Spielberichte

„Die Partie dürfen wir nie verlieren“ – UFC Haibach gibt frühes 1:0 in St. Agatha aus der Hand

UFC St. Agatha
UFC Haibach

In der 1. Klasse Nord-West musste sich der UFC Haibach/Donau am Samstagnachmittag beim UFC St. Agatha mit 1:3 geschlagen geben. Dabei sah Trainer Markus Hinterleitner seine Mannschaft lange auf gutem Weg, ehe die Partie nach früher Führung kippte. „Die Partie dürfen wir nie verlieren“, sagte er danach und machte vor allem die fehlende Konsequenz vor dem Tor, zwei Fehler nach der Pause und einen aus seiner Sicht klaren Elfmeter als Knackpunkte aus.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Rathmayr trifft früh, Haibach hat Spiel zunächst im Griff

Für die Gäste begann der Nachmittag fast nach Maß. Schon in der 3. Minute brachte Tobias Rathmayr Haibach mit 1:0 in Führung, und genau dieser Start prägte auch den ersten Eindruck des Trainers nach dem Schlusspfiff. „Es war natürlich gleich ein super Start, nach drei Minuten mit 1:0 zu führen“, sagte Hinterleitner. Danach habe seine Mannschaft vieles von dem auf den Platz gebracht, was sie sich vorgenommen hatte. „Wir haben das Spiel klar in der Hand gehabt in der ersten Halbzeit“, meinte der Haibach-Coach. Vor allem gegen den Ball sei seine Elf sehr ordentlich gestanden, dazu sei man spielbestimmend gewesen. Umso mehr störte ihn, dass aus dieser Phase nicht mehr Ertrag herauskam. Haibach spielte seine Chancen laut Hinterleitner nicht sauber zu Ende, hielt nach dem Führungstor das Tempo nicht hoch genug und ließ St. Agatha dadurch im Spiel.

Ausgleich kurz vor der Pause tut weh, Mahringer dreht Partie

Der erste große Rückschlag kam aus Sicht der Gäste zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt. In der 45. Minute glich Steven Mahringer für St. Agatha zum 1:1 aus, und genau dieses Tor kurz vor dem Gang in die Kabinen blieb Hinterleitner besonders hängen. „Dass wir kurz vor der Halbzeit den Ausgleich bekommen haben, das hat natürlich wehgetan“, sagte er. Den Treffer selbst schilderte er als starke Einzelaktion des Torschützen im Sechzehner, zugleich hielt er aber fest, dass seine Mannschaft die Situation trotzdem besser verteidigen müsse. Nach der Pause versuchte Haibach nach seinen Worten, „das Spiel wieder an uns zu reißen“, doch diesmal nutzten die Gastgeber ihre Möglichkeiten deutlich konsequenter. In der 65. Minute traf erneut Mahringer zum 2:1, wobei Hinterleitner von einer Unstimmigkeit in seiner Defensive sprach. In der Schlussphase machte derselbe Spieler mit seinem dritten Treffer in der 87. Minute alles klar und stellte auf 3:1.

Zu viele Fehler, zu wenig Ertrag und Blick schon auf die nächste Woche

Die Erklärung des Trainers fiel nach dem Spiel klar aus. „Wir waren sicher spielbestimmend, waren aber einfach zu wenig konsequent vor dem Tor“, sagte Hinterleitner. Für ihn lag der Unterschied nicht darin, dass der UFC St. Agatha mehr vom Spiel hatte, sondern darin, dass seine Mannschaft ihre Möglichkeiten liegen ließ, während die Gastgeber auf Fehler warteten und im Umschalten kalt blieben. „Agatha war sehr diszipliniert, hat die Räume eng gemacht und auf unsere Fehler gewartet. Mit Mahringer hatten sie vorne Qualität, und wenn du aus vier Chancen drei Tore machst, dann ist das beinhart“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht noch eine strittige Szene in der ersten Halbzeit: Hinterleitner sprach von einem „ganz klaren Strafstoß“, der nicht gegeben wurde und die Partie vielleicht in eine andere Richtung hätte lenken können. Trotzdem wollte er die Niederlage nicht nur daran festmachen. „Wir sind an unserer eigenen Chancenauswertung gescheitert“, so sein Fazit. Den Gastgebern gratulierte er zu den drei Punkten, für den UFC Haibach richtet sich der Blick nun schon nach vorne: „Wir müssen schauen, dass wir nächste Woche gegen Waizenkirchen wieder in die Spur kommen.“

1. Klasse Nord-West: St. Agatha : Haibach - 3:1 (1:1)

  • 87
    Steven Mahringer 3:1
  • 65
    Steven Mahringer 2:1
  • 45
    Steven Mahringer 1:1
  • 3
    Tobias Rathmayr 0:1