In der 1. Klasse Nord-Ost setzte sich die Wimberger Sportunion Lasberg im Spitzenspiel bei Union Agora Königswiesen mit 1:0 durch. Das Goldtor markierte Johann Achhorner kurz vor der Pause, die Gäste überzeugten mit Kompaktheit und großer Disziplin. Trainer Franz Waldhör sprach von einem intensiven, zweikampfbetonten Duell und einem verdienten Sieg, weil Lasberg die Vorgaben konsequent abarbeitete und die gefährlichen Königswiesener Angreifer weitgehend aus dem Spiel nahm.

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„Es war das erwartete intensive und schwierige Spiel. Wir haben die taktischen Vorgaben von Anfang bis zum Schluss extrem gut umgesetzt“, ordnete Franz Waldhör den Abend ein. Der Plan war klar: „Ziel war, die beiden Top-Stürmer von Königswiesen so gut wie möglich aus dem Spiel zu nehmen. Das ist dank einer tollen Abwehrleistung gelungen.“ Gleich zwei Mal musste der Lasberg-Keeper im Eins-gegen-eins retten, „überragend“, wie der Coach betonte. Danach fanden die Gäste immer besser hinein. „Von der 30. bis zur 60. Minute haben wir es sehr, sehr gut gemacht, uns einige Torchancen erarbeitet.“ Ein vermeintlicher Führungstreffer zählte wegen Abseits nicht, doch Lasberg blieb dran. Nach Ballgewinn ging es schnell, der Flügel wurde gut eingebunden, der Stanglpass kam, der erste Abschluss wurde geblockt – den Nachschuss versenkte Johann Achhorner zum 1:0 (40.). „Kurz vor der Pause – das war der wichtigste Moment.“
Mit dem Rückenwind des Treffers legten die Gäste zu. „Wir sind aus der Halbzeit sehr dominant rausgekommen, haben weitere Torchancen kreiert, haben’s leider verabsäumt, das 2:0 zu machen“, erklärte Waldhör. Das verpasste Polster machte die Schlussphase zäh. „Ab der 65., 70. Minute war es nicht mehr schön zum Anschauen – hin und her mit hohen Bällen.“ Genau dort zahlte sich die Marschroute aus: eng stehen, zweite Bälle attackieren, konsequent klären. „Unsere Verteidigung hat das wirklich sehr, sehr gut gemacht. Wir haben die hohen Bälle gut geklärt und uns immer wieder befreien können.“ Lasberg nahm die Zweikämpfe an, ließ hinten wenig zu und brachte das 1:0 über die Zeit. „Es war eine extrem aufopfernde Leistung, sehr kampfbetont und zweikampfintensiv. Die Mannschaft hat riesigen Siegeswillen gezeigt – und sich den Sieg erarbeitet.“
Bei allem Jubel blieb der Trainer fair im Ton. „Es war das erwartet schwere Spiel, ein Duell auf Augenhöhe. Wir haben großen Respekt vor Königswiesen“, sagte Waldhör, fügte aber an: „Am Ende haben wir verdient die drei Punkte mitgenommen.“ Diskussionen über Pfiffe gab es keine: „Makellose Leistung“, so sein knappes Lob für den Unparteiischen. Der Dreier wiegt auch tabellarisch schwer: Mit nun 49 Punkten aus 21 Runden führt Lasberg die Liga vier Zähler vor Königswiesen (45). Der Sieg beim direkten Konkurrenten unterstreicht die Stabilität der Gäste – vorn effektiv, hinten geschlossen. Waldhör blickt entsprechend zuversichtlich auf die restlichen Aufgaben: „Kompaktheit, Siegeswille, Abwehrleistung – das hat uns heute ausgezeichnet. Wenn wir das weiter so auf den Platz bringen, bleiben wir auf Kurs.“ Königswiesen bleibt trotz der knappen Niederlage in Schlagdistanz und wird seine Chancen weiter suchen.