In der 1. Klasse Nord-West hat sich der SV Bäck Baggerungen Lambrechten mit 4:1 gegen den SV Waizenauer Taufkirchen/Pram durchgesetzt. Co-Trainer Matthias Steinhofer sah zunächst leichte Probleme im Aufbau, danach aber eine immer sicherere Heimelf, die sich für eine gute Vorbereitung belohnte. Entscheidend war aus seiner Sicht die schnelle Antwort auf das 2:1 der Gäste, denn mit dem 3:1 war die Partie für ihn praktisch entschieden.

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Steinhofer hatte genau das erwartet, was dann auch auf den Platz kam. „Taufkirchen war wie erwartet der schwere Gegner. Wir waren auf ihre Spielweise gut vorbereitet und wussten, welche Stärken und Schwächen sie mitbringen. Entsprechend hatten wir für die verschiedenen Phasen des Spiels einen klaren Plan“, sagte der Co-Trainer, der die Vorbereitung auf die Partie ausdrücklich hervorhob. Seine Mannschaft brauchte dennoch ein wenig, um in Ballbesitz und in der Spieleröffnung sauber ins Spiel zu finden. „Wir hatten zu Beginn noch etwas Probleme, im Ballbesitz die nötige Ruhe und Klarheit zu finden und uns sauber aus der ersten Linie herauszuspielen. Mit zunehmender Spieldauer wurden wir sicherer in unserer Spieleröffnung und konnten unsere Spielidee immer besser auf den Platz bringen“, erklärte Steinhofer. Mit dieser wachsenden Sicherheit kam auch die Führung. In der 27. Minute traf Sebastian Ecker zum 1:0 und brachte den Bezirksliga-Absteiger damit auf Spur. Für Steinhofer war dieses Tor von besonderer Bedeutung: „Das 1:0 war natürlich wegweisend. Es hat uns Sicherheit gegeben. Danach haben wir deutlich mehr Ruhe in unser Spiel bekommen und konnten unsere Stärken immer besser ausspielen.“
Das 1:0 tat den Gastgebern sichtbar gut, weil sie damit nicht nur die Anfangsphase hinter sich ließen, sondern auch zunehmend Kontrolle über das Spiel bekamen. Steinhofer merkte an, dass Taufkirchen nach dem Rückstand und später auch nach dem zweiten Treffer an Selbstvertrauen verlor. Kurz vor der Pause legte Lambrechten nach, als Gabriel Joachim Senzenberger in der 44. Minute auf 2:0 stellte. Nach dem Seitenwechsel kam Taufkirchen durch Andreas Wolfgang Glas in der 56. Minute noch einmal auf 2:1 heran. Genau diese Phase sprach Steinhofer offen an. „Wir hatten zuvor mehrfach die Möglichkeit, das 3:0 zu erzielen und damit das Spiel frühzeitig in unsere Richtung zu entscheiden. Durch das 2:1 haben wir den Gegner dann wieder ins Spiel kommen lassen und ihm neues Selbstvertrauen gegeben“, sagte er. Die Antwort seiner Mannschaft kam aber rasch. Colin Köchl stellte in der 64. Minute den alten Abstand wieder her. Für Steinhofer war damit die entscheidende Phase der Partie erreicht: „Mit dem 3:1 hatten wir wieder die Kontrolle über das Spiel und konnten die Partie anschließend souveräner zu Ende spielen.“ Dass Sebastian Pointner in der 84. Minute noch das 4:1 folgen ließ, passte aus Lambrechtener Sicht zum Gesamtbild.
Dass Lambrechten am Ende klar gewann, führte Steinhofer nicht nur auf die Tore, sondern auf mehrere funktionierende Bereiche zurück. „Unsere größte Stärke war heute sicherlich, dass wir uns aus unterschiedlichen Situationen heraus immer wieder gute Torchancen erarbeiten konnten. Vor allem über die Flügel und in den Eins-gegen-eins-Situationen hatten wir eine gute Dynamik und konnten den Gegner regelmäßig vor Probleme stellen“, sagte er. Gerade deshalb sah Steinhofer bei der Chancenverwertung noch Verbesserungspotenzial. „Bei der Chancenverwertung haben wir heute sicherlich noch Luft nach oben. Gerade in der Phase vor dem 2:1 hätten wir das Spiel mit einer konsequenteren Nutzung unserer Torchancen früher entscheiden können.“ Gleichzeitig wollte er die Arbeit gegen den Ball besonders hervorheben. „Ich möchte die gesamte Arbeit gegen den Ball loben. Wir waren über weite Strecken sehr kompakt, haben die Räume gut geschlossen und dem Gegner nur wenige klare Torchancen ermöglicht“, sagte Steinhofer. Das habe umso mehr Gewicht, weil die Defensive neu zusammengestellt sei und aus vielen jungen Spielern bestehe. „Gerade weil die Defensive neu zusammengestellt ist und junge Spieler dabei sind, war die Organisation gegen den Ball heute sehr positiv. Die Abstände haben über weite Strecken gut gepasst und die Spieler haben sich gegenseitig gut abgesichert.“
So zufrieden Steinhofer mit dem Ergebnis und großen Teilen des Auftritts war, sprach er auch die Punkte an, die der SV Lambrechten noch verbessern muss. „Nach unseren Führungen hätten wir in bestimmten Phasen noch mehr Spielkontrolle herstellen müssen. Wir waren teilweise zu hektisch und haben dem Gegner durch unnötige Ballverluste und ein zu ungeduldiges Anlaufverhalten Möglichkeiten gegeben, wieder ins Spiel zu kommen“, sagte er. Insgesamt überwog für ihn aber klar das Positive. „Die Mannschaft hat sich diese drei Punkte über die gesamte Vorbereitung hinweg erarbeitet. Man sieht, dass wir körperlich auf einem guten Niveau sind und die Intensität über 90 Minuten gehen können.“ In Lambrechten ist daher das Gefühl da, dass die Richtung passt. Der 4:1-Erfolg gegen den SV Taufkirchen soll nicht Endpunkt sein, sondern der nächste Schritt für eine Mannschaft, die laut ihrem Co-Trainer „auf einem guten Weg“ ist. „Natürlich gibt es noch einige Dinge, die wir verbessern müssen, aber die Mannschaft zeigt eine gute Entwicklung. Jetzt geht es darum, diese Leistung zu bestätigen und unsere Spielidee über 90 Minuten noch konstanter umzusetzen.“