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„Wir haben die ganze Woche Ruhe bewahrt“ – Union Kopfing meldet sich in Wesenufer eindrucksvoll zurück

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Union Wesenufer
Union Kopfing

In der 1. Klasse Nord-West hat sich die Union Josko Kopfing mit einem 4:1-Erfolg bei der Union eFiT Wesenufer eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach zwei knappen Niederlagen fand die Mannschaft von Firzet Hadžić diesmal früh den Zugriff, ging rasch in Führung und legte direkt nach der Pause entscheidend nach. Der Trainer führte den klaren Auswärtssieg vor allem auf eine ruhige Woche, taktische Änderungen und mehr Zielstrebigkeit vor dem Tor zurück.

Torwart in Neongelb spielt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung, viel Kontrolle und doch offenes Spiel zur Pause

Kopfing war von Beginn an drin und bekam genau den Start, den sich Hadžić nach den jüngsten knappen Niederlagen erhofft hatte. Schon in der 4. Minute brachte Philip Braid die Gäste mit 1:0 in Führung. Der Trainer schilderte die Szene als Standardtor nach einem Eckball von Adam Kozselka und sah darin gleich eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg. „Wir sind top ins Spiel hineingekommen“, sagte Hadžić, der in der Woche bewusst auf Ruhe gesetzt hatte. Dieses frühe Tor habe seiner Mannschaft noch mehr Selbstvertrauen gegeben. Danach war Kopfing nach seiner Einschätzung die aktivere Mannschaft, spielte gut nach vorne und hätte aus dieser Phase mehr machen müssen. Genau darin hatte zuletzt das Problem gelegen, und auch diesmal ließ der Coach dieses Thema nicht aus. Wesenufer war seiner Erwartung nach eine robuste, zweikampfstarke Mannschaft, die viel mit langen Bällen arbeitete und das Mittelfeld oft übersprang. Dazu kamen die Standards, vor denen Hadžić im Vorfeld gewarnt hatte. Einer davon brachte schließlich auch den Ausgleich: Marcel Schlager traf für die Gastgeber zum 1:1. „Wenn du vorne keine Tore machst, dann bekommt man hinten eines“, sagte der Kopfinger Trainer. So blieb trotz eines aus seiner Sicht guten Auftritts zur Pause alles offen.


Kopfing antwortet nach der Pause sofort und zieht davon

Entscheidend war dann die Art und Weise, wie Kopfing aus der Kabine kam. Hadžić hatte in der Halbzeit nicht den Eindruck, dass seine Mannschaft verunsichert wäre. Im Gegenteil: „Ich habe gesehen, meine Mannschaft ist gut drauf. Wir sind auf einem guten Weg.“ Entsprechend klar war die Reaktion auf dem Platz. In der 46. Minute traf Mathias Grüneis Wasner zum 2:1. Vorausgegangen war laut Hadžić eine starke Aktion von Adam Kozselka über die linke Seite, gefolgt von einer präzisen Flanke ins Zentrum. Nur vier Minuten später legte Philipp Jell das 3:1 nach. Der Trainer sprach von einer starken Einzelaktion im Strafraum und davon, dass es dann „wesentlich leichter“ geworden sei. Für ihn war das auch die Bestätigung seiner Umstellungen. Er hatte Grüneis Matthias vorne beginnen lassen, Bence Lizak etwas dahinter als hängende Spitze eingesetzt und Kozselka auf die linke Mittelfeldseite gezogen.   Spätestens mit dem dritten Treffer hatte Kopfing die Partie klar in der Hand. „Ab diesem Zeitpunkt haben wir das Spiel komplett kontrolliert“, meinte der Trainer. Seine Mannschaft habe den Gegner laufen lassen und sei weiter am Drücker geblieben.

Vier Torschützen, frische Kräfte und trotzdem noch klare Baustellen

Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, lag auch daran, dass Kopfing nachlegte und nicht in den Verwaltungsmodus schaltete. In der 70. Minute brachte Hadzic mit Sebastian Doblinger und Leonhard Hauser zwei frische Kräfte, und einer davon stach wenig später sofort. Doblinger traf in der 76. Minute zum 4:1 und setzte damit den Schlusspunkt unter einen aus Kopfinger Sicht sehr runden Nachmittag. Besonders wichtig war dem Trainer dabei nicht nur die Höhe des Erfolgs, sondern auch die Verteilung der Tore. „Heute haben einfach vier verschiedene Spieler Tore gemacht, und das ist eigentlich ausschlaggebend“, sagte Hadzic. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, dass das Ergebnis für ihn nicht darüber hinwegtäuscht, wo seine Mannschaft noch zulegen muss. „Wir haben noch einiges zu verbessern, besonders im Passspiel“, erklärte er. Dazu komme die Chancenverwertung, obwohl sie diesmal schon besser gewesen sei als in den Wochen davor. Hadžić sprach von mehreren klaren Möglichkeiten durch Leonhard Hauser, Bence Lizak und Sebastian Doblinger und meinte: „Wenn man so viele hundertprozentige Chancen hat, dann müssen wir im Sechzehner noch abgeklärter und kaltschnäuziger sein.“ Der Trainer wollte den Sieg also nicht kleinreden, aber sehr wohl einordnen.

Junge Mannschaft, klare Linie und Erfolg, der bestätigt werden soll

So deutlich das 4:1 am Ende auch war, Hadžić sah den Schlüssel nicht nur in den Toren, sondern in der gesamten Herangehensweise. „Wir haben die ganze Woche Ruhe bewahrt, waren sehr fokussiert und haben uns nur auf dieses Spiel konzentriert“, sagte der Trainer. Gerade nach zwei knappen Niederlagen sei es wichtig gewesen, keine Hektik aufkommen zu lassen und sich auch von außen nicht beirren zu lassen. Dazu passte für ihn, dass seine Mannschaft gegen die erwartete Spielweise der Gastgeber gute Antworten fand. Die Union Wesenufer sei wie erwartet mit vielen langen Bällen und über Standards gekommen, die Union Kopfing habe aber die Räume eng gemacht, gut nach hinten gedoppelt und den eigenen Innenverteidigern geholfen. Hadžić sprach deshalb bewusst ein Lob an das gesamte Kollektiv aus. Zugleich verwies er auf den Weg, den der Verein gehen will: mit vielen jungen und heimischen Spielern erfolgreich sein. Mit 15 Punkten steht Kopfing nach neun Runden auf Platz drei, wichtiger als die Tabelle war dem Trainer aber die Reaktion seiner Mannschaft. „Wir haben uns aus eigener Kraft zurückgemeldet“, sagte Hadžić. Genau das soll nun auch in den letzten vier Spielen vor der Winterpause bestätigt werden.

1. Klasse Nord-West: Wesenufer : Kopfing - 1:4 (1:1)

  • 76
    Sebastian Doblinger 1:4
  • 50
    Philipp Jell 1:3
  • 46
    Mathias Grüneis Wasner 1:2
  • 26
    Marcel Schlager 1:1
  • 4
    Philip Braid 0:1