Trainer Matthias Lindtner sprach von Kontrolle, reifen Phasen und klaren Fortschritten – aber auch von fehlender Effizienz und einer hektischen Schlussphase. Der Matchplan auf dem großen Platz griff: „Wir sind flach geblieben. Wir haben wenig mit langen Bällen gearbeitet.“ Ein folgenschwerer Aufbaufehler und ungenutzte Möglichkeiten verhinderten jedoch den Auswärtssieg – zwischen Ärger über den Ausgleich und Zufriedenheit mit der Entwicklung.

Torwart in Blau und Schwarz stützt sich auf die Knie

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Früher Zugriff, viel Kontrolle

Ried startete mit klarer Idee: das Spiel beruhigen, viel Ballbesitz, immer wieder die Tiefe attackieren. Früh zahlte sich das aus – Daniel Pührerfellner brachte die Gäste in der 8. Minute mit 1:0 in Führung. Lindtners Team blieb bis zur Pause sehr ballsicher, erstickte St. Pantaleons Vorstöße im Verbund und hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff die große Chance auf das 2:0: Nach einem Freistoß klatschte ein Kopfball an die Querlatte. Mit dem 1:0 ging es in die Kabinen – der erste Durchgang ging in der Rückschau klar an Ried, das das Tempo über Kombinationen bestimmte und sich weitgehend von zweiten Bällen fernhielt.

Ausgleich, Balance – und verpasste Matchbälle

Der zweite Abschnitt begann aus Rieder Sicht mit einem Wendepunkt: Ein Abspielfehler im Aufbau eröffnete St. Pantaleon den freien Weg. Der erste Abschluss wurde noch pariert, den Abpraller drückte Paul Leuchtenmüller in der 49. Minute zum 1:1 über die Linie. Ried war auf lange Bälle und zweite Bälle eingestellt und blieb darüber hinaus stabil, doch die Partie kippte in eine ausgeglichene, phasenweise chancenarme Richtung. Die Gäste ließen ihre besten Momente ungenutzt: Eine vielversprechende drei-gegen-eins-Situation wurde nicht sauber zu Ende gespielt, mehrere Distanzschüsse entschärfte der Heimtorhüter. Lindtners Fazit fiel nüchtern aus: Das Chancenverhältnis sah er „klar bei Ried – nicht alles zwingend, aber mehrere Torabschlüsse“. In der Endphase blieb es offen – „wo alles möglich hätte sein können“ –, doch das letzte Quäntchen Präzision fehlte beiderseits.

Taktische Bestätigung und Blick nach vorn

Der Plan hielt – gerade auf dem großen Feld. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, besonders im taktischen Bereich.“ Ried blieb seiner Linie treu: „Wir sind flach geblieben. Wir haben wenig mit langen Bällen gearbeitet.“ Nach dem Ausgleich brauchte die junge Mannschaft kurz, um sich zu sammeln, fand dann aber zurück in ihre Spielphilosophie. An der Effizienz will Lindtner weiter feilen, denn aussichtsreiche Momente sollen öfter belohnt werden. Positiv stimmten ihn die Trainingswoche und die personelle Perspektive: Nächste Woche dürfte der gesamte Kader wieder zur Verfügung stehen. Anerkennung gab es auch für den Gegner, der den Ball häufig am Boden laufen ließ.

1. Klasse Nord-Ost: St. Pant.-Erla : Ried/Rdmk. - 1:1 (0:1)

  • 49
    Paul Casper Leuchtenmüller 1:1
  • 8
    Daniel Pührerfellner 0:1