In der 1. Klasse Nord-West musste sich die Union Raiffeisen Prambachkirchen am Sonntagnachmittag der SPG St. Roman/Esternberg 1b mit 1:4 geschlagen geben. Entscheidend waren aus Sicht von Sportchef Hannes Gruber das frühe 0:1 und die weiteren Gegentreffer vor der Pause. Nach dem 0:3 kam der Aufsteiger durch Mario Rogy zwar noch einmal heran, am Ende blieb aber eine verdiente Niederlage gegen die Gäste, die laut Gruber „brutal effektiv vor dem Tor“ waren.

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Für Prambachkirchen nahm die Partie gleich eine unangenehme Richtung. Schon in der 8. Minute brachte Jan Vejvar die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieser Start spielte St. Roman laut Hannes Gruber voll in die Karten. „St. Roman ist früh in Führung gegangen. In der Folge sind wir besser ins Spiel gekommen, und in dem Moment, in dem wir eigentlich auch den Ausgleich auf dem Fuß hatten, hat St. Roman das 2:0 gemacht“, schilderte der sportliche Leiter die Phase, in der seine Mannschaft eigentlich den Anschluss suchte. Statt eines möglichen 1:1 fiel in Minute 31 das 0:2 durch Miroslav Vrhel, und damit kippte das Spiel noch deutlicher auf die Seite der Gäste. Als Vrhel in der 40. Minute auch noch auf 3:0 stellte, war das für die Gastgeber der nächste schwere Schlag. Gruber nannte das 2:0 und 3:0 „richtige Wirkungstreffer“, weil sie Prambachkirchen kurz vor der Pause in eine ganz schlechte Ausgangslage brachten.
Nach dem klaren 0:3 zur Halbzeit war Prambachkirchen aber noch nicht völlig aus dem Spiel. Gruber sagte selbst, dass seine Mannschaft die zweite Hälfte „etwas offener“ gestalten konnte, und genau das zeigte sich auch am Spielstand. Mario Rogy erzielte in der 54. Minute das 1:3 und brachte die Gastgeber damit zumindest wieder ein Stück näher heran. Der Rückstand war damit zwar noch deutlich, aber das Spiel war wieder lebendiger als vor der Pause. Gerade deshalb ärgerte Gruber im Rückblick, dass seine Mannschaft in dieser Phase nicht nachlegen konnte. „Wir hatten den Anschlusstreffer, haben es aber verabsäumt, einen weiteren Treffer zu erzielen“, sagte er. Prambachkirchen blieb also in der Partie, schaffte den zweiten Treffer aber nicht. Als Oliver Krivec in der 79. Minute für St. Roman das 4:1 machte, war die letzte Hoffnung der Hausherren endgültig dahin.
In seiner Analyse machte Gruber keinen großen Bogen um die Gründe für die Niederlage. Für ihn lag der Unterschied vor allem in der Offensive der Gäste und im eigenen Verhalten gegen den Ball. „Wir haben es verabsäumt, im Block effektiv zu verteidigen. Wir sind etwas offener gewesen und haben dem Gegner dadurch mehr Raum gelassen“, erklärte er. Genau daraus konnte St. Roman seine Stärken entwickeln, vor allem über die Seiten und mit viel Zug nach vorne. Besonders deutlich fiel Grubers Urteil über die Chancenverwertung aus: „Offensiv eiskalt.“ Dazu passte auch seine Einschätzung zu den vier Gegentoren, die er allesamt als „sehr schön herausgespielt“ beschrieb. Gleichzeitig hielt er fest, dass auch die Union Prambachkirchen nach vorne Möglichkeiten gehabt hätte und mit mehr Konsequenz das Spiel enger hätte halten können. Trotz aller Enttäuschung blieb der Ton nach dem Schlusspfiff sachlich. „Der Gegner hat verdient gewonnen. Er war am Sonntag besser als wir“, sagte Gruber, der zusätzlich ein „sehr faires Spiel“ ohne diskussionswürdige Szenen hervorhob. Für Prambachkirchen geht es nach der ersten Niederlage nun darum, genau an diesen Punkten anzusetzen: kompakter verteidigen, weniger Räume anbieten und die eigenen Chancen entschlossener nutzen.