Spielberichte

"Nach dem Ausgleich sind wir ins Fußballspielen gekommen" – Union Schönau dreht frühen Rückstand noch klar

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TSU Schönau
Union Ried/Riedmark

In der 1. Klasse Nord-Ost hat die Union Autohaus Aumayr Schönau am Sonntagnachmittag einen frühen Rückstand gegen die Union Ried/Riedmark abgeschüttelt und sich am Ende klar mit 4:1 durchgesetzt. Co-Trainer Tobias Kern sah vor allem die Reaktion seiner Mannschaft als Schlüssel: Trotz des Gegentores in der ersten Minute blieb Schönau ruhig, fand rasch ins Spiel und drehte die Partie noch vor der Pause.

Abstoß: Nahaufnahme auf Ball und Schuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Schock, dann passende Antwort

Für Schönau begann die Partie mit einem Nackenschlag. Maxim Bogdan brachte die Gäste schon in der 1. Minute mit 1:0 in Führung, und damit war sofort Druck da. Tobias Kern machte nach dem Spiel aber klar, dass seine Mannschaft diesen ersten Moment schnell weggesteckt hat. "Der Start war natürlich ungünstig, wenn man in der ersten Minute gleich ein Tor bekommt", sagte der Co-Trainer. Gleichzeitig habe man sich unter der Woche viel vorgenommen und gut gearbeitet. Genau das habe man dann auch gesehen. Kern schilderte die Reaktion so: "Es war kurz ein Schock, aber dann hat jeder gesagt: jetzt erst recht." Schönau blieb seinem Spiel treu, wurde nicht hektisch und schaffte schon in der 15. Minute durch Justin Joachim Himmelbauer das 1:1. Danach legten die Gastgeber nach. Lukas Gaisrucker stellte in der 21. Minute auf 2:1, ehe Justin Joachim Himmelbauer mit seinem zweiten Treffer in der 28. Minute auch noch das 3:1 nachlegte. Für Kern war gerade dieses dritte Tor ein wichtiger Punkt in der Partie: "Wir haben schnell wieder den Ausgleich geschafft, den Führungstreffer, und das 3:1 vor der Halbzeit war sehr wichtig."


Ab dem Ausgleich kam Schönau immer besser hinein

Dass sich das Spiel nach dem 1:1 spürbar in Richtung der Hausherren bewegte, war auch für Kern deutlich zu erkennen. "Eigentlich ab dem Ausgleichstreffer", sagte er auf die Frage, wann er das Gefühl hatte, dass die Partie kippt. "Man hat richtig gemerkt: Jetzt kommen wir ins Fußballspielen." Diese Einschätzung passt zum Verlauf: Schönau ließ sich vom frühen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und bekam danach immer mehr Zugriff. Kern sprach davon, dass die Zuschauer gut dabei gewesen seien und seine Mannschaft sich viele Möglichkeiten herausgespielt habe. Nicht jede Aktion sei sauber zu Ende gespielt worden, manchmal habe beim letzten Pass oder beim Abschluss noch etwas gefehlt. Trotzdem war für ihn klar, dass das Spiel nach dem Ausgleich eine andere Richtung nahm. "Da ist mir das Gefühl schon gekommen, dass wir das Spiel noch gewinnen werden", sagte er. Als Grundlage für diese Wende nannte Kern vor allem die mannschaftliche Arbeit. "Jeder ist für jeden gelaufen", betonte er. Dazu sei Schönau in den Zweikämpfen stark gewesen, habe die zweiten Bälle gut aufgenommen und viele hohe Balleroberungen gehabt. Genau diese Punkte stellte der Co-Trainer als Grund heraus, warum die Leistungskurve zuletzt nach oben zeigt.

Ried versuchte nach der Pause noch einmal alles

Nach dem 3:1 zur Pause änderte sich die Partie ein wenig. Schönau hatte nicht mehr ganz so viele Möglichkeiten wie noch in der starken Phase vor der Halbzeit, dafür musste die Mannschaft konzentriert bleiben, weil Ried noch einmal Druck machen wollte. Kern beschrieb den zweiten Durchgang so: "In der zweiten Hälfte war es etwas ruhiger. Es waren nicht mehr so viele Chancen auf unserer Seite dabei." Gleichzeitig stellte er dem Gegner ein ordentliches Zeugnis aus. Ried habe "gute Einzelspieler, die technisch stark sind", und habe sich trotz des Rückstands nicht aufgegeben. Gerade nach Wiederbeginn hätten die Gäste noch einmal alles versucht, um näher heranzukommen. Umso wichtiger war aus Sicht des Co-Trainers, dass Schönau als Kollektiv dagegenhielt und hinten geschlossen verteidigte. Den entscheidenden Ruhepol brachte dann das 4:1 in der 70. Minute durch Viktor Doriev. "Da war es wichtig, dass wir trotzdem das 4:1 noch gemacht haben, damit wir eine ruhige Schlussphase spielen konnten und das Spiel nicht noch einmal spannend geworden ist", sagte Kern. Auch abseits der Tore blieb die Partie laut dem Schönauer Co-Trainer ordentlich. Zu strittigen Szenen sei es nicht gekommen, der Schiedsrichter habe das Spiel "gut im Griff" gehabt.

Trotz 4:1 sieht Co-Trainer Kern noch genug Arbeit

Der deutliche Heimsieg soll in Schönau zwar Selbstvertrauen bringen, abgeschlossen ist die Arbeit damit aber noch lange nicht. Kern sprach nach dem Spiel bewusst nicht nur über das Ergebnis, sondern auch über die Punkte, an denen seine Mannschaft weiter arbeiten will. "Verbesserungspotenzial gibt es immer", sagte er. Besonders gegen den Ball sieht er noch Luft nach oben, außerdem sollen Offensivaktionen sauberer fertig gespielt werden. Auch im Abschluss müsse sich die Union Schönau noch öfter belohnen. "Vor dem Tor können wir schon noch ansetzen", meinte Kern, der zugleich den Blick bereits auf die nächsten Wochen richtete. Vor der Winterpause stehen noch drei wichtige Spiele an, in denen die Mannschaft möglichst viele Punkte holen will. Der Auftritt gegen die Union Ried war dafür ein passender Schritt, weil Schönau nach dem Fehlstart nicht auseinanderfiel, sondern die richtige Antwort fand. Oder, wie es Kern selbst zusammenfasste: "Zum Schluss waren wir heute einfach die Mannschaft, die den Sieg am meisten wollte."

1. Klasse Nord-Ost: TSU Schönau : Union Ried/Riedmark - 4:1 (3:1)

  • 70
    Viktor Doriev 4:1
  • 28
    Justin Joachim Himmelbauer 3:1
  • 21
    Lukas Gaisrucker 2:1
  • 15
    Justin Joachim Himmelbauer 1:1
  • 1
    Maxim Bogdan 0:1