1. Klasse Ost

„Viele Höhen, aber auch Tiefen“ – Schönberger sieht bei Vorwärts/ATSV Steyr vor allem die Gegentore als Hebel

Vorwärts/ATSV Steyr

Beim 1. Klasse Ost-Sechsten SPG SK/ATSV Vorwärts Steyr fällt das Saisonfazit von Trainer Manuel Schönberger bewusst ehrlich aus. Nach 42 Punkten und Rang sechs gibt es für ihn keinen Grund, die abgelaufene Saison schönzureden. „Viele Höhen, aber auch Tiefen“, sagt der Coach. Vor allem die vielen Gegentore, die aus seiner Sicht vermeidbar gewesen wären, sind das Thema, an dem die Steyrer nun ansetzen wollen.

Nahaufnahme: Spieler setzt zum Eckball an

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Zwischen starkem Lauf und klarer Baustelle

Dass die Saison am Ende im oberen Mittelfeld geendet hat, passt gut zu Schönbergers Einordnung. Die SPG bewegte sich im Verlauf der Meisterschaft erst im hinteren Bereich, arbeitete sich dann aber Stück für Stück nach vorne und hielt sich über viele Runden auf Platz fünf, ehe am Ende Rang sechs zu Buche stand. Gerade dieser Verlauf erklärt, warum der Trainer von einer durchwachsenen Saison spricht. Es gab Phasen, in denen die Mannschaft ordentlich angeschrieben hat, und ebenso Phasen, in denen sie sich das Leben selbst schwer machte. Schönberger bringt den wichtigsten Punkt dabei klar auf den Tisch: „Wir haben viele Gegentore bekommen, die leicht zu verhindern gewesen wären. Da müssen wir den Hebel ansetzen.“ Das ist keine beiläufige Bemerkung, sondern die zentrale Erkenntnis aus den vergangenen Monaten. Gleichzeitig zeigte der Schlussspurt mit Siegen gegen Union Waldneukirchen, TUS Kremsmünster und SV Molln, dass in dieser Mannschaft genug Qualität steckt, wenn sie stabil auftritt.

Im Kader gibt es Bewegung, im Umfeld bleibt es ruhig

Auch personell geht Vorwärts/ATSV Steyr mit klaren Rahmenbedingungen in die neue Meisterschaft. Schönberger nannte mit Moritz Käfer und Yusuf Ilhan zwei Abgänge aus dem defensiven Mittelfeld, dazu muss der Verein laut Trainer auch einen linken Verteidiger ersetzen. Große Transfermeldungen gibt es derzeit aber noch nicht. „Noch nichts konkret fixiert“, sagt Schönberger zur Frage nach Neuzugängen. Damit ist die Ausgangslage klar: Vieles wird davon abhängen, wie gut der vorhandene Kader zusammenbleibt und wie schnell man die offenen Stellen lösen kann. Im Vereinsumfeld selbst bleibt es ruhig, auch im Trainer- und Funktionärsbereich gibt es keine Änderungen. „Bei uns in den Juniors bleibt alles gleich“, so Schönberger. Ein Thema ist allerdings die Personalsituation rund um Marco Schorkopf. Der Spieler befindet sich nach einer Meniskusoperation im Aufbau, die Genesung verläuft laut Trainer gut.

Schönberger setzt auf den Zusammenhalt

Für den Blick nach vorne ist auffällig, worauf Schönberger besonders Wert legt. Er spricht nicht zuerst über Einzelspieler, sondern über die Entwicklung der Gruppe. „Wir haben uns sportlich als auch menschlich weiterentwickelt. Wir sind näher zusammengewachsen und ich hoffe, wir können daraus Früchte ernten in der neuen Meisterschaft“, sagt der Trainer. Genau dort liegt offenbar die Hoffnung für die kommende Saison: weniger einfache Gegentore, mehr Stabilität und ein Team, das als Einheit auftritt. Dass Schönberger dabei auch über den eigenen Tellerrand blickt, zeigt seine Einschätzung zur Liga. Die Meistermannschaft habe ihn mit der Punktausbeute beeindruckt, spielerisch habe ihn ASKÖ Vorchdorf überzeugt. Für die SPG ist das ein Maßstab, aber kein Grund, sich kleiner zu machen. Der sechste Platz ist ordentlich, der Trainer sieht aber klar, wo noch Luft nach oben ist. Die Richtung für die Vorbereitung ist damit vorgegeben.