Im Duell der 1. Klasse Nord-Ost setzte sich Union Bad Zell gegen SU Intersport Pötscher Schenkenfelden mit 3:2 durch – und das nach einer wilden Schlussphase. David Holzer traf in der Nachspielzeit zum Sieg, zuvor hatten die Gäste spät ausgeglichen. Sektionsleiter Martin Riepl freute sich über die Effizienz seiner Elf: "Wir haben unsere Chancen genützt." Zugleich sprach er von einem Spiel, in dem Bad Zell nach frühem Schock Charakter zeigte und sich Schritt für Schritt in die Partie hineinarbeitete.

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Die Partie begann denkbar ungünstig für Bad Zell. "Wir sind gleich am Anfang mit der ersten Aktion der Gäste in Rückstand gegangen", schilderte Sektionsleiter Martin Riepl. Bereits in Minute 3 stellte Philipp Pupeter für SU Schenkenfelden auf 0:1. Die Hausherren brauchten einen Moment, fanden dann aber zusehends besser hinein. "Wir sind dann ins Spiel gekommen, sind stärker geworden mit der Zeit", so Riepl weiter. Der Ausgleich fiel in der 24. Minute, und er war für die Gastgeber weit mehr als nur ein Tor. Den Ausgleich zum 1:1 durch Sebastian Gangl bezeichnete Riepl ohne Zögern als den entscheidenden Moment. Entstanden ist er so, wie sich der Sektionsleiter erinnerte: "Nach einem Einwurf hatten wir den Ball, unser Stürmer lief von der Mittellinie alleine aufs Tor und machte das 1:1." Kurz vor der Pause lag sogar die Führung in der Luft, doch Bad Zell ließ eine Großchance liegen. "Einen Elfer haben wir verschossen. Das war vor der Pause", ärgerte sich Riepl, ehe es mit dem 1:1 in die Kabinen ging.
Nach dem Seitenwechsel trat Bad Zell entschlossen auf und übernahm mehr und mehr die Kontrolle. "Ab dem Rückstand waren wir kämpferisch", betonte Riepl – und genau diese Haltung zahlte sich aus. In der 66. Minute schnürte Sebastian Gangl den Doppelpack und stellte auf 2:1. Schenkenfelden suchte danach seine Chance, musste ab Minute 86 aber in Unterzahl agieren: Jona Said Zucali sah Rot. Trotz des Nachteils kamen die Gäste noch einmal zurück und glichen in der 90.+1 aus – Niklas Scherb traf zum 2:2. Doch Bad Zell antwortete sofort, blieb am Drücker und wurde für den Mut belohnt: In der 90.+4 besorgte David Holzer das 3:2. Ein später, aber nicht unverdienter Lohn für eine Mannschaft, die nach dem Fehlstart drangeblieben war und die Momente auf ihre Seite zog.
Im Rückblick fiel Riepls Analyse klar aus. Auf die Frage nach dem Unterschied an diesem Abend sagte er: "Dass wir unsere Chancen genützt haben und das Quäntchen Glück auf unserer Seite war." Entscheidend war für ihn, dass der Ausgleich vor der Pause den Glauben zurückbrachte und die Mannschaft in den Zweikämpfen zulegte.
In der Tabelle tut der Heimsieg der Union Bad Zell gut; das Team steht aktuell auf Rang 11 und sammelte in einer engen Liga wichtige Punkte. Für SU Schenkenfelden, das als Siebenter anreiste, blieb am Ende trotz großem Aufwand nichts Zählbares. Bad Zell will den Schwung aus diesem Last-Minute-Erfolg nun mitnehmen und in der nächsten Runde nachlegen – mit derselben Mischung aus Arbeit, Bereitschaft und der nötigen Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.