Spielberichte

Nach frühem Rückstand: „Momentan geht es darum, in jede Partie hineinzukämpfen“

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Union Alberndorf
ASKÖ Luftenberg

In der 1. Klasse Nord-Ost hat sich die Union Alberndorf am Sonntagnachmittag mit 2:1 gegen die ASKÖ Luftenberg durchgesetzt und dabei einen frühen Rückstand gedreht. Trainer Matthias Lang sah vor allem, wie sich der Aufsteiger nach schwierigen Anfangsminuten in die Partie hineingearbeitet hat. Zwei Standardtore vor der Pause brachten den Heimsieg, der aus Sicht der Gastgeber vor allem über Einsatz, gute Arbeit gegen den Ball und eine stabile zweite Halbzeit zustande kam.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay


Luftenberg legt vor, Alberndorf dreht Partie

Der Start gehörte klar den Gästen. Luftenberg war sofort im Spiel und ging schon in der 3. Minute durch Oliver Permadinger mit 1:0 in Führung, nachdem die Gäste einen Freistoß genutzt hatten. Lang machte kein Geheimnis daraus, dass seine Mannschaft in dieser Phase Mühe hatte: „Luftenberg ist sehr stark gestartet. Wir haben bis zur 20. Minute gebraucht, bis wir ins Spiel gefunden und die Zweikämpfe gewonnen haben.“ Erst danach kam Alberndorf besser hinein, wurde griffiger und arbeitete sich Schritt für Schritt zurück. Der Ausgleich in der 31. Minute fiel dann ebenfalls nach einem ruhenden Ball. Lang schilderte die Szene so: „Es war ein Freistoß von Georg Scheuchenstuhl, der auf die Stange gegangen ist. Michael Schinagl hat sehr gut nachgesetzt, den Ball noch einmal ins Spiel gebracht, und Noah Praher ist am zweiten Pfosten richtig gestanden und hat ihn nur noch über die Linie drücken müssen.“ Nur sechs Minuten später legten die Hausherren nach. Wieder war ein Standard der Ausgangspunkt, wieder war Schinagl zur Stelle und traf in der 37. Minute zum 2:1. Damit hatte Alberndorf eine erste Hälfte gedreht, in der die Mannschaft erst spät Zugriff bekam, die entscheidenden Situationen vor der Pause dann aber sehr konsequent nutzte.

Nach der Pause liegt Schwerpunkt auf dem Verteidigen

Mit der Führung im Rücken veränderte sich das Spiel nach dem Seitenwechsel. Alberndorf suchte nicht mehr in erster Linie die spielerische Lösung, sondern stellte sich laut Lang stärker auf Verteidigen und Umschalten ein. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns mehr aufs Verteidigen und aufs Umschalten konzentriert. Hinten haben wir sehr wenig zugelassen“, sagte der Trainer. Einen einzelnen Moment, in dem die Partie endgültig gekippt wäre, wollte er trotzdem nicht herausheben. Dafür blieb Luftenberg laut seiner Einschätzung zu aktiv. „Luftenberg hat vorne immer wieder versucht, unsere Abwehr zu durchbrechen, aber wir haben das wirklich immer wieder sehr gut verteidigt“, meinte Lang. Ganz ruhig wurde es für die Heimelf dennoch nicht, weil Alberndorf die Räume nach Ballgewinnen nicht zum dritten Treffer nützen konnte. „Wir hatten noch ein, zwei Umschalt-Situationen, wo wir ein Tor machen hätten können. Dann wäre das Spiel natürlich viel leichter für uns gewesen“, sagte Lang. So blieb es bis zum Ende bei einer knappen Führung, die sich Alberndorf vor allem mit disziplinierter Defensivarbeit absicherte.

„Spielerisch noch nicht dort, wo wir sein wollen“

Gerade diese Arbeit gegen den Ball war für Lang auch der wichtigste Grund für den Heimsieg. „Wir haben wirklich gut verteidigt. Vor allem hinten waren wir sehr stabil und haben wenig Chancen zugelassen“, erklärte der Trainer. Dass seine Mannschaft derzeit nicht alles über spielerische Mittel löst, sprach er dabei offen an. „Natürlich sind wir spielerisch noch nicht dort, wo wir sein wollen. Wir schauen, dass wir die Spiele im Moment mehr über den Kampf machen, und das gelingt uns eigentlich sehr gut“, sagte Lang. Der 2:1-Erfolg gegen die ASKÖ Luftenberg passte damit genau zu seiner Einordnung. Die Union Alberndorf musste sich nach dem frühen Rückstand erst in die Partie hineinbeißen, fand dann aber über Standards und konsequentes Verteidigen zum Sieg. Für die kommenden Wochen verbindet Lang damit auch eine klare Hoffnung: „Wenn wir wieder mehr Selbstvertrauen haben, wird uns auch das Spielerische in Zukunft wieder gelingen. Aber momentan geht es darum, in jede Partie hineinzukämpfen und Punkte zu holen.“ Genau das ist seiner Mannschaft an diesem Sonntag gelungen.

1. Klasse Nord-Ost: Alberndorf : Luftenberg - 2:1 (2:1)

  • 37
    Michael Schinagl 2:1
  • 31
    Noah Praher 1:1
  • 3
    Oliver Permadinger 0:1