In der 22. Runde der 1. Klasse Nord-Ost feiert die Wimberger Sportunion Lasberg einen 5:2-Heimsieg gegen den SC BT-Bau Tragwein/Kamig. Die Gäste legten rasant los, doch Lasberg drehte das Spiel und setzte sich klar durch. Matchwinner war Johann Achhorner mit drei Treffern, dazu netzten Mathias Fragner und per Eigentor Laurenz Kern. Für Trainer Franz Waldhör war der Wendepunkt klar: "Mit dem 2:1 hatten wir die Spielkontrolle." Unterm Strich sprach nach der Pause vieles für den Tabellenführer.
Tragwein erwischte den deutlich besseren Start und ging früh in Führung: Bereits in Minute 5 stellte Lorenz Huber auf 0:1. Franz Waldhör nahm den forschen Beginn der Gäste so wahr: "Tragwein hat sehr druckvoll, sehr aktiv begonnen und uns damit ein bisschen überrascht." Lasberg brauchte etwas, um sich zu schütteln, fand dann aber ins Spiel. "Nach einer Viertelstunde sind wir super ins Spiel gekommen, haben unser Spiel aufziehen können", sagte der Coach. Der Lohn: Johann Achhorner glich in der 23. Minute zum 1:1 aus. Und noch vor der Pause legte der Stürmer nach – Achhorner traf in Minute 35 zum 2:1, mit dem es auch in die Kabinen ging. "Der wirklich ausschlaggebende Faktor war unser 2:1. Mit dem Tor hatten wir die Spielkontrolle", betonte Waldhör.
Der zweite Durchgang gehörte dem Spitzenreiter. Lasberg blieb am Drücker und nutzte die Chancen eiskalt. In Minute 59 erhöhte Mathias Fragner auf 3:1, sieben Minuten später passierte den Gästen ein Eigentor – Laurenz Kern bugsierte den Ball unglücklich zum 4:1 ins eigene Netz (66.). Spätestens da war der Weg frei, und Achhorner krönte seinen Auftritt: In der 85. Minute schnürte er mit dem 5:1 seinen Dreierpack. "Es war eine gute Kombination, der Abschluss etwas glücklich. Zwei Spieler standen im Strafraum sehr eng zusammen und haben letztlich das Tor erzielt. Es war ein schönes Tor, aber in der Entstehung auch ein bisschen glücklich", beschrieb Waldhör das so wichtige 2:1, das dem Rest der Partie die Richtung gab. Tragwein traf in der Schlussphase noch zum 5:2 durch Florian Dollhäubl (88.).
In der Analyse hob Franz Waldhör vor allem den Charakter seines Teams hervor: "Ich bin sehr stolz auf die kämpferische Leistung. Das 0:1 war wie ein Weckruf. Wir waren anfangs etwas unkonzentriert, aber die Mannschaft hat sich gesteigert, sich reingekämpft und das Spiel unter Kontrolle gebracht. Am Ende war der Sieg verdient." Gleichzeitig verteilte er Respekt an die Gäste: "Besonders aufgefallen ist mir der aktive, aggressive Start von Tragwein. Sie waren ein sehr unangenehmer und schwieriger Gegner." Ärgerlich aus Lasberger Sicht war nur ein spätes Missverständnis: "Zum Schluss haben wir noch einen unnötigen Elfmeter kassiert durch ein Abstimmungsproblem zwischen Verteidiger und Tormann."
An der souveränen Vorstellung änderte das nichts – ansonsten hatte der Coach nichts zu bemängeln. Der entscheidende Unterschied? "Wir haben nach dem 0:1 nicht aufgegeben und dann eine wirklich gute Partie gespielt." Mit dem klaren 5:2 untermauert Lasberg seine Spitzenposition und will den Schwung in den nächsten Wochen mitnehmen – fokussiert starten, weiter konsequent arbeiten und die starke Form im Saisonfinish bestätigen.