Zum Abschluss der 1. Klasse Nord-Ost setzte es für Union Autohaus Aumayr Schönau und ASKÖ Mauthausen ein torreiches 7:2 (3:1). Schönau legte früh vor, Mauthausen kam nach der Pause noch einmal heran, ehe ein Treffer zum 4:2 die Partie endgültig entschied. Mauthausens Trainer Szabolcs Szegletes sprach nach dem Abpfiff von einem klaren Wendepunkt: „Das 4:2 war der Knackpunkt. Bis dorthin waren wir voll im Spiel und hatten Chancen – danach ist uns das Spiel weggerutscht.“

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Schönau erwischte den besseren Start und stellte mit dem frühen 1:0 von Justin Joachim Himmelbauer in Minute 6 die Weichen. Nach einer halben Stunde legte Alexander Andorfer zum 2:0 nach (33.). Mauthausen antwortete prompt: Manuel Gratzl verkürzte nur zwei Minuten später auf 2:1 (35.) und hielt seine Elf im Spiel. Kurz vor der Pause folgte jedoch der nächste Dämpfer für die Gäste, als Jan Schönbauer in der 43. Minute auf 3:1 stellte – mit diesem Stand ging es in die Kabinen. Direkt nach Wiederbeginn meldete sich Mauthausen zurück: Noah Jöbstl traf zum 3:2 (51.) und brachte spürbar neue Energie. In dieser Phase sahen die Gäste ihre Chance, doch mit dem 4:2 durch Gerald Kiesenhofer in Minute 63 kippte die Partie endgültig. Danach lief vieles für die Hausherren: Himmelbauer erhöhte auf 5:2 (67.), Andorfer legte das 6:2 nach (71.), und Jan Schönbauer setzte in der 82. Minute mit dem 7:2 den Schlusspunkt.
Nach dem Abpfiff sprach Szabolcs Szegletes offen über die Ausgangslage, ohne die Niederlage daran festzumachen. „Wir waren extrem geschwächt. Fünf, sechs Spieler haben gefehlt – aber das ist keine Ausrede“, hielt der Mauthausen-Coach fest. Für ihn machte am Ende die Chancenverwertung den Unterschied: „Schönau war nicht irrsinnig stark, aber sie haben die Tore gemacht. Die ersten Treffer waren aus unserer Sicht billig, wir haben die Tore fast selber gemacht.“ Gleichzeitig hob Szegletes die starke Phase nach der Pause hervor: „Bis zum 4:2 hatten wir viele hundertprozentige Chancen. Wir sind zurückgekommen, waren motiviert, haben über links gute Aktionen gehabt und standen oft vor dem Tormann. Leider haben wir es nicht gemacht.“ Genau deshalb blieb ihm das 4:2 als Bruch im Spiel im Kopf: „Nach dem Eckball und dem 4:2 war es vorbei.“ Zum Unparteiischen fand er klare Worte: „Der Schiri hatte das Spiel im Griff, ohne strittige Szene.“
In seiner Analyse wollte Szegletes das 2:7 nicht größer machen, als es war. „Das Ergebnis ist viel, viel zu hoch“, meinte er, zumal auch Schönau Ausfälle zu verkraften gehabt habe und es das letzte Spiel einer langen Saison war. „Es war eine typische letzte Partie, in der es um nix mehr geht“, sagte der Coach, der seinem Team trotz der deutlichen Zahlen Einstellung und Comeback-Qualitäten nach dem 3:1-Pausenstand attestierte. In der Abschlusstabelle landet Schönau mit 48 Punkten als Vierter, Mauthausen beschließt die Saison mit 37 Zählern auf Rang acht – Zahlen, die den Abstand an diesem Tag größer aussehen ließen, als es der Verlauf hergab. Positiv nahm Szegletes die souveräne Schiedsrichterleistung mit: „Gut geleitet, keine Diskussionen.“ Den Blick richtete er rasch nach vorne: „Die Sommerpause tut uns gut. Wir starten am 12. oder 13. Juli ins Training, wollen hart arbeiten – jeder beginnt wieder bei null.“