In der 1. Klasse Nord-Ost feierte die Union Baumgartenberg gegen die Union Bad Zell einen 3:0-Heimsieg. Was lange nach einem zähen Abend aussah, kippte über eine klare Anpassung im Zentrum auf die Seite der Hausherren. Das 1:0 sorgte kurz für Diskussionen, das 2:0 fiel nach einem Bilderbuch-Konter, und spät setzte Sebastian Wansch den Schlusspunkt. Trainer Jürgen Kappl hob die starke Defensivarbeit hervor und sprach von einer nahezu perfekten Umsetzung über neunzig Minuten.

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Die ersten Minuten passten zur Ausgangslage: viel Geduld, wenig Risiko. Jürgen Kappl brachte es gleich auf den Punkt: "Sehr schwieriges, sehr abwartendes Spiel von beiden Seiten." Seine Elf fand den Schlüssel in der Staffelung ohne Ball. "Ab dem Zeitpunkt, wo wir die Lösung gefunden haben, die Mitte zuzudecken, wusste ich: Das wird heute was." Genau in dieser Phase fiel das 1:0: In Minute 33 traf Lukas Haslinger, auch wenn der Ball laut Kappl nur schwer zu beurteilen war. "Das 1:0 war sehr umstritten, es war schwierig zu sehen, ob der Ball hinter der Linie war. Für uns zum Glück hat der Schiedsrichter mit Hilfe des Linienrichters auf Tor entschieden." Mit der knappen Führung im Rücken ging es bei 1:0 in die Pause, und Baumgartenberg hatte plötzlich Rückenwind.
Nach dem Seitenwechsel blieb Baumgartenberg im Plan: kompakt, klar in der Arbeit gegen den Ball und geduldig auf die nächste Gelegenheit wartend. Kappl nannte die größte Stärke seiner Mannschaft unmissverständlich: "in der Defensivarbeit" – und genau daraus entstand der zweite Treffer. In Minute 55 schlug Michael Königshofer zu, und der Trainer geriet ins Schwärmen: "Das 2:0 war ein Mustertor, wie man es spielen muss. Ein super Konter vom Feinsten." Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken ließ sich Baumgartenberg nicht aus der Ordnung locken, sondern arbeitete konsequent weiter. Für den Coach gab es an diesem Abend kaum etwas zu mäkeln: "Zu diesem Spiel eher nicht. Das war von Anfang bis zum Ende ziemlich perfekt umgesetzt." Diese Ruhe auf der Bank spiegelte sich auf dem Platz wider – und machte den Unterschied.
Als die Gäste noch einmal Hoffnung schöpfen wollten, setzten die Hausherren den späten Schlusspunkt: In Minute 88 stellte Sebastian Wansch auf 3:0 und besiegelte den Heimsieg. Dieser Treffer hatte für die Mannschaft besonderes Gewicht. "Ich freue mich irrsinnig für Sebastian Wansch. Er hat zuletzt einen Fehler gemacht und jetzt sein erstes Kampfmannschaftstor geschossen. Man hat gesehen, wie sich die ganze Mannschaft mit ihm gefreut hat – da ist der Knoten aufgegangen", sagte Kappl. Den Gegner ordnete er fair ein: "Bad Zell war auf einem ähnlichen Niveau wie wir. Am Ende waren wir aufgrund der Chancenauswertung die glücklichere Mannschaft: Wir haben unsere Chancen genutzt, sie ihre wenigen nicht." Auch für den Unparteiischen fand der Trainer klare Worte, vor allem mit Blick auf das 1:0: "Er hat den Linienrichter gefragt, das finde ich gut. Mit der Unterstützung hat er dann auf Tor entschieden. Sonst hat es gepasst – guter Schiedsrichter." Der Dreier gibt Baumgartenberg spürbar Auftrieb; auf dieser kompakten Leistung wollen die Hausherren in den nächsten Wochen aufbauen.