1. Klasse Nord-Ost

SV Steyregg geht mit Rückenwind in die neue Liga

SV Steyregg

Nach dem Aufstieg in die 1. Klasse Nord-Ost blickt SV Pichler Automobile Steyregg mit viel Schwung auf den Herbst. Trainer Thomas Steindl erinnerte an einen holprigen Start, an eine klare Steigerung im Verlauf der Saison und an eine erfolgreiche Relegation. Dazu kommen personelle Änderungen, junge Spieler aus dem Nachwuchs und das klare Ziel, sich in der neuen Liga ordentlich zu behaupten.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

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Vom schwierigen Start zur erfolgreichen Wende

Thomas Steindl machte im Rückblick keinen Hehl daraus, dass der Beginn der vergangenen Saison der 2. Klasse Nord-Ost nicht nach Wunsch verlaufen ist. Die Niederlage zum Auftakt und die beiden Unentschieden danach seien ergebnistechnisch klar unter den Erwartungen geblieben. Gerade das wurmte den Trainer, weil er die Leistungen nicht durchwegs schlecht gesehen hat. „Spielerisch war das gut, aber wir konnten die Punkte und die Siege nicht einfahren“, erklärte Steindl. Für ihn lag ein wesentlicher Grund dafür auf der Hand, denn „wir haben zu viele Tore bekommen“. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass sich die Mannschaft danach gefangen hat. Steyregg habe sich gesteigert, seine Punkte gemacht und sei zwar nicht in jene Region gekommen, die für einen Meistertitel notwendig gewesen wäre, habe sich aber immerhin noch für die Relegation qualifiziert. Dort und schon in der Schlussphase der Saison habe die Mannschaft dann ein anderes Gesicht gezeigt. „Wir sind besser in Fahrt gekommen, haben einfacher gespielt, haben mehr miteinander gespielt“, sagte Steindl. Genau daraus seien am Ende auch „super Ergebnisse und verdiente hohe Siege“ entstanden. Dass Steyregg schließlich auch die Relegation gewonnen hat, sieht der Trainer deshalb als logische Folge dieser Entwicklung.

Einzelne Kaderänderung und viel Vertrauen in die Jugend

Im Kader gibt es zur neuen Saison einige Veränderungen, die Steyregg auffangen will. Als Abgänge nannte Steindl Arnel Kadric sowie Torhüter Michael Mayrhuber, der seine Karriere beendet. Außerdem ist Christoph Grossschartner als weiterer Abgang zu verzeichnen, ebenfalls mit Karriereende. Gerade über Grossschartner sprach der Trainer mit großem Respekt. „Er hat in der Relegation seine letzten Partien für den SV Steyregg gemacht. Ich habe mit ihm noch zusammengespielt. Er hat wirklich viel geleistet für den Verein“, sagte Steindl über einen Spieler, den man in den „wohlverdienten sportlichen Ruhestand“ verabschiedet habe. Auf der Zugangsseite kommt Andreas Hlava als Torhüter. Florian Krennmayr kommt für das zentrale Mittelfeld und soll der Mannschaft nicht nur durch seine sportliche Qualität, sondern auch mit seiner Erfahrung und in Sachen Professionalität einen Schub geben. Dazu kommt ein Weg, der für den Verein offenbar ganz bewusst gewählt wurde: Zehn Spieler aus der U16 werden in den Erwachsenenfußball herangeführt. Steindl sprach davon, gemeinsam mit ihnen zu arbeiten und die Jungen weiterzuentwickeln. Das zeigt, dass Steyregg den Aufstieg nicht nur kurzfristig denkt, sondern auch die nächsten Schritte im Verein im Blick hat.

Vorbereitung, Vorfreude und ein Herbst mit starken Gegnern

Vor dem Start in die Vorbereitung herrscht in Steyregg spürbare Vorfreude auf die neue Aufgabe. Steindl hob hervor, dass die 1. Klasse Nord-Ost eine starke Liga sei. Er sprach an, dass man sich im Verein auf viele attraktive Duelle freut. „Das sind tolle Spiele, auf die wir uns richtig freuen“, sagte der Trainer. Für ihn ist das kommende Jahr deshalb auch eine reizvolle sportliche Herausforderung. „Es wird ein super Jahr werden, mit diesen Mannschaften in einer Liga spielen zu können, und wir hoffen natürlich auch, dass wir hier unsere Stärken zeigen.“ Bis dahin wartet noch Arbeit. Steyregg startet am Montag in die Vorbereitung und plant vier Testspiele, um sich für den Herbst zu rüsten. Im Umfeld des Vereins ist ebenfalls einiges los. Der nach einem Unwetter beschädigte Zaun am Sportplatz wird wieder instand gesetzt, außerdem steht mit dem Steyregger Hallenfest vom 17. bis 19. Juli ein wichtiges Vereinswochenende bevor. Steindl verlor trotz aller organisatorischen Themen den sportlichen Fokus nicht aus den Augen. „Wir wollen uns gut vorbereiten auf die starke Saison, die wir spielen wollen“, betonte er.

Wer zuletzt voranging und worauf es im Herbst ankommen wird

Wenn Steindl auf jene Spieler blickt, die zuletzt besonders herausgestochen haben, dann spricht auch daraus ein klares Bild dieser Mannschaft. Von einem „super Zuwachs“ sprach er mit Blick auf eine Verstärkung im Kader, Diamant Avdiu habe sich im Frühjahr in die Kampfmannschaft hineingespielt und sich das „absolut verdient“. Gemeinsam mit Dominik Reichart, der schon längere Zeit eine wichtige Rolle im System der Steyregger besetzt, zeigt das den Weg, den der Verein gehen will. Dabei bleibt eines im Vordergrund: „Der Aufstieg war eine Leistung vom ganzen Team“, sagte Steindl. Genau das dürfte auch für den Herbst in der neuen Liga gelten. Steyregg geht mit einem positiven Saisonabschluss, mit Aufstiegsstimmung und mit einer klaren Idee in die nächsten Wochen. Gleichzeitig weiß man im Verein, dass die neue Liga ein anderes Kaliber wird. Dazu kommt die Hoffnung, dass Manuel Bachleitner nach seiner Kreuzbandverletzung im Lauf des Herbstes wieder mit Vollgas zur Mannschaft stoßen kann. Die Ausgangslage ist damit klar: viel Rückenwind, einige neue Aufgaben und eine Mannschaft, die ihren Schwung aus der Relegation mitnehmen will.