In der 1. Klasse Nord-Ost zwischen Union Bad Zell und Union Autohaus Aumayr Schönau schildert Arnold Zangenfeind ein Derby, das vor allem über Kampf, hohe Bälle und Disziplin entschieden wurde. Der Trainer seiner Mannschaft sprach von schwierigen Platzverhältnissen, wenigen Torchancen und einer Partie, die eher von Momenten als von langen Ballbesitzphasen lebte. Seine Eindrücke kreisen um Moral, Effizienz und Respekt vor dem Derbygegner.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Zangenfeind ordnet das Geschehen klar ein: „In Summe war es ein sehr chancenarmes Spiel.” Der Untergrund in Bad Zell sei schwer zu bespielen gewesen, weshalb die Begegnung „relativ wenig von Taktik geprägt” war und vielmehr von langen Bällen lebte.
In der 22. Minute nutzte Schönau seinen Moment, als Jan Schönbauer zum 1:0 traf. Zur Pause blieb es beim 1:0 – in einer Partie, in der Nuancen und Zweikämpfe wichtiger waren als ausgedehnte Ballbesitzphasen. Aus Zangenfeinds Sicht ergaben sich für seine Elf allenfalls vereinzelte Nadelstiche: „Nach dem 1:0 hatten wir noch eine Torchance durch Justin Himmelbauer und in der zweiten Hälfte ein oder zwei Umschaltaktionen, die wir nicht fertig gespielt haben.”
Auch Bad Zell kam vor allem in der Schlussphase zu guten Möglichkeiten. „Gegen Ende hatte Bad Zell zwei oder drei gute Gelegenheiten, aber mein Tormann war zur Stelle”, hielt Zangenfeind fest. Diskussionswürdige Szenen sah er nicht; das Spiel blieb aus seiner Perspektive frei von größeren Aufregern. Gefragt nach einem herausragenden Einzelspieler rückte er das Kollektiv in den Mittelpunkt: „Ich möchte die Moral meiner Mannschaft hervorheben.” Trotz des intensiven Derbycharakters fand Zangenfeind anerkennende Worte für den Gegner: Bad Zell habe einen harten Fight geliefert; mit solchen Auftritten werden sie noch einige Punkte holen. Ein Unentschieden wäre aus seiner Sicht vertretbar gewesen – am Ende aber nahm Schönau den knappen 1:0-Auswärtssieg mit.