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„Wir haben heute einen schmutzigen Sieg gemacht“ – SV Waizenkirchen gewinnt Derby dank Wolfsteiner-Doppelpack

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SV Waizenkirchen
Prambachkirchen

In einem Derby der 1. Klasse Nord-West hat sich der SV Guschlbauer Waizenkirchen gegen die Union Raiffeisen Prambachkirchen mit 2:0 durchgesetzt. Moritz Wolfsteiner traf unmittelbar vor der Pause und in der Nachspielzeit noch einmal. Trainer Roland Ulrich sprach nach dem Abpfiff von einem „schmutzigen Sieg“: Seine Mannschaft habe nicht über 90 Minuten überzeugt, aber mit viel Einsatz, Laufarbeit und konsequentem Verteidigen genau das auf den Platz gebracht, was in so einem Nachbarschaftsduell gefragt ist.

Torwart in grüner Dress beim Abstoß

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Erste Hälfte mit leichter Waizenkirchner Überlegenheit

Von Beginn an war zu sehen, dass dieses Derby nicht über Schönspielerei entschieden werden würde. Waizenkirchen startete nach Ulrichs Eindruck ordentlich, auch wenn er offen sagte, dass er spielerisch nicht alles bekam, was er erwartet hatte. Der Aufsteiger hatte über weite Strecken mehr Ballbesitz, die Gastgeber suchten dagegen immer wieder den Weg über Konter. „Wir haben das Spiel sehr gut angefangen“, sagte der Trainer. Vor allem im ersten Durchgang sah er seine Mannschaft dennoch leicht vorne, weil sie sich einige Chancen und Möglichkeiten herausspielte. Dass daraus erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte etwas Zählbares wurde, passte zu einem Spiel, in dem vieles hart erarbeitet werden musste.


1:0 vor der Pause war für Coach Ulrich der Knackpunkt

Der entscheidende Moment lag für den Coach klar in Minute 45+1, als Moritz Wolfsteiner das 1:0 erzielte. „Der wichtigste Moment war das Tor Ende der ersten Halbzeit. Dass wir nicht mit einem 0:0 in die Pause gehen, sondern mit einer Führung in die Kabine, war entscheidend“, sagte Ulrich. Den Treffer schilderte er als Schuss aus rund 25 Metern und sprach dabei auch offen von einem Fehler des gegnerischen Torhüters. Auf der anderen Seite fiel das zweite Tor erst ganz spät, in der 94. Minute. Wieder traf Wolfsteiner, diesmal per Freistoß. Ulrich schwärmte von einem „richtig scharfen und sehr schön platzierten“ Abschluss und ergänzte: „Das kann ein Tormann nicht halten.“ So machte derselbe Spieler aus der knappen Führung noch ein 2:0.

Nach Pause viel Arbeit, wenig Glanz

Gerade im zweiten Durchgang musste Waizenkirchen dann viel investieren. Ulrich sagte selbst, die zweite Halbzeit sei „weit weg von unserer Leistung“ gewesen. Prambachkirchen hatte nun noch mehr Ballbesitz, doch wirklich gefährlich wurde der Nachbar laut dem Trainer kaum. Waizenkirchen blieb seiner Linie treu, wollte umschalten und hatte nach Ulrichs Worten noch drei oder vier sehr gute Kontermöglichkeiten, ehe der Freistoß in der Nachspielzeit alles entschied. Mit dem spielerischen Auftritt war der Coach deshalb nicht rundum zufrieden. „Ganz oft ist es im Fußball so, dass du eine sehr gute Leistung bringst und trotzdem nicht gewinnst. Wir haben heute einen schmutzigen Sieg gemacht“, sagte er und brachte damit den Charakter dieses Heimerfolgs auf den Punkt.

Derbytag, der für Waizenkirchen rund wurde

Trotz aller Selbstkritik nahm Ulrich viel Positives aus diesem 2:0 mit. „Die Einstellung zum Spiel, das Kämpfen und Laufen, das hat mir gefallen“, betonte er und hob damit genau jene Dinge hervor, die seiner Mannschaft am Ende den Sieg brachten. Den Gegner sah er trotz der Niederlage ordentlich: Die Union Prambachkirchen habe „ganz guten Fußball gespielt“, sei mit seinem Ballbesitz aber nicht gefährlich genug geworden. Auch mit der Leistung des Schiedsrichterteams war der Trainer einverstanden und sprach von einer „guten Arbeit“. Für Ulrich war das „ein super Tag“ und für die Kampfmannschaft nach acht Runden ein Heimsieg, der sie auf elf Punkte bringt.

1. Klasse Nord-West: Waizenkirchen : Prambachkirchen - 2:0 (1:0)

  • 94
    Moritz Wolfsteiner 2:0
  • 46
    Moritz Wolfsteiner 1:0