In der 1. Klasse Nord-West hat der UFC Haibach/Donau am Sonntagnachmittag gegen die Union Kogler-Dach Raab einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Heimsieg gedreht. Für Trainer Markus Hinterleitner war das kein Zufall, sondern die Folge eines Auftritts, in dem seine Mannschaft über weite Strecken das aktivere Team war, sich vom Rückstand nicht aus der Ruhe bringen ließ und bis in die 90. Minute an den Sieg glaubte.

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Zur Pause stand es noch 0:0, doch Hinterleitner hatte schon da das Gefühl, dass seine Mannschaft gut im Spiel war. "Wir waren über die 90 Minuten sicher die bessere Mannschaft. Wir haben uns einige Chancen erarbeitet, die wir nicht genutzt haben", sagte der Haibach-Trainer nach dem Schlusspfiff. Dass Raab in der 56. Minute durch Jakub Mares mit 1:0 in Führung ging, brachte die Gastgeber aus seiner Sicht trotzdem nicht aus dem Tritt. Der Treffer fiel per Elfmeter, den Hinterleitner auch klar einordnete: "Das war okay, der Elfmeter war gerechtfertigt." Entscheidend war für ihn, dass sein Team danach nicht hektisch wurde. "Mit dem 0:1-Rückstand haben wir uns aber trotzdem nicht aus der Ruhe bringen lassen, haben unser Spiel weiter durchgezogen und uns unterm Strich dann nach 90 Minuten belohnen können", so der Coach, der den Verlauf damit ziemlich genau zusammenfasste.
Die Antwort der Hausherren ließ nicht ewig auf sich warten. In der 66. Minute erzielte Niklas Mayrhofer das 1:1, und genau dieses Tor hob Hinterleitner nach dem Spiel besonders hervor. Der Trainer erzählte, dass kurz davor ein Spieler eingewechselt worden war, "der das erste Mal bei der Kampfmannschaft als Feldspieler gespielt hat und gleich nach zehn, fünfzehn Sekunden das Tor gemacht hat". Diese Szene passte für ihn perfekt zum ganzen Nachmittag, weil sie Haibach in dem bestätigte, was man sich vorgenommen hatte. Der Ausgleich war für die Gastgeber nicht das Ende der Aufholjagd, sondern eher die Bestätigung, dass an diesem Tag noch mehr drin war. In der 90. Minute fiel dann tatsächlich noch das 2:1 durch Andreas Rathmayr. Hinterleitner sprach dabei von einem "Todesstoß durch einen schnellen Ausstoß", nach dem seine Mannschaft den späten Treffer setzte und den Vorsprung anschließend "super fertigspielen" konnte. So wurde aus einem Rückstand noch ein Heimsieg, der sich bei Haibach vor allem aus Beharrlichkeit und Geduld erklärte.
Mindestens so wichtig wie die beiden eigenen Tore war für Hinterleitner aber die Art und Weise, wie seine Mannschaft das Spiel insgesamt angelegt hatte. "Ein ganz großes Lob an die gesamte Mannschaft", sagte er, und dieses Lob begründete er sehr klar. Defensiv sei Haibach "sehr gut, sehr diszipliniert" gewesen, man habe "wenig Chancen zugelassen" und die Schlüsselspieler der Gäste "90 Minuten unter Kontrolle gehabt". Nach vorne, so seine Einschätzung, sei die Mannschaft "immer giftig und immer gefährlich" gewesen und habe bei den Chancen deutlich mehr anzubieten gehabt. Auch Raab sprach der Trainer die Qualität nicht ab. "Sie haben schon gewisse Einzelspieler, die natürlich ihre Klasse haben. Aber wir haben gewusst, was auf uns zukommt", erklärte Hinterleitner. Genau deshalb sei der Plan gewesen, diese Spieler möglichst aus dem Spiel zu nehmen und gleichzeitig den eigenen Stil nicht aufzugeben. Dazu passte auch seine Bewertung des Unparteiischen, der die Partie laut dem Haibach-Coach "sehr gut im Griff gehabt und sehr gut geleitet" habe. Diskussionen suchte er also gar nicht, sondern richtete den Blick ganz auf die eigene Leistung.
Am Ende blieb beim Trainer vor allem eines hängen: die Haltung seiner Mannschaft über die gesamten 90 Minuten. Auf die Frage nach dem wichtigsten Moment nannte Hinterleitner nicht ein einzelnes Tor, sondern zwei Dinge, die sich durch das ganze Spiel gezogen hätten. "Die körperliche Fitness und immer der Glaube daran, dass wir das Spiel nicht verlieren", seien ausschlaggebend gewesen. Dazu kam das Vertrauen in den eigenen Matchplan. "Wir haben gewusst, wenn wir unser Spiel durchziehen, dass wir da erfolgreich sein können", sagte er. Genau deshalb fiel sein Fazit dann auch sehr persönlich aus. "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. So macht Fußball einfach Spaß, wenn man mit solchen Spielern arbeiten kann, die von der ersten bis zur 90. Minute immer dran glauben und immer alles geben." Nach einem Spielverlauf mit Rückstand, schnellem Ausgleich und spätem Siegtor war das aus Haibacher Sicht mehr als nur ein schöner Sonntag: Es war ein Sieg, der vor allem von Überzeugung und Konsequenz lebte.