In der 1. Klasse Nord lieferte sich SV Lichtenberg mit SV Hellmonsödt ein intensives Abendduell mit hohem Pressing, vielen Zweikämpfen und Chancen auf beiden Seiten. Trainer Florin Hasani ordnete die Partie als Mischung aus Kampf und Offenheit ein. Standards sorgten für Gefahr, zwei Lattentreffer nach Ecken blieben jedoch ungenutzt. Rund um die 30. Minute kippte die Dynamik nach einem Strafstoß – nun rücken für Lichtenberg entscheidende Wochen im Abstiegskampf in den Fokus.

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Der Start gehörte den Gastgebern: In der 3. Minute nutzte Michael Schatzl das hohe Anlaufen und einen missglückten Rückpass zur 1:0-Führung. Hasani erklärte: „Das 1:0 war das Ergebnis unseres Anpressens und eines gegnerischen Rückpassfehlers.“ In der 29. Minute glich Tobias Seyr per Elfmeter zum 1:1 aus – mit diesem Spielstand ging es in die Pause.
Aus Sicht des Trainers verschob sich die Statik deutlich: „In den ersten 25 bis 30 Minuten lag das Ballbesitzverhältnis bei 60:40 für Lichtenberg. Ab dem Strafstoß kippte es – über 90 Minuten hatte Hellmonsödt dann etwa 60:40.“ Individuell wollte Hasani niemanden herausheben: Entscheidend sei auf beiden Seiten die geschlossene Mannschaftsleistung gewesen.
Gefährlich blieb Lichtenberg vor allem nach ruhenden Bällen: Nach Ecken landete der Ball zweimal an der Latte – der verdiente Lohn blieb aus. Auf der Gegenseite traf David Mühlberger in der 76. Minute zum 1:2. Kurz vor Schluss sah Sebastian Traxler in der 89. Minute die Rote Karte – aus Hasanis Sicht eine strittige Entscheidung der Unmut beim Gegner auslöste. "Ich hatte keinen guten Blickwinkel auf die Situation".
Am Ergebnis änderte das nichts. Mit Blick nach vorn betonte der Coach: „Die nächsten Wochen sind spielentscheidend für uns, weil zwei direkte Duelle im Abstiegskampf anstehen.“