In der 1. Klasse Nord-West hat die Union Raiffeisen Prambachkirchen gegen den UFC St. Agatha mit 2:0 gewonnen. Sportchef Hannes Gruber sah über weite Strecken eine kontrollierte Vorstellung des Aufsteigers. Entscheidend war für ihn, dass die Treffer zum richtigen Zeitpunkt fielen und Prambachkirchen danach immer besser ins Spiel kam.

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Viel Spektakel gab es in der Anfangsphase nicht, dafür aber eine Partie, in der beide Mannschaften zunächst einmal auf Sicherheit bedacht waren. Gruber beschrieb diese erste Phase treffend: „Anfangs war es abwartend, beide Mannschaften waren darauf bedacht, defensiv sicher zu stehen.“ Genau so entwickelte sich das Spiel auch. In den ersten zwanzig Minuten blieben klare Torchancen auf beiden Seiten aus, ehe Prambachkirchen dann doch den ersten entscheidenden Angriff setzte. Über die rechte Seite wurde Richard Öberseder in den Strafraum geschickt und dort per Foul gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jürgen Erlinger in der 20. Minute souverän zum 1:0. Für die Gastgeber war das ein Treffer, der spürbar Ruhe brachte. „Das 1:0 hat uns in die Karten gespielt“, sagte Gruber, der nach der Führung eine bessere Spielkontrolle seiner Mannschaft sah. Ganz einseitig wurde die Partie bis zur Pause aber nicht, denn auch St. Agatha kam noch zu ein, zwei Möglichkeiten, ehe es mit dem knappen 1:0 in die Kabinen ging.
Nach dem Seitenwechsel blieb Prambachkirchen zunächst bei der Linie, die schon vor der Pause zu sehen war: kompakt stehen, wenig zulassen und auf die Momente nach vorne warten. Eine knappe Stunde war gespielt, als genau so ein Moment wiederkam. Laut Gruber war es diesmal eine „super Einzelaktion“ von Richard Öberseder, die den Angriff einleitete und letztlich das 2:0 brachte. Mario Rogy reagierte nach einem Abpraller am schnellsten und verwertete per Kopf zum zweiten Treffer des Nachmittags. Das Tor in der 58. Minute war für den weiteren Verlauf ganz wesentlich, weil es den Gastgebern genau das gab, was sie sich erarbeitet hatten: Kontrolle. Gruber formulierte es klar: „Wie dann das 2:0 gefallen ist, hatten wir das Spiel eigentlich unter Kontrolle.“ Von da an lief die Partie deutlich mehr in Richtung der Heimischen. St. Agatha musste mehr riskieren, während Prambachkirchen hinten stabil blieb und vorne sogar noch Möglichkeiten auf einen höheren Sieg hatte. „Wir hätten hinten raus noch das dritte oder sogar ein viertes machen können“, sagte Gruber. Am Ende blieb es zwar beim 2:0, am verdienten Heimsieg änderte das aber nichts mehr.
Dass Prambachkirchen dieses Spiel ohne Gegentor über die Bühne brachte, war für Gruber der eigentliche Kern des Erfolgs. Auf die Frage nach der größten Stärke seiner Mannschaft kam von ihm eine kurze, aber sehr klare Antwort: „Defensiv nichts zugelassen. Kompakt.“ Genau dieses kompakte Auftreten hob er auch im weiteren Gespräch immer wieder hervor. Beide Mannschaften arbeiteten laut Gruber viel mit weiten Bällen, doch die Gastgeber bekamen diese Spielweise besser in den Griff als der Gegner. „Es wurde sehr viel mit weiten Bällen gespielt, sowohl von Prambachkirchen als auch von Agatha. Wir haben es zusammengebracht, diese besser zu verteidigen“, sagte der sportliche Leiter. Ganz ohne Gefahr blieb St. Agatha allerdings nicht. Gruber räumte ein, dass die Gäste mit der einen oder anderen Chance durchaus den Anschlusstreffer hätten erzielen können. „Diese Chancen nutzten sie aber nicht“, hielt er fest. Auf der anderen Seite war seine Mannschaft in den entscheidenden Szenen konsequent genug, um das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Auch das gehörte für ihn zum Gesamtbild dieses Nachmittags.
Am Ende reduzierte Gruber den Erfolg nicht auf einzelne Spieler oder nur auf die beiden Treffer, sondern vor allem auf den geschlossenen Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben als Mannschaft sehr gut verteidigt, kompakt verteidigt, und offensiv hatten wir gute Einzelmomente, gute Schlüsselszenen, die wir dann auch nutzen konnten“, sagte er. Dieser Satz beschreibt den Sieg ziemlich genau: hinten stabil, vorne in den wichtigen Situationen da. Dass Jürgen Erlinger vom Punkt und Mario Rogy nach der Pause trafen, passt in dieses Bild ebenso wie die Vorarbeit von Richard Öberseder bei beiden spielentscheidenden Momenten. Dazu kam aus Grubers Sicht ein ruhiger Rahmen rund um die Partie. Mit dem 2:0 bleibt die Union Prambachkirchen nach sechs Runden bei zehn Punkten und hält sich damit in der oberen Tabellenhälfte gut im Rennen. Vor allem aber war es ein Heimsieg, der laut Gruber auf einer klaren Grundlage stand: „Generell war der Auftritt als Mannschaft das Ausschlaggebende.“