Spielberichte

Matthias Lindtner (Trainer Union Ried in der Riedmark): "Das 2:1 war der Dosenöffner"

Union Ried/Riedmark
Union Rainbach i.M.

In der 1. Klasse Nord-Ost setzte sich Union Ried in der Riedmark im Kellerduell mit 3:1 gegen Union Pflasterbau Stern Rainbach durch. Ried führte früh durch Gerald Haider (2.), Rainbach antwortete umgehend über Matthias Haiböck (7.), zur Pause hieß es 1:1. Nach dem Wechsel stellte Valentin Hager in Minute 50 auf 2:1 und öffnete Ried damit die Tür zum Sieg, ehe Felix Alexander Haider spät den Deckel draufsetzte (85.). Trainer Matthias Lindtner sprach von einer geschlossenen Vorstellung, die seiner jungen Mannschaft im Abstiegskampf wichtigen Schub gibt.

Rote Tribünensitze

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Weckruf und offener Schlagabtausch

Ried war vom ersten Antritt an voll da – und das kam nicht von ungefähr. Matthias Lindtner berichtete von einem gemeinsamen Mittagessen und kleinen Teambuilding-Einheiten direkt am Platz: „Wir haben uns eingeschworen auf die Sache. Das hat man von der ersten Minute an gesehen. Wir waren einfach ein Team.“ Der frühe Treffer von Gerald Haider nach zwei Minuten war der sichtbare Ausdruck dieser Entschlossenheit. Doch Rainbach ließ das nicht stehen und glich nur fünf Minuten später durch Matthias Haiböck aus. „Es war ein sehr offener Schlagabtausch“, so Lindtner, der zugleich das Mindset seiner Truppe hervorhob: „Wir haben den Abstiegskampf angenommen, waren bissiger und wollten einfach mehr – und haben zu Recht den Sieg mitgenommen.“ Die Partie blieb intensiv, Ried blieb griffig, und beide Seiten suchten den Weg nach vorne.

Halbzeitansprache und der Dosenöffner zum 2:1

Zur Pause stand es 1:1, doch in der Kabine legte Ried den Grundstein für den Heimsieg. „Ich habe gemerkt, dass die Spieler unbedingt wollen. Sie waren unglaublich heiß“, schilderte Lindtner seine Halbzeitansprache. Nur fünf Minuten nach Wiederbeginn folgte die Belohnung: Valentin Hager traf zum 2:1 (50.). „Dieses 2:1 war der Dosenöffner. Es kam nach einer Standardsituation – unser Spieler hat sich den Ball mit der Brust runtergenommen und den Volley unter die Latte gesetzt“, erklärte der Coach. Rainbach musste nun aufmachen und höher stehen, Ried bekam die Räume. „Wir hatten mehr Ballbesitz und die besseren Chancen, sind ruhig geblieben – für diese junge Mannschaft trotzdem sehr routiniert“, sagte Lindtner. Die Kontergelegenheiten häuften sich, und in Minute 85 machte Felix Alexander Haider mit dem 3:1 alles klar – aus Rieder Sicht der Schlusspunkt eines starken Auftritts.

Drucksituation, starker Gegner und ein souveräner Unparteiischer

Wie brisant dieses Duell war, machte der Trainer deutlich: „Vorletzter gegen Drittletzter – wenn wir verlieren, ist Rainbach sechs Punkte vor uns. Das direkte Duell haben wir verloren. Es wäre sehr schwierig geworden.“ Gerade deshalb stand der Teamgeist über allem: „Der Teamspirit hat’s heute entschieden.“ Den Gegner sah Lindtner stark im Zweikampf und mit klarer Idee: „Rainbach ist kämpferisch stark, sie haben immer wieder die Nummer neun gesucht. Der war gefährlich und hatte einige Abschlüsse, da war auch ein Schlenzer dabei.“ Gleichzeitig räumte er ehrlich ein: „In gewissen Phasen war das Glück auf unserer Seite – in anderen Wochen hat es anders ausgeschaut.“ Lob gab es auch für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hatte eine ruhige Ausstrahlung und eine klare Linie. Es gab ein Abseitstor, die Fahne war oben – klare Entscheidung. Insgesamt war das Spiel gut im Griff.“

Was der 3:1-Sieg für Ried bedeutet

Der Heimsieg gegen Rainbach ist für Ried weit mehr als drei Punkte. „Es war enorm wichtig und kann ein Startpunkt sein für die nächsten Matches“, blickte Lindtner voraus. Die Mischung aus gemeinsamer Einstimmung vor dem Spiel und dem sichtbaren Miteinander über 90 Minuten hat seiner Mannschaft spürbar Halt gegeben. „Wir haben’s heute unbedingt gewollt und uns belohnt. Jetzt können wir dem Abstiegskampf positiv entgegenfiebern“, so der Trainer. Sportlich zeigte der Abend, worauf Ried in den kommenden Wochen aufbauen will: frühe Entschlossenheit, das 2:1 als Dosenöffner, disziplinierte Arbeit gegen den Ball – und dazu das späte 3:1.

1. Klasse Nord-Ost: Union Ried/Riedmark : Union Rainbach i.M. - 3:1 (1:1)

  • 85
    Felix Alexander Haider 3:1
  • 50
    Valentin Hager 2:1
  • 7
    Matthias Haiböck 1:1
  • 2
    Gerald Haider 1:0