Spielberichte

Horst Dieter Gruber (Trainer ATSV Handyshop.at Schärding): „Wir hatten das Spiel im Griff“

ATSV Schärding
SV Taufkirchen/Pram

In der 1. Klasse Nord-West gewann der ATSV Handyshop.at Schärding gegen den SV Waizenauer Taufkirchen an der Pram klar mit 3:0. Die Weichen stellte Schärding früh: Semir Dedic traf doppelt, Michal Stepanek legte das dritte Tor nach. Trainer Horst Dieter Gruber sprach nach dem fünften Sieg in Serie von einem souveränen Auftritt seiner Mannschaft – früh in Führung gegangen, danach konsequent geblieben und das Geschehen über die volle Distanz kontrolliert. „Wir hatten das Spiel im Griff“, brachte es der Coach anschließend auf den Punkt.

Jugendliche Spieler mit Bällen

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Früher Doppelschlag und Eckballtor: Entscheidung vor der Pause

Schon der Start passte exakt zu dem Plan, den Horst Dieter Gruber vorgegeben hatte: mutig sein, hoch attackieren und die Räume hinter der Kette suchen. „Wir wollten von Beginn an nach vorne attackieren und gleich die Tiefe bespielen“, erklärte der Schärdinger Trainer. Nach kaum einer Minute zappelte der Ball bereits im Netz: Semir Dedic stellte in der 1. Minute auf 1:0. „Gleich vom Anstoß an waren wir giftig, eroberten den Ball, steckten ihn hinter die Kette und Semir schob nach einem guten Lauf zum 1:0 ein“, so Gruber. Der ATSV blieb am Drücker, Dedic legte in der 13. Minute nach – „ein schönes Tor, er schlenzte ihn ins lange Kreuzeck“. Und noch vor der 25. Minute war der Deckel fast drauf: Michal Stepanek erhöhte in Minute 23 nach einem Eckball auf 3:0. „Bei Standards sind wir in den letzten Wochen sehr gefährlich und machen immer wieder Tore.“ Mit der 3:0-Pausenführung war die Richtung klar.

Schärding kontrolliert die Partie – Taufkirchen kämpft mit Ausfällen

Mit dem frühen Vorsprung im Rücken blieb Schärding das aktivere Team, ließ hinten wenig zu und setzte immer wieder Nadelstiche. „Wir haben über die neunzig Minuten das Spiel kontrolliert und nicht wirklich viel zugelassen“, bilanzierte Gruber. Für Taufkirchen wurde der Nachmittag durch die Personalsorgen zusätzlich schwer. „Taufkirchen hat viele Verletzte und musste mit einer eher jungen, unerfahrenen Mannschaft antreten. Nach dem frühen 3:0 ist es natürlich sehr schwer, zurückzukommen“, sagte der Coach, der dem Gegner dennoch Respekt zollte: „Wenn man ihnen Platz lässt, haben sie Qualität – da kann der eine oder andere in dieser Klasse den Unterschied machen oder den tiefen Ball spielen, denn Tempo haben sie.“ Schärding blieb jedoch kompakt, zog sein Spiel durch und verteidigte die klare Führung bis zum Schlusspfiff – ein erwachsener Auftritt, wie ihn die Heimfans zuletzt öfter gesehen haben.

Breiter Kader als Trumpf – Konsequenz nach der Führung gefordert

Ein Schlüssel hinter der aktuellen Serie ist für Gruber die mannschaftliche Geschlossenheit – und die Optionen von der Bank. „Wir bringen eine geschlossene Mannschaftsleistung. Jeder kämpft für jeden, und die Breite des Kaders ist aktuell unser Trumpf“, betonte er. „Wir können immer nachlegen, ohne Qualität zu verlieren. Wir haben fünfzehn, sechzehn, siebzehn potenzielle Startelfspieler.“ Bis auf den zuletzt verletzten Michael Angleitner sei der Kader voll da. Trotz allem sah der Trainer auch Ansatzpunkte: „Wenn wir die Führung verwalten, werden leider noch das eine oder andere Mal schlampert im Zuspiel. Dem letzten Pass oder der letzten Aktion vorm Tor fehlt dann die Überzeugung, wir spielen plötzlich Außenristpässe und bringen Situationen nicht mehr ganz so fertig davor.“ Genau an dieser Konsequenz in Phasen der Spielkontrolle will Schärding weiter arbeiten, um enge Duelle künftig noch klarer zuzumachen.

Fünfter Sieg in Serie, ruhige Worte zum Schiri und der Blick nach vorne

Zum Unparteiischen blieb Gruber sachlich: „Wir hatten eine Dreierbesetzung, was in der ersten Klasse unüblich ist. Grundsätzlich kann man zufrieden sein, es war okay.“ Ein paar Kleinigkeiten sah er anders: „Manches war etwas kleinlich oder es wurden Fouls nicht gegeben, die für mich - und ich glaube auch für meinen Trainerkollen - welche waren und vice versa. Aber ich will gar nicht zu viel über die Schiedsrichterleistung sprechen.“ Wichtiger war ihm die Leistung seiner Elf, die mit dem 3:0 den fünften Sieg in Serie fixierte. In der Tabelle steht der ATSV Schärding im Spitzenfeld und geht mit breiter Brust in die nächsten Aufgaben. „Wir sind im Kollektiv sehr stark, haben einen guten, breiten Kader und die Stimmung bzw. die Chemie in der Mannschaft ist top. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, was sie aktuell abspulen ist wirklich top.“, fasste Gruber zusammen – eine Basis, auf der Schärding den aktuellen Lauf fortsetzen will.

1. Klasse Nord-West: ATSV Schärding : Taufkirchen/Pram - 3:0 (3:0)

  • 23
    Michal Stepanek 3:0
  • 13
    Semir Dedic 2:0
  • 1
    Semir Dedic 1:0