In der 1. Klasse Nord-West hat die Union Steinbrunn Schardenberg gegen Schärding SV nach zweimaligem Rückstand ein 2:2 geholt. Trainer Maximilian Ammerl sprach nach dem Schlusspfiff von einem „leistungsgerechten Unentschieden“ und sah vor allem die Reaktion seiner Mannschaft positiv. Dass Schardenberg zweimal zurückkam, passte für ihn zum bisherigen Saisonstart, mit dem er insgesamt sehr zufrieden ist.

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Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber eigentlich so, wie es sich Ammerl vorgestellt hatte. „Ich finde, dass wir die ersten zehn Minuten richtig gut ins Spiel reingekommen sind“, sagte der Trainer. Trotzdem lag seine Mannschaft schon früh hinten, weil Semir Dedic in der 8. Minute das 0:1 für Schärding erzielte. Ammerl sprach davon, dass dieses Gegentor „aus dem Nix“ gefallen sei. Schardenberg musste sich danach erst wieder sammeln, kam aber noch vor der Pause zum verdienten Ausgleich. In der 42. Minute traf Xaver Schreiner zum 1:1, nachdem die Heimischen laut ihrem Trainer „einen schönen Steckpass nach außen“ gespielt hatten, dann „einen sauberen Pass ins Zentrum“ brachten und diesen Angriff „sehr, sehr gut in der Mitte“ verwerteten. Mit dem 1:1 zur Halbzeit war das Spiel wieder offen, und genau so entwickelte sich die Partie nach Seitenwechsel weiter.
Auch in der zweiten Hälfte musste Schardenberg wieder einem Rückstand nachlaufen. Erneut war es Dedic, der in der 57. Minute für Schärding zum 1:2 traf. Ammerl sah auch dieses Tor als Treffer, der aus seiner Sicht eher überraschend fiel, obwohl die Gäste für ihn insgesamt eine „sehr starke Offensive“ hatten, „die immer in der Lage ist, aus dem Nix einfach ein Tor zu erzielen“. Danach, so ordnete er die Phase ein, habe Schärding sogar richtig gute Chancen gehabt, den Vorsprung auszubauen. Entscheidend war für ihn aber, dass seine Mannschaft nicht nachließ. „Was gut funktioniert hat, war, dass wir uns trotz des frühen Rückstands nicht aus der Ruhe bringen lassen haben und auch den zweiten Rückstand verdaut haben“, sagte Ammerl. In der 81. Minute wurde diese Hartnäckigkeit belohnt, als Schreiner auch den zweiten Treffer der Heimischen erzielte. Das 2:2 sei „einfach eine Willensleistung“ gewesen, erklärte der Trainer: zuerst sei Schardenberg noch abgeblockt worden, dann habe seine Mannschaft sofort nachgesetzt und den Ball „zum Glück über die Linie“ gebracht.
Am Ende konnte Ammerl mit dem Punkt leben. „Ich glaube, unter dem Strich ist es ein leistungsgerechtes Unentschieden, und ich glaube, beide Mannschaften können mit dem Punkt gut leben“, sagte er. Gleichzeitig sprach er auch offen an, wo er bei seiner Mannschaft noch Luft nach oben sieht. Gerade im Offensivspiel wünsche er sich bei viel Ballbesitz noch mehr Ertrag. „Wir müssen uns noch mehr Torchancen erspielen“, meinte der Coach, der den Auftritt seiner Elf insgesamt dennoch positiv bewertete. Mit Blick auf die nächsten Wochen überwog bei ihm trotz dieser Kritikpunkte die Zuversicht. Die Union Schardenberg hält nach drei Runden bei fünf Punkten, und der Trainer betonte: „Wir haben einen sehr guten Saisonstart hingelegt. Wenn man die Art und Weise sieht, wie wir auftreten, sind wir absolut auf dem richtigen Weg. Wir müssen jetzt einfach weiter am Gas bleiben und genauso weitermachen.“