In der 1. Klasse Nord-Ost setzte sich Union Agora Königswiesen nach 0:2-Rückstand bei Union Pflasterbau Stern Rainbach noch mit 3:2 durch. Trainer Alexander Buchberger sprach zunächst vom „kalten Schock“, lobte aber die klare Steigerung nach der Pause – gekrönt vom späten Siegtor durch Borislav Simic. Für Rainbach trafen Marco Payer und Tobias Auer, für Königswiesen Florian Häusler doppelt sowie Simic. Im Finish behielt der Tabellenzweite auswärts die Nerven und nahm alle Punkte mit.

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Königswiesen kam eigentlich gut ins Spiel, hatte laut Coach Alexander Buchberger „mehr Spielanteile“, kassierte aber früh zwei Nackenschläge. Nach 17 Minuten brachte Marco Payer Rainbach in Front, sechs Minuten später legte Tobias Auer zum 2:0 nach. „Das war der kalte Schock: 0:1 nach gut einer Viertelstunde und kurz darauf das 0:2“, beschrieb Buchberger. Seine Elf wackelte, blieb aber dran – und bekam kurz vor der Pause den dringend nötigen Moment: Florian Häusler verkürzte in Minute 38 per Elfmeter auf 1:2. „Kurz vor der Pause hat uns Häusler per Strafstoß wieder ins Spiel gebracht“, so Buchberger. Zur Halbzeit stand es 2:1, und in der Kabine wurde der Ton schärfer: „Es gab einige emotionale Worte in der Kabine.“
Diese zeigten Wirkung. „In der zweiten Halbzeit waren wir dominanter“, sagte Buchberger – und das bestätigte auch der schnelle Ausgleich. Wieder war es Florian Häusler, der in der 51. Minute zum 2:2 traf und damit die Weichen neu stellte. „Nach dem 2:2 hatte ich das Gefühl, dass wir das Spiel noch gewinnen. Wir zeigten gefällige Kombinationen, ließen aber die besten Einschussmöglichkeiten liegen“, erklärte der Trainer. Ganz ohne Gefahr blieb es aber nicht: „Rainbach hatte auch riesige Chancen, um das Spiel schon frühzeitig für sich zu entscheiden.“ Als die Uhr Richtung Schluss lief, kam der große Auftritt unseres Routiniers: In Minute 85 schob Borislav Simic gekonnt zum 3:2 ein. Buchberger lächelte: „Vorne waren wir heute 3x zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und unser legendärer Boris hat’s spät für uns gerichtet.“
Bei aller Freude blieb der Königswiesener Coach selbstkritisch. „Die Gegentore sind aus schlampigem Passspiel, mangelnder Bewegung und somit Eigenfehlern entstanden“, hielt Buchberger fest. Dass seine Mannschaft die Partie trotzdem noch drehte, führte er auf den Willen in der zweiten Halbzeit zurück: „Vorne waren wir zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.“ Gleichzeitig mahnte er Konstanz ein: „Nach dem tollen Auftritt vorige Woche war das heute eher Grundkost. Wir müssen unsere starken Leistungen konstanter abrufen.“ Für den Gegner fand er klare Worte des Respekts: „Rainbach war sehr bemüht, kämpft um jeden Punkt und hat spielerisch gute Leute. Das ist keine Mannschaft, die nur hohe Bälle nach vorne spielt. Rainbach hätte heute mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit ohne weiteres anschreiben können.“ Kurz zum Spielleiter: „Der Elfmeter für uns denke ich war zurecht. Auf der Gegenseite gab es auch die eine oder andere Situation, in denen die Pfeife stumm blieb. Insgesamt hat Schiedsrichter Kryczal die Partie solide geführt.“ Mit dem Auswärtssieg bleibt Königswiesen als Zweiter auf Kurs. Der Blick geht nach vorne: „Die zwei Spiele in Tragwein und daheim gegen Pregarten wollen wir nutzen, um ein starkes Saisonfinish hinzulegen und die maximale Punkteanzahl mitzunehmen.“