Spielberichte

David Schimpl (Trainer SC St. Pantaleon-Erla): „Uns fehlte die letzte Entschlossenheit“

St. Pantaleon/Erla
ASKÖ Mauthausen

In der 1. Klasse Nord-Ost trennten sich der SC St. Pantaleon-Erla und ASKÖ Mauthausen mit 1:1. Nach einer zähen ersten Hälfte ohne große Aufreger fielen die Tore in der Schlussphase: Stefan Reimann traf nach 72 Minuten zur Führung, Marius Bogdan egalisierte in der 81. Minute. Für Trainer David Schimpl war es „ein sehr durchschnittliches Spiel“ mit zu vielen einfachen Fehlern – und am Ende fehlte ihm bei den Hausherren „die letzte Entschlossenheit“.

Nahaufnahme der Beine von Spielern beim Training

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Viel Mittelfeld, wenig Feuer – die Tore spät

Beide Teams tasteten sich lange ab, das Spiel lebte eher von Zweikämpfen und kleinen Fehlern als von Tempo und Chancen. David Schimpl brachte es nüchtern auf den Punkt: „Alles in allem war es ein sehr durchschnittliches Spiel. Es war sehr viel Mittelfeldgeplänkel mit vielen unerzwungenen Ballverlusten und Unkonzentriertheiten.“ St. Pantaleon/Erla verbuchte vor der Pause ein leichtes Chancenplus, war im Abschluss aber nicht sauber genug. Auf der anderen Seite rettete Goalie Marco Heller stark gegen einen Abschluss von der Strafraumgrenze, sodass es mit 0:0 in die Kabinen ging. Nach der Pause setzte sich das Bild zunächst fort, dann spielten die Hausherren eine der wenigen sauberen Aktionen konsequent zu Ende: Über mehrere Stationen lief der Angriff, am Ende stellte Stefan Reimann in Minute 72 auf 1:0. „Das war von hinten bis vorne schön durchgespielt“, freute sich Schimpl – und haderte gleich darauf damit, dass sein Team das 2:0 verpasste. Diese Passivität wurde bestraft: In der 81. Minute traf Mauthausens Stürmer Marius Bogdan zum 1:1. In den letzten Minuten lag der Heim-Sieg noch einmal in der Luft, doch die Gastgeber brachten ihre Möglichkeiten nicht zwingend genug zu Ende.

Schimpls Analyse: verdientes Remis, Topstürmer eiskalt

Nach dem Schlusspfiff ordnete David Schimpl die Punkteteilung ohne Umschweife ein: „Schlussendlich war es ein verdientes Unentschieden.“ Seine Begründung lag für ihn auf der Hand: „Wir haben verabsäumt, nachzusetzen und das 2:0 zu erzielen.“ Vor allem die Phase nach der Führung wurmte ihn, weil dort die Vorentscheidung möglich gewesen wäre. Für den Ausgleich fand er klare Worte – ohne seine Abwehr bloßzustellen: „Er war 90 Minuten gut abgedeckt, aber für so einen Topspieler reicht eine Chance, um sein Tor zu machen.“ Dass es am Ende nicht zum Heimsieg reichte, führte Schimpl auf die fehlende Gier im letzten Drittel zurück: „Uns fehlte die letzte Entschlossenheit und der letzte Wille, den wichtigen Heimsieg zu erzwingen.“ Diese Mischung aus ordentlicher Struktur, aber zu wenig Punch im Abschluss zog sich aus seiner Sicht durch weite Strecken der Partie.

Respekt für Mauthausen, ruhige Leitung – und der Blick nach vorne

Im Resümee würdigte Schimpl auch den Gegner. Mauthausen sei „etwas angeschlagen“ gewesen und habe Ausfälle verkraften müssen, kam aber mit Rückenwind: „Sie hatten vier Siege in Folge und das nötige Selbstvertrauen.“ Genau dieses Selbstvertrauen blitzte beim Ausgleich auf – effizient in einem Spiel, das insgesamt wenig offen ließ. Positiv verbuchte der St. Pantaleon/Erla-Coach zudem den souveränen Auftritt des Unparteiischen: „Das Spiel war wenig umkämpft und wenig hitzig, der Schiedsrichter hatte alles gut im Griff.“

Für die eigene Mannschaft bleibt die Erkenntnis, dass der Plan über weite Strecken stimmte, aber im letzten Drittel mehr Konsequenz her muss. Daran will St. Pantaleon/Erla ansetzen – um aus solchen, lange offenen Partien wieder drei Punkte mitzunehmen.

1. Klasse Nord-Ost: St. Pant.-Erla : Mauthausen - 1:1 (0:0)

  • 81
    Marius Bogdan 1:1
  • 72
    Stefan Reimann 1:0