In der 1. Klasse Nord-Ost hat Union Agora Königswiesen am Freitagabend gegen TSU SCRIMO Wartberg / A. einen 6:2-Heimsieg eingefahren. Zur Pause war beim 3:2 noch alles offen, nach dem Seitenwechsel zogen die Gastgeber aber klar davon. Trainer Rudolf Buchinger sprach von einem „offenen Schlagabtausch“ und sah den Unterschied vor allem darin, dass die Partie ab der zweiten Hälfte in Richtung seines Teams kippte.

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Dass es für Königswiesen kein ruhiger Abend werden würde, war schon in der Anfangsphase zu sehen. Die Gastgeber gingen in der 8. Minute durch Yannic Haslinger mit 1:0 in Führung, doch Wartberg hatte die passende Antwort und kam in der 16. Minute durch Lukas Frauenberger zum 1:1. Königswiesen legte danach wieder vor, zuerst durch Florian Kastenhofer zum 2:1 in der 23. Minute und dann durch Daniel Vanek, der in der 30. Minute auf 3:1 stellte. Ganz entschieden war die Partie damit aber noch nicht, weil Alexander Lindmeir noch vor dem Seitenwechsel auf 3:2 verkürzte. Buchinger sprach nach dem Spiel von einem „offenen Schlagabtausch“ und ordnete den Sieg gegen „einen sehr starken Gegner“ ein. Vor allem das Mittelfeld der Gäste erlebte er als „sehr spielstark“, was auch erklärt, warum die Partie vor der Pause offen blieb.
Der klare Unterschied kam aus Sicht des Trainers erst nach dem Seitenwechsel. Auf die Frage, wann das Spiel in seine Richtung kippte, antwortete Buchinger knapp und deutlich: „Ab der zweiten Hälfte.“ Genau diese Phase entschied das Spiel dann auch auf der Anzeigetafel. Moritz Hinterndorfer erhöhte in der 55. Minute auf 4:2, Markus Hackl legte in der 67. Minute das 5:2 nach und in der 76. Minute setzte Yannic Haslinger mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den Schlusspunkt zum 6:2. Viel länger musste Buchinger bei der Frage nach den ausschlaggebenden Szenen gar nicht nachdenken. „Die Tore in der zweiten Halbzeit“ waren für ihn der entscheidende Punkt. Nach einem engen ersten Durchgang machte Königswiesen also genau in jener Phase den Deckel drauf, die der Trainer als Wendung des Spiels beschrieben hatte.
Interessant war nach dem Spiel vor allem, wie Buchinger den Sieg einordnete. Er blieb nicht beim Ergebnis stehen, sondern verband das 6:2 mit der Entwicklung seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen. „Unser Kader wird fitter, gesünder und breiter“, sagte der Trainer und lieferte damit die Erklärung dafür, warum Königswiesen ein zunächst enges Spiel nach der Pause so deutlich auf seine Seite ziehen konnte. Gleichzeitig wollte er den klaren Erfolg nicht überhöhen. „In der Souveränität und in der Defensive haben wir noch Luft nach oben“, lautete seine nüchterne Einschätzung. Gerade mit Blick auf die zwei Gegentore vor der Pause passte diese Einordnung gut zum Spielverlauf. Positiv hob Buchinger außerdem die Leistung des Unparteiischen hervor, die er als „sehr gut“ bezeichnete. In der Tabelle hält Königswiesen nach zehn Runden bei 19 Punkten und bleibt damit im oberen Bereich der Liga dran.