In der 1. Klasse Nord-West hat die Union Raiffeisen Prambachkirchen gegen den SV Bäck Baggerungen Lambrechten trotz dreier eigener Treffer mit 3:4 verloren. Nach einer 1:0-Pausenführung entwickelte sich eine offene zweite Halbzeit, in der der Aufsteiger immer wieder zurückkam. Sportchef Hannes Gruber sprach nach dem Spiel von einem „extrem bitteren“ 2:3, stellte aber auch klar, dass der Sieg des Bezirksliga-Absteigers insgesamt nicht unverdient war. Vor allem Tomas Senft bekam Prambachkirchen nicht in den Griff.

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Prambachkirchen erwischte genau den Start, den man sich daheim wünscht. Bereits in der 8. Minute nutzte Richard Öberseder einen Fehler in der Anfangsphase zum 1:0 und brachte die Gastgeber früh auf Kurs. Gruber beschrieb diese Phase passend: „Wir sind sehr gut in das Spiel gestartet, konnten einen Fehler in der Anfangsphase zum frühen 1:0 nutzen.“ Mit Fortdauer der ersten Halbzeit verschob sich das Bild aber mehr und mehr. Lambrechten übernahm laut dem Sportlichen Leiter „immer mehr das Kommando“, kam besser in die Partie und erarbeitete sich auch die klareren Offensivmomente. Trotzdem nahm Prambachkirchen die knappe Führung mit in die Kabine, obwohl schon vor der Pause zu spüren war, dass die Gäste immer stärker wurden.
Nach dem Seitenwechsel ging es dann wirklich hin und her. Zunächst glich Dejan Resanovic in der 53. Minute zum 1:1 aus, ein Treffer, den Gruber „nicht unverdient, aber glücklich“ nannte, weil der Ball davor mehrfach abgeprallt sei. Prambachkirchen antwortete allerdings stark und kam durch Simon Pühringer in der 61. Minute neuerlich zur Führung. Lange hielt dieser Vorsprung nicht, denn nur zwei Minuten später stellte Tomas Senft auf 2:2. Als derselbe Spieler in der 68. Minute auch das 2:3 nachlegte, war das aus Sicht der Gastgeber der bitterste Moment des Nachmittags. Gruber sagte dazu: „Der Gegentreffer zum 3:2 war extrem bitter.“ Dass Pühringer in der 72. Minute noch einmal zum 3:3 ausglich, zeigte aber auch, dass sich Prambachkirchen in dieser wilden Phase nicht einfach ergeben wollte.
Gerade dieses 2:3 blieb beim Heimteam aber hängen. Gruber verwies auf eine aus seiner Sicht strittige Einwurfsentscheidung gegen seine Mannschaft und sprach zusätzlich von einer „abseitsverdächtigen Position“ vor dem Treffer. Auch eine weitere Szene, in der es nach einem Foul des gegnerischen Torhüters an einem Prambachkirchner Stürmer aus seiner Sicht Freistoß hätte geben müssen, erwähnte er. Gleichzeitig ordnete er die Niederlage aber nüchtern ein und vermied jede Ausrede. „Im Großen und Ganzen war die Leistung in Ordnung. Ein, zwei Kleinigkeiten hat es aber gegeben“, sagte er. Dass Lambrechten am Ende in der 82. Minute durch Senft noch den Treffer zum 3:4 setzte, passte für ihn dennoch ins Gesamtbild eines Spiels, in dem die Gäste über weite Strecken mehr Spielanteile hatten.
Warum die Union Prambachkirchen trotz drei eigener Tore leer ausging, sprach Gruber klar an. „Wir haben vier Gegentore bekommen und wenn man vier Gegentore bekommt, ist es schwierig, dass man dann das Spiel gewinnt“, sagte er. Besonders bei Standards und bei den zweiten Bällen habe seine Mannschaft nicht sauber genug gearbeitet. Vor allem Tomas Senft, der mit seinem Dreierpack zum entscheidenden Mann wurde, bekam Prambachkirchen nicht richtig in den Griff. Dazu passte auch Grubers Einschätzung zum Gegner: „Sie waren gut bei den zweiten Bällen, konnten nach Ballverlust relativ rasch wieder den Ball gewinnen und hatten über die gesamten 90 Minuten mehr Spielanteile.“ Trotzdem wollte der Sportliche Leiter nach dem Rückschlag den Blick nicht nur auf das Ergebnis verengen. „Die Entwicklung stimmt, die Richtung stimmt“, betonte er mehrfach, verwies auf die soliden zehn Punkte nach sieben Runden und auf die große Vorfreude auf das kommende Derby. Auch weil wieder der ein oder andere Verletzte zurückkommen könnte, will man in Prambachkirchen den eingeschlagenen Weg weitergehen.